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“Macho Macho”- wie “Frau” am besten mit ihnen umgeht
“Macho Macho”- wie “Frau” am besten mit ihnen umgeht (Kategorie: Kennenlernen)
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Machos: Sie wehren sich tapfer gegen Metrosexualität, Emanzipation ist ein Fremdwort, die Pflege der Männlichkeit dagegen eine Lebenseinstellung. Tatsächlich übt diese Spezies Mann eine gewisse Anziehungskraft auf die Damenwelt aus. Doch es gibt auch genügend Schattenseiten. Welche, erfahren Sie hier.

"Macho, Macho", heißt ein bekannter Song, der so ziemlich alle Klischees auflistet, die einem bei diesem Begriff einfallen. Allzu gut kommen die Machos nicht weg. Das ergab auch eine Umfrage eines Wissenschaftsmagazins: Satte 90 Prozent aller Befragten gaben an, Machos nicht zu mögen. Imponiergehabe, Überheblichkeit und Sexismus sind die Haupt-Attribute, die mit Machos verbunden werden.
Auch Single-Coach Lisa Fischbach bestätigt: "Ein Macho ist umgangssprachlich ein Mann, der sich stark an den traditionellen Bildern der männlichen Geschlechterrolle orientiert." Immer im Gepäck: Prestigeträchtige Statussymbole. In vielen Kulturen sind extrem männlich betonte Verhaltensweisen durchaus angesehen. Neben dem gesellschaftlichen Einfluss ist laut Lisa Fischbach das soziale Umfeld, familiäre Vorbilder und die Erziehung mitbestimmend, wie viel Macho in einem Mann steckt.

Machtkämpfe mit Mr. Macho

Powerfrau Renee (34) war von ihrem Ex und seinem Machogehabe ziemlich genervt: "Ich wünschte mir einen Partner auf Augenhöhe, der mich gleichberechtigt behandelt." Problem: Unabhängige und dominante Frauen kommen nur selten mit Machotypen klar. Da sind Machtkämpfe vorprogrammiert, weiß auch Psychologin Lisa Fischbach: "Schnell entsteht das Gefühl, von dem offensiven und bevormundenden Verhalten des Machos diskriminiert und in seinem Verhalten eingeschränkt oder nicht ernst genommen zu werden." Ein No-Go für emanzipierte Frauen.
Erschwerend hinzu kommt, dass viele Machos zu frauenverachtenden Verhaltensweisen, Gesten und Sprüchen neigen. Für viele Frauen ein K.o.-Kriterium bei der Partnerwahl. Doch es gibt auch Frauen, die einem solchen Verhalten tatsächlich etwas abgewinnen können. Wirklich? Wirklich! "Wer sich in einer eher konservativen, weiblichen und angepassten Rolle wohl fühlt und wenig wert auf Selbständigkeit und Gleichberechtigung legt, ist an der Seite eines Machos gut aufgehoben", erklärt Lisa Fischbach. Mit einem Macho ist das Leben klar gegliedert, denn die Rollen sind eindeutig verteilt. Manchen Frauen gelingt es auch, sich in gewissen Lebensbereichen zumindest zeitweise mit einem Macho an ihrer Seite zu arrangieren. Auf Dauer ist das jedoch kaum für sie tragbar. Wann und wie viel Macho-Attitüde nervt, muss jede für sich selbst herausfinden. Die individuellen Toleranzschwellen sind unterschiedlich.

Wozu Machos gut sind

Frauen, die sich gerne führen lassen, sexuelle Dominanz bei Männern schätzen und sich durch draufgängerisches wie offensives Verhalten von Männern beeindrucken lassen, finden also tatsächlich Gefallen an diesem Männertypus.
Auch Renee vermisste bei den Männern, mit denen sie sich nach der Trennung traf, die beschützende Art und die Selbstverständlichkeit, mit der ihr Ex ihr gewisse Arbeiten abnahm. "Er war ein Gentleman, der immer ungefragt bezahlte, wenn wir essen gingen und sich um alles kümmerte." Etwas verlegen fügt sie hinzu, dass er auch in sexueller Hinsicht um einiges spannender war als sein Nachfolger.
Dennoch ist sie froh, ihn los zu sein. Sämtliche "Erziehungsversuche" fruchteten nämlich überhaupt nicht. Klar, wenn die Wünsche jenseits der männlichen Rolle liegen, wird ein Macho darauf nicht eingehen können. Deshalb warnt Lisa Fischbach: "Als Frau sollte ich mir vorher gut überlegen, ob ich mit dem Beziehungsangebot eines Machos glücklich werden kann und ob dies meinen Bedürfnissen entspricht." Kein wirklicher Macho ist es wert, sich damit aufzureiben, ihm Nachhilfestunden in Gleichberechtigung und Wertschätzung zu geben. Also lieber gleich die Finger davon lassen.

Mancher Macho ist nicht echt

Aber Macho ist nicht gleich Macho. So ein Gehabe kann auch nur Fassade sein. "In bestimmten sozialen Zusammenhängen oder im Rahmen von Gruppendruck kann übertriebenes Imponiergehabe gefördert werden", erklärt Psychologin Lisa Fischbach. Deshalb ist ein Blick hinter die Kulissen oft lohnenswert. Manche Männer kaschieren damit auch ihre Unsicherheit. Schließlich bietet diese Klischeerolle klare Verhaltensweisen. Im privaten Umfeld sind die größten Machos dann allerdings oft ganz handzahm.
Renee hat jedenfalls inzwischen einen ganz guten Blick dafür entwickelt, wie viel Macho tatsächlich in einem Mann steckt. "Ein bisschen ist ok. Aber nur, solange es sich in Grenzen hält", sagt sie schmunzelnd. Sie mag Männer, die sich ihrer Männlichkeit bewusst sind und "echte Kerle" sind. Aber das ist natürlich etwas ganz anderes als ein typischer Macho. Ein richtiger Mann zeichnet sich nämlich durch Selbstbewusstsein aus – und nicht durch Machogehabe.

 

 

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