Frauen brauchen meist länger, ihren Kummer zu überwinden.
Immer wieder werde ich in meiner Praxis gefragt ob Männer und Frauen unterschiedlich trauern. Und ob! Frauen brauchen vor allem meist länger, um ihren Kummer zu überwinden. Männer sind schneller offen für etwas Neues.
In der Regel ist es so, dass Frauen mit mir ihre Trauer bearbeiten wollen und dass wir nach langer Zeit, wenn es seelisch passt, gemeinsam, Schritt für Schritt das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen wieder aufbauen. Im Allgemeinen möchten diese Frauen zunächst keinen neuen Partner haben. Eher wollen sie, auch wenn die Trauer allmählich nach lässt, noch eine Weile alleine sein, um Luft zu holen und sich über sich selbst klarer zu werden.
Sie möchten Zeit und Raum gewinnen und lassen sich bereit willig auf ein längeres Coaching ein, weil sie über sich und das Leben etwas lernen möchten. Sie wollen stark sein und nicht wieder in alte Muster rutschen. In einer neuen Beziehung, die vielleicht irgendwann kommt, wollen sie nicht wieder so abhängig sein wie vorher. Ihnen ist es vielmehr wichtig, sich dann weiterhin mit ihren Freundinnen treffen zu können und vor allem nicht wieder die gleichen Fehler zu machen, die ihrer Meinung nach zum Scheitern der vorausgegangenen Beziehung geführt haben.
Sie kommen in meine Praxis und nutzen zunächst jede freie Minute von mir. Rufen zu jeder Tages und Nachtzeit an. Kommen am liebsten zweimal in der Woche. Die Schuld am scheitern der Beziehung suchen sie jedoch meistens nicht bei sich selbst, sondern bei anderen.
Das hört sich dann beispielsweise so an: "Meine Frau hat mich verlassen. Der Neue vögelt sicherlich besser als ich." (Interessanterweise ist es in sieben Jahren Praxis nicht ein einziges Mal vorgekommen, dass eine Frau mir anvertraut hat, sie habe ihren Mann verlassen, weil der Neue im Bett mehr geleistet hat.)
Viele Männer empfinden den Verlust einer Partnerin als persönliches Versagen. Die meisten männlichen Klienten in meiner Praxis haben die Gottesgabe, sich schneller als jede Frau wieder sexuell einer neuen Ersatzpartnerin anzunähren und finden dadurch schneller wieder Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Darum beneide ich die Männer!
bin entsetzt und verletzt
" Männer suchen die Schuld bei anderen …
der Neue vögelt besser …… "
das Übliche wie wir Männer heutzutage in eine Ecke gestellt werden
auf solchen psychologischen Beistand kann ich gerne verzichten
Gruß Manfred S. FA Urologie
Ist es nicht so das wieder freie Männer sofort auf dem Radar der schon lange einen vernünftigen Partner suchenden Frauen erscheinen um erbarmungslos angebaggert zu werden ??
sorry aber da hat er vollkommen recht
Meiner Erfahrung nach ist es in der Tat so, dass Männer im Verhältnis zu Frauen doch recht schnell wieder eine Beziehung – und sei es nur eine rein sexuelle – eingehen. – Da kann ich hier auf EP auch nur kopfschüttelnd immer wieder all jene "wegklicken", die mit Status "getrennt lebend" ganz offensichtlich und offenherzig eine neue Beziehung anstreben.
In meinen Augen ein doch etwas….. nun, fragwürdiges, wenn nicht sogar promiskes Beziehungsverhalten. Die eine Beziehung noch gar nicht richtig abgeschlossen, aber Hauptsache gleich die nächste angefangen.
Gottlob sind nicht alle Männer so gestrickt, wie natürlich auch leider nicht alle Frauen intelligent und reif genug sind, den Abschluß einer Beziehung erst einmal vollständig zu verarbeiten, bevor man eine neue beginnt.
Da kann man nur für beide Seiten hoffen, dass auch immer der richtige Topf zum passenden Deckel findet…..
Ich bin der Meinung, dass wir uns vom sog. "Schubladendenken" verabschieden sollten. Jeder Mann und jede Frau ist anders. Männer wie Frauen können schnell wieder einen anderen Partner haben, um die "alten Fehler" zu verdrängen.
