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Sex und Geruch II: Geruchsvorlieben und Parfums
Sex und Geruch II: Geruchsvorlieben und Parfums (Kategorie: Sexualitätsblog)
Pheromone oder künstlicher Duft? Was ist besser?

Wenn man sich mit der Wirkung von Düften und Gerüchen auf die gegenseitige sexuelle Anziehung bzw. mit Düften als sexuelles Stimulans beschäftigt, dann sollte man als erstes zwischen der Wirkung der so genannten Pheromone und der Wirkung herkömmlicher Parfums unterscheiden.

Pheromone werden teilweise auch Duftwässerchen beigemischt und als Helferlein auf dem schnellen Weg der Eroberung angepriesen. Sie sind aber normalerweise in Parfums nicht enthalten. Dafür sind sie aber natürlicher Bestandteil unserer täglichen Schweißabsonderung.

In diesem Zusammenhang ist die tatsächliche Auswirkung männlicher Schweißabsonderung auf der Basis dieser Geruchs-Sexhormone auf eine positive weibliche Reaktion bei weitem übertrieben worden. Dies liegt daran, dass es zwei über den Schweiß abgesonderte, unterschiedliche männliche Pheromone gibt; zum einen das Androstenol, welches mit frischem Schweiß produziert wird und zum anderen das Androstenon, welches entsteht, wenn frischer Schweiß eine kurze Zeit mit Sauerstoff in Verbindung gekommen ist. Nur der erstere Stoff, also das Andostrenol, hat eine gewisse anziehende Wirkung auf Frauen; der zweite Stoff törnt dagegen eher ab! Nun hat Mann dann aber schnell ein zeitliches Problem. Denn er müsste quasi immer wieder frischen Schweiß produzieren, um sicher zu sein, dass er sich auch auf dem richtigen Wege der Anziehung einer Partnerin befindet.

Wir können hier also schließen, dass es nichts bringt, sich allein sich auf seinen körpereigenen Geruch zu verlassen, wenn man ordentlich ins Schwitzen gekommen ist. Das sagt natürlich wiederum nichts darüber aus, wie ein "normaler" Körpergeruch, der nicht von altem Schweiß überdeckt worden ist, empfunden wird.

Einfacher und zielführender ist die Angelegenheit, wenn wir uns der Wirkung von Parfums zuwenden. Hier konnte auf der Basis der in meinem letzten Blogbeitrag gefundenen Untersuchungsergebnisse festgestellt werden, dass es eine direkte Beziehung zwischen dem eigenen Immunsystem und der Auswahl von Parfums für sich selbst und andere gibt. Dieser Zusammenhang besteht – kurz gesagt – darin, dass Parfums, die man an sich selbst mag, an anderen als unattraktiv empfunden werden. Das jedem Menschen eigene, individualspezifische und genetisch festgelegte Duftprofil konditioniert uns gleichzeitig auf eine subjektive und unbewusste Wahl ganz bestimmter Duftstoffe, wie sie eben in Parfums vorkommen.

Dies führt zu dem Schluss, dass man, wenn man das richtige Parfum gewählt hat, damit sein eigenes Duftprofil verstärken und untermauern kann, um damit dann auch den richtigen Duftpartner auf sexueller Ebene anzuziehen. Die Forscher haben dabei auch die Inhaltsstoffe identifiziert, die besonders stark zwischen den verschiedenen Dufttypen unterscheiden. Dazu zählten u.a. Rose, Hyazinthe, Kardamon, Sandelholz, Moschus, Amber, Bergamotte und Veilchen. Andere Inhaltsstoffe waren weniger effektiv. Woran das liegen mag, hat man bisher noch nicht herausgefunden.


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