Liebe ist ... ein Hormoncocktail, der es in sich hat. So viel wissen wir inzwischen. Aber was macht die Liebe eigentlich noch mit unserem Körper?
Wie sie sich nicht nur positiv auf unsere Lebenserwartung, sondern auch auf die verschiedensten Organe auswirkt, lesen Sie hier.
Voll auf Droge
Adrenalin und Endorphin heißen die Wunderwaffen, die uns den rosaroten Blick des Verliebtseins bescheren. Es ist nicht bloß eine Redensart, dass wir von "Luft und Liebe" leben können, sondern von der Wissenschaft belegt: In der Tat zügeln diese Hormone unseren Appetit. Insbesondere das beim Leistungssport als Dopingmittel eingesetzte Dopamin versetzt alle Prozesse im Körper auf höchste Aktivitätsstufe – und hemmt ganz nebenbei zusammen mit dem Hormon Phenylethylamin Appetit und Hungergefühle.
Hormon-Wolke Sieben
Das Stresshormon Cortisol setzt uns unter Strom: Wir sind auf "Wolke Sieben" und auf der sind wir wach und aufmerksam, wie selten zuvor. Bei Männern ist es zudem das Testosteron, das sie stark und mutig macht, bei Frauen das Oxytocin, das negative Erinnerungen leichter ausblendbar macht. Zum Glück hält dieser Hormon-Schleudergang nicht ewig an. Nach einer gewissen Zeit stabilisiert sich die Lage wieder und vor allem der Pegel des Stresshormons sinkt. Der Partner an unserer Seite beruhigt unser vegetatives Nervensystem, denn wir fühlen und sicher und angekommen.
Eheleute teilen alles – auch die Krankheiten
Dann allerdings wird es oft problematisch: Denn wenn aus der Verliebtheit Liebe wird und wir den Bund der Ehe eingehen, setzen wir uns damit zahlreichen Risiken aus. Eine Studie der Universität von Nottingham fand heraus: Ehepartner bekommen häufig die gleiche Krankheiten des Partners. Bei Asthma, Depression oder Magengeschwüren sind sie ungleich gefährdeter als Ledige, dass es den Anschein macht, das sie neben Liebe und Zuneigung auch Viren und Keime miteinander teilen wollen.
Sex ist gesund
Zumindest Sex – egal, ob mit oder ohne Trauschein – ist gesund. Das beginnt schon beim Küssen. Ein leidenschaftlicher Knutscher senkt den Blutdruck und die schädlichen LDL-Cholesterinwerte. Ähnliche Auswirkungen hat es, wenn es richtig zur Sache geht, denn: Sex wirkt auf Herz und Kreislauf ebenso positiv wie Sport, senkt das Infarktrisiko und schützt vor Schlaganfall und diversen anderen Krankheiten. Schließlich kommt man sich dabei ziemlich nahe und mobilisiert das Immunsystem, um Abwehrzellen gegen die Erreger des Partners auszusenden. Es gilt die einfache Formel: Je mehr Sex, desto weniger Schnupfen – und auch andere Wehwehchen heilen schneller. Netter Nebeneffekt: In 30 Minuten verbrennen wir stolze 350 Kalorien.
Antidepressive Ehe
Unlängst bestätigte eine neuseeländische Studie, dass die Ehe der Gesundheit beider Geschlechter letztlich sehr zuträglich ist: Verheiratete haben nämlich ein geringeres Risiko, an Depressionen oder Angstzuständen zu erkranken. Frauen leiden in der ersten Ehe etwas häufiger an Depressionen als Männer, in den nachfolgenden Ehen ist das Verhältnis jedoch ausgeglichen. Die Forscher erklären es damit, dass Frauen sich in der ersten Ehe eher an den traditionellen Rollenbildern orientieren – und damit auf Dauer nicht wirklich glücklich sind. Bei der zweiten, dritten oder vierten Heirat gehen sie mit wesentlich mehr Selbstbewusstsein in die Ehe. Diese gesunde Einstellung wirkt sich somit auch auf die körperliche Ebene positiv aus.
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Auch wenn die Liebe zahlreiche verborgene Kräfte in uns zu aktivieren vermag, kann man doch nicht ausschließlich von Luft und Liebe leben. Gesunde und organische Naturprodukte verwöhnen sowohl Körper als auch Geist.