Umgekehrt kann eine neue Bindung erst nach einer längeren Phase der Reflexion erfolgen, egal ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt.
Die Art der Handlung wird sicherlich von der Erziehung mitbestimmt und hat mit den eigenen "Werten" zu tun.
Mein Mann und ich leben seit drei Jahren getrennt,und keiner von uns beiden weiß,ob wir uns scheiden lassen sollen,oder ob wir es noch einmal miteinander probieren sollen. Eine richtige Aussprache hat es bis heute nicht gegeben,sobald er über seine Gefühle reden muss,zieht er den Schwarz ein.In Bezug auf Aussprache kommt von ihm gar nichts.Ich will doch bloß Klarheit mehr nicht.
Der Artikel wechselt mittendrin vom Verhalten von Frauen zu dem von Männern – aber ohne dies deutlich zu machen (die Einleitung spricht von Frauen, plötzlich beschweren sich "die" dann über die weggelaufene Frau und der Neue sei besser im Bett?).
Hi,
leide im Moment an einer ganz seltsamen Sachen. Hatte zu Beginn eine Affäre mit einer Frau, die in einer Beziehung ist und nun haben wir uns beide verliebt. Sie ist jedoch in einer Beziehung, möchte sich aber trennen, aber möchte Ihren Freund nicht so einfach da sitzen lassen (5 Jahre Beziehung). Ihre Beziehung war jedoch nicht das was sie sich vorgestellt hatte…
Nun will sie erst einmal Abstand von mir um mit Ihm alles zu klären und dann Schluss zu machen. Nur ich habe ehrlich gesagt Angst, dass sie mich verlässt, wobei ich davon icht ausgehe. Einerseits denke ich mir ich sollte ihr treu bleiben mit meinen Gefühlen, weil ich sie wirklich liebe und sie mich auch, andererseits bräuchte ich Ablenkung (viell. eine neue kennenlernen) um mich zu schützen, falls sie nicht zu mir kommen sollte. Wie dem auch sei, ich denke das Männer stark leiden, so wie ich im Moment, obwohl ich in keiner Beziehung bin, aber die Tiefe der Gefühle ist das wichtigste. Was denkt ihr?
@Ray
…ich habe mir Deine Situationsbeschreibung jetzt einige Male durchgelesen und auf mich wirken lassen…. –
Und ich kann mich des Eindrucks leider nicht erwehren, dass…. – na ja, wie soll ich sagen… – spontan kam mir der Gedanke: So jemand wie Dich würde ich nicht in meinem Umfeld haben wollen… –
Warum nicht? – Der Satz: "Vielleicht jemand anders kennen lernen, um mich zu schützen, falls sie nicht zu mir kommen sollte…" – Da drängt sich mir der Eindruck auf, dass Du nötigenfalls einen anderen Menschen einfach nur benutzt, also gar nicht darüber nachdenkst, dass Du mit Deinem Verhalten bei anderen möglicherweise Schaden anrichtest, dass es Dir in erster Linie nur um Dich selbst, um Dein Wohlbefinden, um DEINE Gefühle geht. – Wie andere empfinden könnten, scheint mehr als nur zweitrangig zu sein.
Vielleicht spürt "Sie" das ja instinktiv und will deshalb erst mal Abstand zu allen und allem, um auch sich selbst, ihre Gefühle Dir gegenüber und ihrem Noch-Partner gegenüber auf einer möglichst unabhängigen Basis reflektieren zu können.
Für mein Empfinden ein wesentlich reiferes, verantwortungsbewussteres und vor allem rücksichtsvolleres Verhalten, als sich nahtlos in die nächste Beziehung zu stürzen.
Ich kann mich dem Beitrag über das Verabschieden vom Schubladendenken nur anschließen.
Meine ex-Partnerin hat mir die ganze Schuld an unserer Trennung zugeschoben. All die Artikel in Cosmopolitan und Elle, ihren Lieblingszeitschriften, die sich mit dem Thema "Wie werde ich ihn am schnellsten los" haben sich ausgezahlt. Ich finde es schon bezeichnend, dass nur das Thema schmerzfreie Trennung nicht aber, wie rette ich meine Beziehung die immerhin 8 Jahre gedauert hat, angesprochen werden.
