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Liebe: Abhaken oder zweite Chance?
Liebe: Abhaken oder zweite Chance? (Kategorie: Partnersucheblog)
Wann lohnt es sich, zu investieren, wann sollte man aufgeben ...

Gestern sprach ich mit einer Marketingleiterin (41) über ein für sie erschütterndes Erlebnis bei einer Singlebörse. Nach 5 Wochen reger Kommunikation über Mail und Telefon hatte sie ein Treffen. Und zwar mit einem interessant wirkenden Ingenieur.

Das Treffen sollte auf halber Strecke stattfinden, da 460 km zwischen ihren Wohnorten lagen. Verabredet war ein Spaziergang in Freiburg zum ersten Beschnuppern in lockerer Atmosphäre. Weil beide leidenschaftlich gern tanzen, hatte man sich für den Fall einer viel versprechenden Begegnung, ein Tanzangebot für den Abend ausgesucht. Würde der Abend lang werden, war ein Hotelzimmer reserviert.

Suche nach den Ursachen

Der Spaziergang war wunderbar, das Gespräch lief wie von selbst. Daher beschloss man, erst miteinander essen zu gehen und anschließend den Ball zu besuchen. Der Abend wurde immer besser, selbst beim Tanzen verstand man sich blendend. Gegen 1 Uhr wurde die tolle Nacht glücklich beendet. Eine Verabredung zum Frühstück war schnell vereinbart, bevor beide in ihre Zimmer verschwanden.

Doch es kam ganz anders: Anstelle des abendlichen Tanzpartners lag ein Brief auf dem Frühstückstisch. "Der gestrige Tag wäre wie im Fluge vergangen … er hätte nur unerwartet sehr früh aufbrechen müssen. Er würde sich melden für ein Wiedersehen…" Meiner Anruferin verging der Appetit. Was stimmte nun? Hatte ihm das Beisammensein gefallen oder war das ein Abgang durch die Hintertür?
Eine Woche wartet Frau K. nun schon auf den Anruf. Sie zermartert sich den Kopf, lässt immer wieder die gesamte Begegnung Revue passieren, um auf Unstimmigkeiten zu stoßen. Die Interpretation jedes Satzes raubt ihr Energie. Was ist hier schief gelaufen?
Ich gehe mit Frau K. die ganze Situation durch, ihre Gefühle, die Reaktionen des Gegenübers. Eine Stimme in ihr sagt ihr deutlich, dass es keinen Sinn hat zu warten, der Mann vielleicht nach dem ersten Rausch begriffen hat, dass sie doch nicht die Frau seiner Träume ist. Eine andere Stimme ist aber stärker. Die der Hoffnung, der Sehnsucht, das Gefühl. Abhaken kann sie das ganze nicht, dafür war es offensichtlich zu nett und hat Anlass für Hoffnungen auf mehr gegeben. Sie möchte auf keinen Fall jetzt aufgeben, womöglich gibt es doch einen ganz trivalen Grund, der nichts mit ihr zutun hat, ihn aber hindert, sich zu melden. Vielleicht ist er auch nur unsicher und wartet auf ein Zeichen von ihr.

Ich rate Frau K. für sich genau zu prüfen, wie viel Energie sie noch für die Situation hat. Es zeigt sich, dass die Warterei und die Unsicherheit ihr viel Kraft raubt, der Tank bald leer ist. Sie ist unkonzentriert, appetitlos und schläft nachts schlecht. Ich frage sie, wie lange sie das noch aushalten will. Aber was soll sie tun, entgegnet sie. Ich denke, es ist wichtig, in solch einem Moment aus der Passivität des Wartens und Leidens heraus zu kommen. Der Wunsch nach Klarheit bedeutet Klären. Meist wird einem dies nicht abgenommen, sondern man muss die Initiative selber ergreifen. Was bedeutet das? Das Gespräch suchen, die Fragen stellen, die einen beschäftigen und vor deren Antwort man so große Angst hat. Gibt es genug Interesse für ein Wiedersehen? Wenn nein, warum nicht? Das ist natürlich immer ein großer Schritt. Ein mutiger. Denn es beinhaltet das Risiko, dass die Antwort verletzend ist und der letzte Funke mühsam geretteter Hoffnung sterben muss. Doch nur so findet mal wieder zu sich selbst zurück. Kann seine Gefühle zurückziehen, die Gedankenschrauben beenden und loslassen. Nun ist Raum für Enttäuschung und Trauer, aber eben auch für die Verarbeitung des Ganzen. Mit dem Gewinn, das Kapitel beendet zu haben und wieder offen für Neues zu sein. Jeder entscheidet letztendlich, wie lange er offen bleiben will und Kraft hat fürs Warten. Und sicher gibt es auch positive Erlebnisse, dass es an Unsicherheitsgefühlen beim anderen lag und nur auf ein Zeichen gewartet wurde. In jedem Fall hat also die Initiative ihren Erfolg.


