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Mein Leben bei ElitePartner
Mein Leben bei ElitePartner (Kategorie: Trennungsblog)
... vom Offline-Status hinein in die bunte Online-Welt der Partnersuchenden.

Heute geht es nicht um Trennung. Höchstens um meine und was ich so mit meiner Zeit danach mache. Die Antwort? Ein gewisser Teil geht für Deutschlands coolste Online-Partnervermittlung drauf .

So, ich habe ja vor einigen Wochen mich bei ElitePartner angemeldet. Ja, tatsächlich. Arbeit und Privates, ich weiß, ich weiß … und Ihr habt recht. Aber was bot sich mehr an? Immerhin arbeite ich für die Jungs. Also wurde ich zu einem von Euch, zu einem "ElitePartner".

Es war gewöhnungsbedürftig, dieses ausfüllen des Persönlichkeitstests, der irgendwie nie die ganz richtige Antwort für mich hatte. Dann wurde ich zu einer Chiffre gepresst, füllte meine Interessen aus und ging stöbern. Es war ungewohnt, die anonyme Welt der Partnervermittlung. Indem niemand weiß wie ich aussehe, keiner Blickkontakt zu mir herstellt und ich niemandem einen Drink spendieren kann. Aber andererseits war es auch irgendwie befreiend. Ich hasste nämlich schon immer diese Singlekneipen und Gespräche in denen man so tun musste, als wolle man NICHT eine neue Partnerin. Also gab ich dem Internet eine faire Chance. Auch wenn ich hier nur eine Nummer war. Nur um festzustellen, dass ich immer eine ganz falsche Vorstellung vom Netzwerk hatte. Keine Bilder, dafür Personen, die mit mir übereinstimmten. Profilmäßig. Ich verfluchte meine mangelhafte Beschäftigung mit dem Persönlichkeitstest bereits nach fünf Minuten. Ich fragte mich deshalb, ob ich eigentlich jemanden wollte, der so ist wie ich und entschied mich für ein klares "NEIN". Damit ließ ich die Punktvergleiche erstmal hinter mir. Und ging los (rein virtuell, versteht sich) und begann einfach die Frauen meiner Postleitzahl durchzusehen. Nach einer halben Stunde war ich überzeugt, dass Partnersuche im Internet nicht meine Welt ist. Vielleicht war ich auch einfach noch nicht lange genug Single. Aber als ich gerade aufgeben wollte, stolperte ich über das Profil von Anna (ich nennen sie jetzt einfach mal Anna, auch wenn sie gar nicht so heißt). Sie behauptete, im früheren Leben eine Schildkröte gewesen zu sein, las Hariku Murakami und mochte asiatisches Essen. So far so good. Und wir lasen dieselbe Zeitung. Zwar bevorzugte sie das Loft und ich die High Tech-Bleibe, aber ich gebe zu, das Loft hatte mich auch gereizt. Im Beruf kam sie aus dem kreativen Umfeld. Die verschwommenen Umrisse ihres Bildes versprachen ein Lächeln.

Ich warf mich also in die Tasten und schrieb – anstatt euch einen neuen Blog zu bescheren – eine nette Nachricht an Anna.  Ich schrieb noch eine zweite Nachricht an dem Tag an jemanden, der ein süßes Zitat im Profil hatte, aber die schrieb nie zurück und hatte sich seit drei Wochen nicht eingeloggt.

Anna schrieb zurück. Oh ja. Und zwar nicht uncharmant. Witzig und mich nicht völlig ernst nehmend, was mir irgendwie gefiel. Ich neige selbst nicht dazu, mich zu ernst zu nehmen. Wir schrieben hin und her. Die Bilder wurden bald freigeschaltet, was ihr dieses merkwürdige Bild, unter dem ihr mich ja auch alle kennt, einbrachte. Ich hingegen fand heraus, dass sie eine kleine, blauäugige Blondine war, die auf jedem Bild zu lachen schien. Ich mochte das Lachen. Ich mochte, dass die Augen mitlachten. Also warf ich mich ins Zeug. An dem Tag an dem wir uns verabredeten, kamen dann zwei weitere Anfragen von anderen EP-lerinnen. Man hatte mir eigentlich erzählt Frauen würden in der Regel keine Männer anschreiben. Aber so falsch kann man liegen. Beide, muss ich sagen, waren etwas zu offensiv für meinen Geschmack. Und ich nicht ihr Typ. Nr. 1: In ihrer ersten Mail schrieb sie nämlich gleich alles, wie Männer nicht sein sollten. Aber ich fand ohnehin, dass Anna und ich jetzt erstmal herausfinden mussten, wo das enden würde.

Und so traf ich Anna. In der Schanze auf einen Happen Sushi in meiner bevorzugten Sushibar. Und wie es von da an weiter ging und was das alles mit Trennungen zu tun hat, lest ihr nächste Woche.


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