Vielleicht eine Frage an die Frauen in dieser Runde, ist das ein Teil des neuen Verständnisses der Frau, lieber einen Schlußstrich zu ziehen bevor man sich mit, sicherlich belastenden, Korrektur der Beziehung auseinandersetzt?
@ Ron,
vielen Dank für die Worte, die mir aus der Seele sprechen! Allerdings, so denke ich, betrifft dies sicher auch Frauen, die in dieser Art von Ihren Ex-Partnern behandelt/abserviert wurden…
Und zu der Aussage "Männer suchen die Schuld bei anderen …
der Neue vögelt besser …… " möchte ich nur sagen, dass es wohl sicherlich in Ihrer Praxis zu solchen Äusserungen gekommen ist, dies aber eher auf Männer zutrifft, die (wenn sie wirklich so denken) nach diesem gesagten Satz in meinen Augen unsichere kleine Männlein sind, die in diesem Moment Ihre Unfähigkeit klar zu denken verloren haben und Gott sei Dank betrifft dies nur wenige Männer. Deshalb hätte die Autorin diese Aussage gegenüber der Männer in diesen Beitrag auch ruhig weglassen können…
Schöne Grüße
Was soll ich sagen. Ich habe meinen Mann verlassen, nachdem er sich von mir getrennt hatte, aber später zu mir zurückkam. Er hatte wohl Angst vor seiner ungewissen Zukunft mit der anderen Frau. Es war nicht die Liebe zu mir, die Ihn mir zurückgebracht hat. Ich bin seit 10 MOnaten ausgezogen. Bereits einen Monat später hatte er per PV neue Frauen. Seit 6 Monaten wohnt er mit einer Frau zusammen. Mich will er besiegen und noch am Boden sehen. Was habe ich ihm getan. Ich bin alleine und hoffe es klingt nicht verbitter.
Bin ich eigentlich eine Frau? Als meine Freundin mir mitteilte, dass sie sich im Urlaub in jemand anderen verliebt hat, und sich nun trennen wollte, stand ich wie unter Schock. Die darauf folgenden Wochen waren für mich eine große Qual. Ich fühlte, als sei mir mein Herz aus dem Leib gerissen, mir war schwindelig, mir war übel, ich wollte kaum was essen und ich musste immerzu nur heulen. Auch heute, nach 4 Monaten durchzuckt mich ein dunkles Trauergefühl, alleine wenn ich die Stadt auf einem Straßenschild lese, aus der sie kommt.
Zuerst zu Gerd:
nein, ich finde es eher beruhigend, verzeih, daß es auch Männern offensichtlich mal so richtig die Füße wegziehen kann, wenn sie verlassen werden. Ich habe mich vor knapp eineinhalb Jahren just hier bei EP ziemlich sehr verliebt, die Geschichte war aufgrund mißlicher, nachvollziehbar schwieriger Umstände für ihn aber sehr kompliziert und so hat er nach 7 Monaten Schluß gemacht. Wobei er bis zuletzt sehr viele double binde messages gesendet hat. Ich kann nur sagen, ich bin bis heute nicht wirklich drüber weg.
Es ist ja schön, wenn Männer eher in der Lage sind, sich auf zu neuen Ufern zu machen. Und das ist etwas, worum man sie ja durchaus beneiden kann und ich habe mir schon oft in meinem Leben gewünscht, wenigstens ein bißchen weniger lange in meinem Gram zu versinken. Aber öfter hat man leider das Gefühl, daß es eben nicht nur eine positiv-konstruktive Problemlösung von Euch Männern ist, wenn Ihr Euch, zack, in die nächste Story stürzt. Habt Ihr mal drüber nachgedacht, wie wahnsinnig schmerzlich und verletzend es ist, wenn man so von heut auf morgen von einer anderen "ersetzt" wird?! Und noch viel schlimmer, wenn diese Frau nicht sehr ehrlich mit sich selbst ist, dann sind Männer damit ohne Rücksicht auf Verluste und Gefühle anderer tatsächlich nur auf einem Ego-Trip, der sie nur ja davon abhält, auch mal in sich gehen zu müssen und sich möglicherweise beschissen zu fühlen.
Überhaupt, wenn man das hier so liest wird einem mal wieder mit Schrecken klar, wieviele (Männer und manchmal auch Frauen) mit recht wenig Verantwortungsgefühl und Sensibilität, dafür umsomehr grundsätzlicher Lieblosigkeit, durch den Beziehungsdschungel holzen, da kann einen ja frösteln…. Frohe Weihnachten!
