Das erste Treffen sollte dazu da sein, zu schauen, ob die Chemie zwischen beiden stimmt.
Das Telefon klingelte, Marina, eine Freundin begrüßte mich mit den Worten: "Hätte ich mal auf dich gehört."
Sie hatte vor zwei Wochen Thomas im Internet kennengelernt. Er hatte recht nett auf ihre Partneranfrage geantwortet und seitdem haben sie sich einige Male geschrieben. Marina mochte seinen gefühlvollen Schreibstil sehr und sagte mir, sie hätte sich allein schon deshalb in Thomas verlieben können. Sein Foto bestätigte ihren Eindruck aus den E-Mails. Es war aus seinem letzten Urlaub in den Bergen und Marina schwärmte mir vor, wie stattlich, sportlich und sympathisch er in seiner Bergmontur aussehen würde. Thomas hatte nun ein Treffen vorgeschlagen, er hatte ein gutes Restaurant ausgewählt. Als ich Marina einen Tag vorher sprach, fragte ich, ob sie denn vorher telefoniert hätten. Das wäre nicht nötig gewesen, sie hätte ein gutes Gefühl und man hätte alles andere per SMS geregelt. Ich konnte mir nicht verkneifen, dass ich solche Spontaneität zwar nachvollziehen könnte, aber mit einer Verabredung zu aufwendiger Menüabfolge beim ersten Date etwas dosierter umgehen würde. Schließlich wisse sie nicht, ob Thomas im direkten Kontakt genauso unterhaltsam und charmant sei, wie in seinen E-Mails. Nicht jeder der gut schreiben kann, ist im gesprochenen Wort entsprechend eloquent.
"Schon nach der Geflügelkonsume hatten wir uns kaum noch was zu sagen", war dann Marinas zweiter Satz. Thomas wäre von Anfang an ziemlich verkrampft gewesen. Womit sie schlecht umgehen konnte, war seine Art zu sprechen. Er hatte eine unmännlich hohe Stimme und machte so lange Pause beim Reden. Sie hätte auch das Gefühl gehabt, dass er damit mögliches Stottern kaschiert. Das Foto von Thomas war auch eher schmeichelnd. Vielleicht sei sie ja zu äußerlich, merkte sie selbstkritisch an, aber Thomas hätte sofort einen ungepflegten Eindruck bei ihr erzeugt. Das hat sie abgestoßen. Trotz ihrer Enttäuschung versuchte sie das Gespräch in Schwung zu bringen, damit der Abend noch ganz nett werden könnte. Aber irgendwie gelang es ihr nicht, weil Thomas auch nicht wirklich was Spannendes zu erzählen hatte. Auf ihre Fragen folgten immer nur wenige Sätze und gemeinsame Themen blieben Mangelware. Die Zeit bis zum Dessert wurde daher zur Geduldsprobe.
Wenn ein Kontakt positiv startet und sich die Kommunikation per E-Mail angenehm entwickelt, ist es ratsam, nicht zu lange zu warten, bevor man telefoniert. Die Stimme und die Art zu sprechen ist ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von Sympathie. Wer das Risiko einer Enttäuschung beim ersten Date klein halten will, sollte also immer vorher zum Hörer greifen. Außerdem eignen sich für diesen Anlass auch Treffpunkte besser, die einen nicht gleich über mehrere Stunden fest binden. So nüchtern es klingen mag, aber das erste Treffen ist eigentlich nur dazu da, das Bild, das man sich von einer Person gemacht hat, mit dem Erleben in der Realität abzugleichen und zu schauen, ob die Chemie zwischen beiden stimmt und mir das Gegenüber auf allen Ebenen sowie im Gesamteindruck sympathisch ist. Ziel ist also: Ist soviel Sympathie da, dass es ein zweites Treffen überhaupt gibt? Dafür eignen sich auch kürzere, lockere Verabredungen wie ein Glas Wein im Bistro, ein Kaffee am Sonntagnachmittag, ein Spaziergang, der Besuch einer Ausstellung, das Schlendern über den Weihnachts- oder den Flohmarkt. Springt der Funke über, kann jederzeit verlängert oder sich ganz schnell wieder getroffen werden.
