Wenn zwei sich lieben, dann ist das für das Umfeld bisweilen eine Qual. Besonders, wer als Single von mehr oder weniger glücklichen Pärchen umgeben ist, kann davon ein Lied singen. Langweilige Pärchenabende oder Dauerzoff – darauf können wir gut verzichten. Unser Ratgeber verrät Ihnen nützliche Tipps für den Umgang mit nervigen Paaren.
Auch mal Nein sagen
Der letzte Spieleabend zog sich zäh wie Kaugummi und war so amüsant wie die 28. Wiederholung des Musikantenstadls? Dann tun Sie sich das einfach nicht mehr an. Diplom-Psychologin Lisa Fischbach rät: „Überlegen Sie, ob Sie sich dem noch einmal aussetzen wollen. Wenn nicht, dann sagen Sie ganz einfach ab oder machen Sie einen amüsanten Gegenvorschlag.“ Ausflüge und Co. sind auf jeden Fall dynamischer als endlose Scrabble-Sitzungen wie die letzten Male.
Ein starkes Team
Auch gut: Holen Sie sich Verstärkung. Nehmen Sie eine Freundin oder einen Kumpel mit, so treten Sie als gutes Tandem auf und fühlen sich bei einem oder mehreren Paaren nicht als fünftes Rad am Wagen. Großer Vorteil: Mit einem fröhlichen Menschen an Ihrer Seite können Sie eine langweilige Runde ein wenig aufmischen. „Wenn es dann doch öde wird, können Sie sich noch zu zweit in eine Bar retten und dort eine Nachanalyse starten“, so die Expertin.
Schönreden erlaubt
Sehen Sie die positiven Aspekte: Freuen Sie sich, dass Sie überhaupt eingeladen werden. Das zeigt laut Psychologin nämlich, dass Ihr Freundeskreis Sie auch als Single noch genauso in der Runde akzeptiert. „Es gibt durchaus oft paarlastige Freundeskreise, bei denen man als Single nach und nach ausgeschlossen wird“, bestätigt Lisa Fischbach.
Gehen Sie auf Distanz
Wenn es zu viel wird, dann ertragen Sie es nicht einfach, sondern grenzen Sie sich ab. Lisa Fischbach empfiehlt, ein Zuviel an Paargehabe ruhig anzusprechen: „Natürlich nur, wenn die Freundschaft dies zulässt. Aber das kann durchaus positiv einen Stein ins Rollen bringen.“ Wenn ständig im Wir gesprochen wird, fragen Sie gezielt nach dem Einzelnen. Manche Paare merken nämlich gar nicht, wie sehr sie in die Symbiosefalle tappen und anfangen, sich als Einzelpersonen aufzulösen. Das nötige Fingerspitzengefühl und etwas Diplomatie sind dabei hilfreich.
Singles im Vorteil
So ein paarlastiger Freundeskreis kann einen Single ganz schön nerven. Dabei haben Sie in dieser Gruppe eine wichtige Funktion: „Sie sind ein Spiegel, der zu engen und symbiotischen Paaren zeigen kann, dass eine gewisse Balance zwischen Nähe und Unabhängigkeit und dem Wir und Ich wichtig ist“, so die Psychologin. Singles können Paaren vermitteln, wie schön und wichtig Selbstbestimmung, Freiheit, Ungebundenheit, Ich-Bezogenheit und der Fokus auf die eigenen Bedürfnisse sind. Das geht in manchen Paarbeziehungen unter.
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