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47 Antworten zu “Liebe: Abhaken oder zweite Chance?”

  • christine sagt:

    Erschütternd? Die Dame hat aber sehr wenig Selbstbewußtsein.Wer sich so lieblos verabschieded und nicht den Mum hat zu sagen ich finde dich nett aber es passt einfach nicht, der ist es nicht wert,dass Frau sich auch nur eine Sekunde länger damit beschäftigt.Also Haken dran und weiter machen.Außerdem hat jeder das Recht ja oder nein zu sagen.Eventuell ist es ja beim nächsten Mall genau umgekehrt

  • G sagt:

    Es liest sich wie im Traum, jedoch habe ich die Erfahrung gemacht: es gibt NICHTS zu erzwingen und meine Meinung ist, wenn eine Beziehung entstehen soll oder sein soll, dann kann man(n) / frau nichts falsch machen.
    Ich habe inzwischen gelernt, nicht zuviel Erwartungshaltung auf zu bauen, sondern einfach jungfräulich auf einen Menschen zugehen und versuchen den Verstand auszuschalten und nur nach den ersten Gefühlen zu gehen – seitdem tut es nicht mehr weh, wenn es nicht funktioniert, auch wenn es so toll ausgesehen hat (hab ich auch schon mehrfach erlebt) – dann will es eben nicht sein, denn die / oder der Richtige kommt noch!
    Dies jedoch zu begreifen UND zu leben ist sicher nicht einfach – ich habe auch einige Zeit dafür benötigt. Dafür kostet es jetzt (fast) keine Energie mehr!
    Danke für die Aufmerksamkeit und viel Erfolg,
    Günter

  • Adele sagt:

    Meine Erfahrung ist (und ich bin nicht mehr so ganz neu), daß die meisten Männer unglaublich feige sind und sich lieber verkrümeln als zu sagen, was Sache ist.
    Es ist aber auch so, daß jede(r) versucht, ein nettes Date zu haben, damit man wenigstens einen interessanten Abend hatte und es keine Zeitverschwendung war. Ich z.B. bin immer sehr freundlich, was manchmal mißverstanden wird. Denn es muß durchaus nicht funken. Und wenn ich weiß, daß es bei mir so funktioniert, daß es gleich beim erstenmal funken muß, oder es passiert nie… naja, dann sage ich vielleicht lieber nichts, um den anderen nicht zu verletzen. Ich finde es nicht einfach,damit umzugehen, hasse selbst die Warterei auf einen Anruf oder eine Mail, es fällt mir aber auch selbst schwer, reinen Wein einzuschenken.

  • Dorothea sagt:

    Ich finde Günters Einstellung sehr reflektiert und reif. Wem das so gelingt, der ist einen Schritt weiter. Sicherlich ist es ein selbstschützendes Konzept, die Erwartungen an ein erstes Date niedrig zu halten. Seien wir mal ehrlich. Was ist denn das erste Treffen? Abgleich mit dem Bild im Kopf, dass beim Kennen lernen entstanden ist. Was ist denn bis dahin eigentlich passiert. Es ist doch völlig unkontrolliert und fast schon hysterisch, zum ersten Treffen insgeheim die Trauringe mitzubringen. Sicherlich entsteht bei einer Zeit des schriftlichen Austausches Vertrauen und eine persönliche Verbindung. Gestärkt wird dieses Gefühl noch, wenn eine reger Austausch entsteht und dann telefoniert wird. Ich habe mich auch schon in eine Person verliebt, die ich nur mit Stimme, Bild und Worten kennengelernt habe. Aber das sagt doch überhaupt nichts aus, ob es beim ersten Treffen wirklich funkt. Dazu gehört doch noch so viel, die gesamte Persönlichkeit, Gestik, Mimik, der Mensch hinter Stimme und den Bildern, die Chemie, kann ich diesen Menschen überhaupt riechen.

    Ich habe mich darauf kritisch gefragt, ob man sich in so einer Kennenlern-Phase wirklich in eine Person verliebt oder in das Gefühl des Verliebtseins. Ist es nicht nur die Sehnsucht, all seine Bedürfnisse und Wünsche beim Gegenüber in Zukunft befriedigt zu sehen und sich das auszumalen? Wenn das so ist, ist der tiefe Fall der Enttäuschung vorprogrammiert. Natürlich ist es schwierig, sich in seinen Gefühlen zu kontrollieren, auf die Bremse zu treten bis zum ersten Treffen. Vor allem, wenn man ein gefühlvoller und romantischer Mensch ist. Auch ich bin darin kein Meister, aber ich habe es gelernt und dass kann ich nur allen anderen Online-Suchenden auf den Weg mitgeben ….