Geflügel-Consommé, bitte!!! Oder vielleicht doch einfach "Hühnersuppe"?!
Nicht das fehlende Telefongespräch ist Schuld, sondern das zig Gänge-Menu im ersten Date, da man bei "Nichtgefallen" nicht einfach gehen kann. Ein persönliches Treffen ist dem Telefonat auf jeden Fall vorzuziehen, da man einen viel objektiveren und damit besseren Eindruck über die Person bekommt und man auf diese Weise auch leichter Gesprächsthemen als im anonymen Telefonat findet.
Vielleicht meinte Sie ja doch "Geflügelkonsum"…
Da helfen auch die Gelben Seiten nicht weiter…
Eines vorweg: Selten genug starten unsere angeblich doch so modernen Frauen die erste Partneranfrage. In diesem wichtigen Detail sollte ihr Artikel für alle Singlefrauen ein Vorbild sein!
Ich plädiere in jedem Fall auch dafür, vor einem ersten Treffen schon einmal miteinander telefoniert zu haben! Das schafft zusätzliche Vertrautheit und kann ein interessanter Test sein, wie gut man überhaupt miteinander ‘reden’ kann. Immerhin.
Dennoch meine ich, man kann vielleicht mit einem Vorab-Telefonat unliebsame Überraschungen hinsichtlich eigener Erwartungen für das eigentliche Treffen einigermaßen minimieren. Ich halte es aber für grundsätzlich falsch, nur wegen eines "mittelmäßigen" Telefonats den Kontakt sofort zu beenden. Das würde mir sehr von Intoleranz und Vorurteilen zeugen! Durch so eine Vorgehensweise wird man dem potentiellen Partner wohl nie die Chance geben können, sich step by step einzustellen. Da dürfen sich gerade die typischen Single-Karriere-Frauen nicht wundern, wenns nicht klappt. Die hohen Ansprüche an den ‘TraumMann’ wird so im realen Leben kaum einer mehr erfüllen können. In diesem Fall folgen meistens nur Frustration und Enttäuschung – und zwar auf beiden Seiten.
Ich bin außerdem der Meinung, dass das geschriebene Wort über das Wesen eines Menschen schon sehr sehr viel preisgibt; natürlich immer unter der Voraussetzung, dass EHRLICH miteinander umgegangen wird. Das schließt jedoch nicht aus, dass man gegenseitig, sei es im eigenen Profil samt Foto, über den Erstkontakt per Mail bis hinein in die Kennenlern-Phase, jeweils immer bestrebt ist, sich möglichst von der besten Seite zu zeigen! Und das ist auch gut und legitim, um damit füreinander Attraktivität und Spannung zu erzeugen und zu erhalten. Wer will schon mit Langeweile, oder noch schlimmer, mit Problemen in ein Kennenlernen starten?
Trial and error…sowas macht man nur einmal.
Mit einigen Dates habe ich mich auch das erste mal im Restaurant getroffen. Aber wir haben immerhin vorher telefoniert. Es ist schon wichtig, vor dem ersten Treffen mal die Stimme des anderen zu hören und ob man sich überhaupt was zu sagen hat.
Telefonieren als Muss? Das sehe ich nicht so. Mit fremden Menschen angenehm telefonieren liegt mir zumBeispiel gar nicht. Ich sehe gerne die Reaktionen meines Gesprächspartner, mir fällt charmante und geistreiche Kommunikation im Treffen viel leichter, am Telefon wirke ich eher schüchtern und einfallslos. Ich glaube daher nicht, dass man diesen Blog-Tipp verallgemeinern kann. Und wer will gleich seine Telefonnummer weitergeben? Ich bevorzuge ein kurzes Treffen.
