Auch, wenn es uns gar nicht so bewusst ist: Jeder von uns trägt diverse Masken mit sich herum. Also: Lieber nicht zu schnell verlieben.
Wenn wir uns verlieben, passen wir uns charakterlich aneinander an. Dabei werden Schwächen unter den Teppich gekehrt und Schokoladenseiten herausgeputzt.
In der aktuellen emotion (Ausgabe 11/2008) heißt es: "Die Liebe ist ein Kostümfest". Männer mimen den Macho, Frauen spielen Prinzessin mit Augenaufschlag, die erobert werden will. Diese Rollenspiele gehen oft unbewusst vor sich. Fällt irgendwann die Maske, etwa wenn wir uns aneinander gewöhnt haben, kann das Problemen geben. "Früher warst Du anders", heißt es dann. Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, bei denen die Maske zum psychischen Gefängnis wird. Sie unterdrücken zeitlebens ihre Schwächen und Schattenseiten, geben sich ausschließlich stark oder schwach oder anhänglich oder unnahbar und so weiter. Manche tragen eine sehr festsitzende Charaktermaske – die den anderen beim Kennenlernen zu Spekulationen beziehungsweise (sorry!) Wahrnehmungsstörungen einlädt. Bleiben wir jedoch bei den Vorteilen, die sich bei Rollenspielen auftun. Was bedeuten sie in Bezug aufs Flirten?
1. Geheimnisse wahren
Der Flirt lebt von Geheimnissen, Wünschen, unangemessenen Vorstellungen. Je mehr Sie den Flirtpartner an Ihrer derzeitigen Lebenssituation teilhaben lassen, desto weniger Platz bleibt ihm zum Fantasieren. Und das senkt, wenn Sie Ihr Dasein zu detailliert beschreiben, seine Flirtbereitschaft.
2. In verschiedene Kostüme schlüpfen
Sie glauben gar nicht, wie viele Menschen aller Couleur man kennen lernt – wenn man nur in verschiedene Rollen schlüpft. Männer dürfen ruhig mal einen auf Macho machen, Frauen als unnahbare Diva auftreten. Der Sinn liegt darin, dass man begreift, wie sehr das eigene Erscheinungsbild die Zielgruppe definiert. Sie haben die Macht! Es gilt die Faustformel: Je mehr Rollen, desto mehr Zielgruppen.
3. Spontane Flirts nicht überbewerten
Es gibt Menschen, die verknallen sich alle zwei, drei Tage neu. Dass dies nicht gerade zu stabilen Verhältnissen beiträgt, versteht sich von selbst. Machen Sie sich klar, dass es auch sehr subtile Flirt-Motive gibt, die Ihren Flirtpartner umtreiben. Manche flirten, (a) um ausschließlich Ihr Ego aufzuwerten, (b) aus Langeweile, (c) um aus Ihrer Ehe auszubrechen.
Das schönste Kompliment, was ein Mann mir mal gemacht hat, war, dass ich so undurchsichtig sei, dass er mich einfach nicht einschätzen könnte. Mal wär ich distanziert und zurückhaltend, dann wieder süß und verspielt etc. Ist doch super! Wenn man in mir lesen könnte, wie in einem offenen Buch, dann wäre es doch langweilig. So steht man immer vor neuen Herausforderungen und Begebenheiten, was meiner Meinung nach doch die Spannung erhält. Allerdings sollte man auch nicht übertreiben. Sonst ist der Schwarm schneller weg, als man gucken kann. Männer mögen es auf den ersten Blick vielleicht noch aufregend finden. Auf die Dauer ist denen dieses Verhalten aber zu anstrengend und sie suchen sich eine neue, leichter zu erobernde Beute!