Keine Chance dem Singleblues: Autorin Angela Meier-Jakobsen bricht eine Lanze fürs Singleleben. Verwandeln auch Sie Ihr halb leeres Glas in ein halb volles!
Die attraktive Hamburger Ressortleiterin einer Frauenzeitschrift ist seit sechs Jahren Single. Kein Grund für sie, Trübsal zu blasen. Im Gegenteil: Sie ist zufrieden und optimistisch. Gut, sie ist noch mit 32 Jahren jung und man könnte sagen, dass ihr noch alle Türen offen stehen. Dennoch sind sechs Jahre mehr als ein halbes Jahrzehnt und diese lange Strecke lebt die Redakteurin bereits ohne Partner.
Angela Meier-Jakobsen hat nun ihre nicht vorhandene Not zur Tugend gemacht und ein Buch über die Vorzüge des Singlelebens geschrieben: 111 Gründe, Single zu sein. Mit ihren Gedanken im Buch will sie nicht das Single-Dasein über das Paarleben erheben. Sie selber wünscht sich auch wieder eine Partnerschaft, wenn ein passender Mann in ihr Leben schneit. Nur will die Autorin ein Zeichen setzen gegen das oftmals entgegengebrachte Mitleid von außen, die Stigmatisierung von Singles in manchen Kreisen oder das selbstempfunden Leid vieler Single. Das Glas kann halb leer oder halb voll sein. Das ist eine Lebenseinstellung und kann einen das Leben negativ betrachten lassen oder positiv einfärben.
Singlephasen sind heute in den meisten Biografien normal und treten sogar bei vielen öfters im Liebesleben auf. Das wird in Zukunft sogar noch zunehmen. Denn die Beziehungsfluktation steigt an. Trennungen mehren sich und langjährige Beziehungen von 30 oder 40 Jahren sind nicht mehr dem größten Teil Liebender beschert. Damit werden Singles auch in allen Altersbereichen und Generationen mehr und selbstverständlicher. Gerade in der Generation 50plus kommt es im Vergleich zur den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zu mehr Trennungen.
Daher ist jedem Single gut geraten, seine Phase ohne Partner positiv zu gestalten und innere Zufriedenheit zu erlangen, anstatt sich von einem Tag zum nächsten zu hangeln in der Hoffnung, dieses Tal des Jammers hat möglichst bald ein Ende. Wer sich so fühlt und denkt, lebt mit seiner Energie nicht im Hier und Jetzt, sondern zerrt nur von der Hoffnung, bald wieder zu zweit zu sein. Das ist verschenkte Lebenszeit. Da ist doch so ein Mut machender kleiner Ratgeber ein netter Anlass, sich aufzuraffen, um das Glas halb voll zu sehen. Natürlich kann es gemütlicher sein, an einem Novembersonntag kuschelt in den Armen des Liebsten aufzuwachen. Das will keiner bestreiten. Aber es hilft, auch der Zeit etwas Gutes abzugewinnen, in der man nicht über die umherfliegenden Socken des Partners genervt sein muss, in der keine Rasierstoppel im frisch gewienerten Waschbecken rumfliegen, in der ihm zu Liebe zum langweiligen Spieleabend zugesagt wurde und mal wieder ein Anruf kommt: „Du, es wird heute leider später, wir haben noch ein Meeting. Geh doch schon mal zu Uschi und Georg vor, ich komme nach. Und wartet nicht mit dem Essen auf mich.“