Männer sind eigentlich ganz prima Geschöpfe und auch Frauen haben ihre Reize. Trotzdem treiben wir uns manchmal gegenseitig an die Grenze des Nervenzusammenbruchs.
Schluss damit! ElitePartner betreibt Aufklärungsarbeit und erklärt jede Woche abwechselnd einen Männer- und Frauenmythos. Alle Mythen, die wir vorstellen, wurden uns von unseren Mitgliedern vorgeschlagen. Vielen Dank dafür! Diese Woche widmen wir uns der Frage:
Mythos Mann: Warum stehen Männer auf lange Haare?
Haare haben seit jeher in vielen Kulturen eine symbolische Aussagekraft. Lange Haare waren bei den 68er Rebellen die Provokation gegen gesellschaftliche Zwänge, bei den Hippies war es der Ausdruck wilder Natürlichkeit und bei Frauen stehen lange Haare für Weiblichkeit und Verführungskraft. Man bedenke die vielen Darstellungen des Paradieses, in denen Eva eher selten im flotten Kurzhaarschnitt daherkommt.
Haare stehen für Kraft und Macht und auch die Art und Weise, wie wir unsere Haare frisieren, drückt vieles aus. Als in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts der Bubikopf in Mode kam, war das nahezu spektakulär, stand er doch stellvertretend für den ersten Schritt der Emanzipation und brach radikal mit dem damals herrschenden Frauenbild.
Männer auf haarigem Glatteis
Gerade beim ersten Eindruck, so bestätigte kürzlich auch eine psychologische Studie, ziehen Menschen vor allem aufgrund des Haares Rückschlüsse auf die Persönlichkeit eines Menschen. Insbesondere Männer überschätzen sich in dieser Hinsicht: Sie wollen anhand der Frisur einer Frau über deren Ehrgeiz und gar über deren Intelligenz Bescheid wissen. Und die meisten Typen stehen tatsächlich auf lange Haare. Auch Single-Coach Lisa Fischbach bestätigt: "Lange Haare wirken auf die meisten Männern attraktiv, idealerweise wenn sie auch noch blond sind. Das liegt an deren Signalwirkung: Die lange Pracht wirkt meist feminin und gesunde, schöne Haare geben evolutionsbiologisch gesehen den Hinweis, dass sich eine Frau im besten Alter befindet." Gut und schön. Aber unzeitgemäß, denn heutzutage schmücken sich auch welkende Damen noch gern mit wallender Lockenpracht, während Jüngere raspelkurz tragen.
Du hast die Haare schön
Ein Indikator für bestimmte Charaktereigenschaften sind die Haare übrigens in keiner Längen- oder Frisurvariation – auch wenn ganz Hartnäckige das noch immer gern leugnen. Haare sagen höchstens etwas über die Zugehörigkeit zu einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe aus. Denn unser Umfeld prägt unsere Haartracht in besonderem Maße. So schön die langen Haare in Ihren Augen auch sein mögen, warnt die Psychologin, sich allzu sehr von üppigen Mähnen beeindrucken zu lassen: "Überdenken Sie Ihr Beuteschema. Weder Haarlänge, noch -farbe sollten ausschlaggebendes Argument für die Partnerwahl sein." Außerdem kann eine Frau leicht mit einem einzigen Frisörbesuch ihr gesamtes Erscheinungsbild vollständig verändern.
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