Ich habe jetzt schon ein paar gescheiterte Beziehungen hinter mir, allerdings war ich nie derjenige, der die Beziehung beendet hat. Bin bisher immer enttäuscht worden… Und es waren die Frauen, die sich danach gleich in was Neues gestürzt haben. Mir geht/ging es ähnlich wie Gerd. Ich war in der Zeit danach und auch noch Monate später nicht in der Lage mich emotional auf eine andere Frau einzulassen. Ich war wie paralysiert. Mittlerweile glaube ich, dass ich mich scheue etwas Neues zu beginnen… Die Erfahrungen hier bei EP sind diesbzgl. häufig auch nicht sonderlich positiv.
Psychologen, die solch eine oberflächliche Analyse erstellen -wie hier geschehen- können mir gestohlen bleiben und bringen mir keinerlei neue Erkenntnisse!
Dann möchte auch ich dem "Schubladendenken", dass Männer sich schneller mit einer Neuen trösten, am eigenen Beispiel, wiedersprechen.
Meine Frau hat nach 14 Jahren Ehe (zwei Kinder 14+2 1/2) herrausgefunden, dass wir nicht zueinander passen. Der Neue war schon parat und zog wenige Tage nach meinem erzwungenen Auszug bei ihr ein.
Das ist jetzt gut 1 1/2 Jahre her.
Ich habe zwar nach Allem was mir angetan wurde keinerlei Interesse meine Ex zurück zu gewinnen, bin aber trotzdem erst jetzt so ganz langsam in der Lage mich für eine neue Beziehung zu öffnen.
Meine Ex hat sich da wie gesagt deutlich schneller "getröstet".
Soviel zu (Zitat der Fachfrau):"Frauen brauchen vor allem meist länger, um ihren Kummer zu überwinden. Männer sind schneller offen für etwas Neues."
Es ist einfach nicht wahr, dass die Männer schneller aus einer Trennung heraus kommen. Auch glaube ich, dass Männer bei einer Trennung länger und härter leiden. Es mag sein, dass sie eine schnelle Sexbeziehung suchen um sich zu "trösten", was natürlich nicht fair ist. Aber aus meiner dreifachen Erfahrung waren alle drei Frauen innerhalb kürzester Zeit mit einem neuen Partner zusammen, obwohl wir jeweils ein schöne Liebesbeziehung hatten. Ich für mich bin nach über einem Jahr noch unglücklich.
Meiner Meinung und Erfahrung nach ist es nicht eine Frage der Zeit. Es hängt wohl eher damit zusammen wer von beiden sich fragt ob und wie es mit den Gefühlen steht. Mir ging es damals bei der Trennung auch sehr schlecht und ich habe sehr oft geweint. Die Frau hatte aber zu diesem Zeitpunkt schon ihren "Neuen". Wohl aber schon länger gekannt. Ich habe nichts gemerkt. Typisch, denn Liebe macht blind. Bin dann in ein tiefes Loch gefallen und brauchte mehrere Jahre um mich zu fangen. Umgekehrt ist es aber genauso möglich. Man lernt irgendwann jemanden kennen und kann sich verlieben. Sei es nun weil Frau für Komplimente offen ist (zuhause gabs in den letzten Jahren nicht so viel) oder Mann eine warmherzige Frau kennenlernt. Da gibts bestimmt viele Gründe dafür. Es kann nicht jeder nach einem Schema handeln. Wenn er sagt: "Der Neue vögelt wohl besser" ist er sehr verletzt und macht sich Luft. Wenn auch nicht unbedingt sehr geistreich. Machen Frauen es denn anders? "Die Neue ist wohl besser im Bett" oder was auch immer.
Nun bin ich seid Oktober letzten Jahres wieder "Single" und bestimmt nicht glücklich darüber. Wie jeder Andere möchte ich aber wieder jemanden haben, der mich liebt und den (die) ich liebe. Auch wenn ich diesmal schneller bereit für was Neues bin.
Gruß
Mario
Hallo
also ich mache seit Januar diese Pahse mit: Meine Frau hat mich und die zwei Söhne 16 / 20 verlassen. Sie nahm unsere Tochter 5 Jahre mit .