Telefonieren,..ein muss,..auf alle Fälle man sollte doch schon ausloten ob das Gegenüber zumindest ein wenig die gleiche Wellenlänge fährt. Allerdings sollten meiner Meinung nach da schon einige Telefonate statt finden. Allerdings würde ich mich auch nie wieder mit einer Person treffen von der ich noch kein Bild gesehen habe,.. oberflächlich?? kann sein aber auch das Äussere spielt doch ein klein wenig eine Rolle,oder etwa nicht? Mein Gegenüber muss nicht schön sein ,darf ruhig Macken haben, aber 5 cm kleiner wie ich, halbglatze,cordhose und haferschuhe…passt einfach nicht zu mir. Hätte mir das erste Date und ihm Herzschmerzen ersparen können…
KLAR VORHER telefonieren… stellt euch vor, sie/er hat einen Slang, der dich aggressiv macht
Soll ja vorkommen!
Mir hat das Telefonat nicht nur eine lange Anreise erspart, sondern auch einen Abend Besserwisserei.
Ich denke auch, ein – wenn auch kurzes Telefonat – ist unerlässlich…um die Mails einer Stimme zuordnen zu können einfach
Problem ist, dass ein kurzes Treffen -für den Fall des nicht übergesprungenen Funkens – bei teilweise 300 km Distanz zwischen den potentiellen Kandidaten so ne Sache ist…
Ich kann nach der Stimme eines Menschen und seiner Erzählung relativ gut erkennen, ob es eine Harmonie zwischen uns geben kann. Ich finde deswegen ein Telefonat sehr ratsam. Überraschungen sind natürlich immer möglich.
Telefonieren vor dem ersten Date? Fuer mich keine Frage. Wie hoert sich der andere an? Selbst wenn man sehr aufgeregt ist, kann man sehr viel an der Stimme erkennen.
Ich lebe im Ausland und harre hier der Dinge, die da auf mich zu kommen. Ein Treffen ist daher schon sehr schwierig.
Als andere Alternative bietet sich skype an. Computer, Internetzugang, Kamera und schon kann man sich mit seinem Gegenueber nicht nur unterhalten, man kann sich auch schon einen ersten Eindruck verschaffen. Und dabei gleich feststellen, ob bei den Bildern gemogelt wurde oder nicht.
Und das Ganze kostet nichts.
Ansonsten wuerde ich bei einem solchen Reinfall doch versuchen, das Ganze schnell zu beenden und nicht mehr bis zum Dessert warten.
Telefonieren vorher ist bestimmt sinnvoll, die Gründe sind ja schon vielfach genannt worden. Allerdings würde ich ein erstes Treffen nie überbewerten, da auch vieles, was vielleicht nicht optimal gelaufen ist, der Aufregung geschuldet sein kann. Deswegen würde ich mich auch nie gleich zum Dinner im Restaurant verabreden, da man sich dort gleich "knallhart" gegenüber sitzt und wenig Ablenkung durch die Umgebung hat. Ich würde eher einen Spaziergang, Weihnachtsmarkt, etc. bevorzugen, weil man (und frau auch) sich dort lockerer geben kann. Und die Reize der Umgebung können ja auch Gesprächsthemen liefern…
Auch ich versuche, vorab zu telefonieren, um zu sehen, wie er sich ausdrückt und anhört. Jedoch hab ich mir dafür eine Prepaid-Karte gekauft, da ich nicht so schnell meine Handynr. rausgeben möchte.
Alles Mailen und Telefonieren nützt nix, wenn der Typ nicht ehrlich ist. Statt "ein paar Pfunden zuviel" saßen 50kg Übergewicht vor mir, die sich zur Begrüßung nicht mal erheben konnten… Auch das Gespräch verlief eher schleppend, Impulse kamen ausschliesslich von mir, die Antworten waren verschwommen bis ausweichend.
Also habe nach dem Apérol in der Treffpunktbeiz das anschließend geplante Abendessen kurzerhand abgesagt. Der Herr war zwar bass erstaunt, hat’s aber mit Fassung getragen.