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Männliche Shopping-Geheimnisse
Männliche Shopping-Geheimnisse (Kategorie: Partnersucheblog)
Männer beeindrucken gern durch Statussymbole. Warum? Um so die Aussichten auf Sex zu steigern!

Des Mannes wahr gewordener Albtraum ist ein Samstagnachmittag im Schuhgeschäft mit der Freundin und ihrem Wunsch, noch schnell nach einer neuen Jeans zu schauen.
Doch auch Männer haben Shoppinggelüste. Nur sind ihre Motive andere wie auch die Objekte der Begierde. Neulich hörte ich zwei Männer im Café an der Alster über Uhren schwärmen. Begeistert zeigte der eine sein neues Schmuckstück. Der andere berichtete, mit welchem neuen Modell er liebäugeln würde und fragte, wo er ein Straußenlederarmband für sein TagHeuer-Modell bekäme. Dass Männer teuer einkaufen können, ist bekannt. Laut Studien sollen sie damit ihre Ernährerqualitäten demonstrieren. Die Evolutionspsychologie hat dafür natürlich eine gute Erklärung. Klar, wer den Porsche bar bezahlt, der demonstriert damit finanzielle Potenz. Doch was sagt schon eine Rolex am Arm aus, die auf Pump gekauft wurde?

Nun haben die US-Psychologen Jill Sundie von der University of Texas eine Studie durchgeführt und eine Erkenntnis dazu gemacht, die wir alle irgendwie schon wussten: Was der Nachtigall ihr Federkleid, dem Hirsch sein Geweih ist dem Mann sein röhrender Porsche. Ersetzten wir das Auto durch ein x-beliebiges Luxusobjekt, ist das Fazit: Männer gehen gern teuer einkaufen, um Frauen zu beeindrucken.
Olle Kamelle? Nicht ganz! Bisher wurde die obige Erklärung dafür angeführt. Die Studie sagt nun, dass die Shoppinglust Männern schnellen Sex sichern soll. Und beweist, dass dies auch funktioniert -  allerdings nur bei Frauen, die das Gleiche wollten.

Das Untersuchungsdesign war als Marktforschung getarnt. Das Kaufverhalten von Männern wurde in zwei Varianten abgefragt. Einmal wurde ihre Aufmerksamkeit auf eine kurzfristige romantische Geschichte gelenkt und im nächsten Schritt auf eine langfristige Partnerschaft. Das Kaufverhalten veränderte sich deutlich. Im ersten Fall ließen sich Männer eher zum Luxus-Shopping hinreißen. 
Der Evolutionspsychologe und Marktforscher Gad Saad von der Concordia University im kanadischen Quebec fasst die Ergebnisse der Studie über Produkte als sexuelle Signale so zusammen: "Die Studie zeigt elegant, dass dieses Balzritual besonders effektiv für kurze Affären eingesetzt wird. Männer lassen sich besonders dann zu auffälligem Konsum hinreißen."

Und Frauen wissen es, die männlichen Statussymbole korrekt zu bewerten. Verschleudern Männer viel Geld für Luxusobjekte, ist das ein Zeichen für Erfolg. Das verspricht Frauen einen materiellen Vorteil. Laut Tony Little von der University of Stirling in Schottland beeindruckt eine solche Prasserei aber nur auf der Suche nach flüchtigen Flirts und nicht diejenigen, die nach einem Partner mit Versorgerqualitäten für eine langfristige Beziehung suchen.
So weit so gut. Wenn Sender und Empfänger die Signale richtig zu interpretieren wissen, dann kommt es wenigstens nicht zu Missverständnissen.


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