Ihre Aussage zu mir lautet: Ich habe keine Gefühle mehr für dich, liebe dich nicht mehr, brauche jetzt meine Zeit, will das machen was ich will. Sie hat ihren Auszug im Dez. 08 mir auch gegenüber erwähnt, aber ich habe das nich so erkannt.
Na, ich leide sehr darunter und habe durch Gespräche mit ihr versucht, dass sie doch zurückkommt. Aber sie bleibt soo hart mirgegenüber. Habe ihr auch vor ca. 5 Jahren einen Seitensprung verziehen. Wenn meine Tochter alle zwei Wochen zu mir kommt, dann erzählt sie mir immer, dass sie in der neuen Wohnung Angst hat. Deshalb sagt sie meiner Frau immer, sie möcht beim Opa schlafen und so bringt sie unsere Tochter immer zum Opa . Kann dazu nur sagen, dass ich sehr unter der Situation leide, was bei meiner Frau nich so zu erkennen ist. Wir sind übrigens sind seit 24 Jahren verheiratet.
hallo herbert
das ist sehr sehr hart..was du da erleben musst..
nach 24 jahren..habe dieselben worte von meinem ex gehört…vieleicht ist sie in eine depression gefallen… das schlimmste ist auf solch eisig kalte art abgefertigt zu werden..kein reden, heulen etc. möglich..einfach kälte..die einem noch ein 2. mal tötet…kann mir nur sagen..bewahre jeden tag deine eigene wertschätztung..aber die schmerzen sind kaum auszuhalten…vorallem nach so vielen jahren..seitensprung, 3 kinder…. mein ex rief vom flughafen an und sagte, er komme nicht mehr nach hause..ließ all seine sachen 4 monate bei mir und ich war in sorge und schmerzen..durfte nicht wissen wo er wohnt..bis heute..3 monate nach seinem auszug..es gibt dinge ..kaum verstehbar..aber eines tages wissen wir die wahrheit..das ist dann befreihend..
viel kraft..
Meine Freundin (Ex-Freundin) hat mich vor 8 Jahren verlassen. Sie war meine erste große Liebe und bisher auch meine einzige. Ich leide bis heute und denke jeden Tag und Nacht an Sie. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich bin auch ziemlich schüchtern und spreche kaum Frauen an – nur wenn ich besoffen bin. Sorry ich will mich hier nur mitteilen.
Markus
Wir waren zwei jahre lang ein Paar, allerdings mit ziemlich vielen Tiefen!
Nur, da ich ihn so sehr liebe, hätte ich mich nie von ihm getrennt, beim letzten streit vor 2 1/2 monaten ist er ausgezogen, wir hatten allerdings stänigen kontakt per sms und e-mail.
Vor drei wochen wollte er definitiv zurück, aber da er stark betrunken war während dieses gespräches habe ich mich nicht darauf eingelassen.
Zwei tage später hat er mir geschrieben das er jetzt eine andere gerne mag mit der er reden kann, und das sie überhaupt in jeder beziehung "besser" ist als ich!
Mittlerweile wohnt er bei ihr!
Und ich frage mich ständig wie das gehen kann, sicher es war schluss ABER die gefühle! Mann kann die anscheinend von einem tag auf den anderen ändern, von mir zu ihr!
Ich kann das leider nicht, mir geht es sehr schlecht, nach 2 1/2 Monaten vergeht keine minute wo ich nicht an ihn denke.
Männer trauern meiner Meinung nach wesentlich länger als Frauen! Oder zumindest sind sie den Folgen ihrer Trauer und ihres Unmuts länger ausgesetzt. Während Frauen sich nach Trennungen gern wieder schnell in Gesellschaft begeben und z.B. mit Freundinnen ausgehen, dabei auch oft schnell wieder Kontakt zu neuen Männern haben und auch daraus Selbswertgefühl ziehen können, müssen Männer viel mehr dafür tun, bis sie wieder psychisch positiv genug sind, um überhaupt auf Frauen richtig zugehen zu können. Als Mann muss man immer eine gewisse Ausstrahlung haben, um auf das andere Geschlecht zu wirken und die eigene Attraktivität zu erhöhen und man ist außerdem meißt der aktivere Part, wenn’s ums kennenlernen geht. Frauen können sich oft eher auf ihr Äußeres verlassen, und sind außerdem klassischerweise meißt in der passiven Rolle, und können die "Angebote" auf sich zukommen lassen.
Frauen haben meiner Erfahrung nach kürzere Pausen zwischen ihren Partnerschaften. Bis auf wenige Ausnahmen kenne ich nur Frauen, bei denen die Pausen zwischen den Beziehung kaum länger als 3 bis 4 Monate sind. Dagegen gibt es wesentlich mehr Männer die bis zu einem gewissen Alter sogar überhaupt keine Beziehung hatten.
Frauen sind auf die Bestätigung von Männern angewiesen. Denn sie bekommen sie ständig. Ihr Aussehen allein genügt dafür. Männer bekommen diese Bestätigung selten nur wegen ihres Äußeren, sondern eher wegen Persönlichkeitsmerkmalen, die einer Frau das Gefühl geben, bei einem Mann "sicher" zu sein.
Diese Dinge ergeben sich aus der Natur der Verhältnisse, und ich bin erstaunt darüber, dass das hier so anders dargestellt wird.
Die Gleichberechtigung und sexuelle Revolution haben für Frauen vieles ermöglicht, weswegen früher wenigstens eine gewisse Rufschädigung zu erwarten war.
Aber insgesamt hängt vieles von diesen Dingen wohl auch mit Alter und sozialer Herkunft zusammen.
Es ist interessant, welche Argumente hier von Frauen und Männern aufgefahren werden. Meiner Ansicht nach hängt die Länge des Trauerns und auch die Bereitschaft, sich wieder neu zu verlieben, sehr stark von den Umständen der Trennung ab. Ich bin jetzt seit 5 Jahren mit meiner Frau zusammen, wir haben einen Sohn mit drei Jahren und letztes Jahr gemeinsam ein Haus gebaut und vor zwei Wochen erklärte sie mir, dass sie sich neu verliebt hätte, ihren neuen Seelenverwandten gefunden hätte und für sie nun alles toll werden würde. Letzte Woche ist sie nun zu ihm gezogen.Ich bin in ein unendlich tiefes Loch gefallen und beginde mich immer noch im freien Fall. Jeden Tag, jede Stunde und jede Minute kommt die Trauer über mich, mir kommen dauernd die Tränen, ich kann nichts mehr essen und schlafe nur noch mit Schlaftabletten. An eine neue Partnerin mag ich überhaupt nicht denken. So viel zum Thema, dass Männer alles viel leichter nehmen und sehr schnell neue Partnerinnen gewinnen. Es kommt halt auch stark darauf an, wer sich getrennt hat und welche Vorgeschichte dahinter steht, diese Pauschalisierung hier passt nicht, sondern verschlimmern dieses traurige Thema.
Gruß
Torsten
Es ist erschreckend, wie viele Männer solche traumatische Erlebnisse gemacht haben… und nachvollziehbar, dass es für sie sehr schwierig wird, wieder Vertrauen an uns Frauen zu bekommen.
Gruß, Anna
Ich habe mich Ende letzten Jahres nach 26 Jahren Ehe von meinem Mann getrennt, weil er in mir durch ständige kleine fiese Bemerkungen jedes Gefühl abgetötet hat (er hat dies bei der Eheberatung und beim Psychologen so bestätigt, "er wollte mich starke Frau klein kriegen und das hat nicht geklappt", im Nachhinein hat sich übrigens noch herausgestellt, dass er jahrelang fremd gegangen ist, quasi alles was sich anbot, heute ist er der Meinung, das hätte er ja machen können, hätte mich aber nicht so behandeln müssen. Das ist doch nicht zu fassen, oder?) Es hat sehr lange gedauert, ehe ich mich zu diesem Schritt entschlossen habe. Unsere Bekannten haben gesagt, sie hätten sich immer gewundert, wie ich das ausgehalten habe. Kurz und gut, mein Mann ist nach der Trennung fast durchgedreht, weil er mich ja sooo liebt. Und siehe da knapp ein halbes Jahr später hat er eine Neue und ist in sie sooo verliebt. Also, so lange hat das mit der schlimmen Trauer nicht gedauert. Ich möchte auch nicht alleine bleiben, aber so richtig motiviert für die Partnersuche bin ich auch nicht.