  • Nadja sagt:

    Fast das gleiche ist mir auch passiert. Zwei Wochen sehr nette Telefonate, dann das erste Treffen, beim Italiener – es wurde noch netter – wir gingen Abends tanzen. Es war wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Wir verabredeten uns zwei Tage später für ein weiteres Tanzen, aber er wollte sich noch melden, ob es klappt, da er vorher schon einen Termin ausgemacht hatte.
    Ich hörte nach der Verabschiedung nichts mehr von ihm.
    Nach ein paar Tagen rief ich bei ihm an und fragte, wie es ihm geht – was los ist.
    Er sagte, dass es sehr nett war – er dachte ich bin seine Traumfrau. Einen Tag später hätte sein Bauchgefühl ihm gesagt, dass er sich geirrt hätte. Er hat kein Interesse mehr an einem weiteren Kontakt.

    Ich verstehe das bis heute nicht.

    Rational weiß ich, dass ich es einfach abhaken und vergessen muss.

  • Doris sagt:

    Ist es nicht traurig, sogar ärgerlich, wie viele Menschen bei der Partnersuche und in Sachen Liebe völlig VERANTWORTUNGSLOS mit den Gefühlen anderer Menschen umgehen? Ich finde, dass ist gerade bei diesem Thema eine Bankrott-Erklärung und offenbart eine Unfähigkeit für eine wertschätzende Begegnung.

    Dass Männer häufig als die Stärkeren, Souveränen und Kompetenten gelten, aber in solchen zwischenmenschlichen Dingen echte Feiglinge sind, zeigt sich deutlich. Sollte es nicht einem jeden selbstverständlich sein, bei Nicht-Gefallen oder dem fehlenden Funken eine freundliche, aber klare Ansage zu machen? Klar ist das nicht leicht und kostet etwas Überwindung. Aber reicht nicht die Erkenntnis, was eine falsch gemachte Hoffnung oder ein fehlender Korb für Schaden anrichten kann. Das nenne ich puren Egoismus, wer sich hinter seiner Feigheit versteckt. Und sicher nutzen hier Männer so gerne das viel zitierte Klischee:

  • Susanne sagt:

    Männer, die einfach untertauchen, sind armselig. Und es gibt sie zu Hauf! Frau weiß zunächst gar nicht, was los ist. Wir können uns nicht vorstellen, selbst solch feiges und unfaires Verhalten an den Tag zu legen und daher sind wir so geschockt.
    Und jedes Mal verletzt es ein bißchen mehr. Schade Männer!
    Trotzdem:
    Glückwunsch, wenn man überhaupt zu einem Date kommt! In meinen Mailkontakten hat sich das in den meisten Fällen bisher stets schon vorher erledigt. Die so moderne Partnersuche via Internet hat auch ihre Tücken und auch in einem "niveauvollen" Portal wie diesem hier klappts nicht reibungslos. Viele Männer investieren gar nichts, engagieren sich nicht, wirken mühsam im Mailaustausch, lassen sich ewig mit der Antwort Zeit. Warum?? Es kann doch locker und nett und lustig ablaufen. Keiner wird zur sofortigen Eheschließung gezwungen.
    Männer, legt Euch Manieren zu und seid einfühlsamer zu den Damen!

  • Felix sagt:

    @ Susanne et al. gWas soll das Männerbashing?
    Ich habe in den letzten 2 Wochen etwa einem Dutzend Damen jeweils eine persönliche Nachricht geschrieben. Meinen Sie irgendeine dieser Frauen hätte sie gelesen, geschweige beantwortet? 0 von 12.
    Aber vielleicht sollten wir hier 1 und 1 zusammen zählen, und uns Gedanken machen, warum das alles so zähflüssig ist;-). Groschen ist gefallen?

    Beste Grüsse,
    Felix

  • Susanne sagt:

    @Felix

    Ich wollte kein Männerbashing betreiben, mir war klar, daß es sicher rühmliche Ausnahmen gibt, die sich vorbildlich verhalten ;-)
    12 x keine Antwort?? Sehr seltsam. Sie meinen, die Zahl der Nutzer hier ist in der Realität geringer als angegeben?
    Wenn ich so darüber nachdenke, ich schreibe wenige Leute von selbst an, aber es gibt doch etliche, die nicht reagieren. Hhhmm.
    Es ist wie das Suchen nach der Nadel im Heuhaufen…. ;-)

    Aber zurück zum eigentlichen Thema: Warum hat "Mann" einen schönen Tag mit einer Frau, verbringt Stunden mit ihr….und am nächsten Tag ändert sich seine Meinung über sie. Fällt ihm nicht recht schnell auf, ob sie sein Typ ist und zu ihm paßt??

  • Felix sagt:

    Also, Susanne, bin da ganz pragmatisch: Bin 30 Jahre alt und promoviere an einer bekannten Hochschule; falls Sie an einem Kontakt interessiert sind, gebe ich ihnen meine chiffre und einige Erklärungen zur männlichen Psyche ;-) )..vielleicht bin ich ja die Nadel?
    Gruss Felix

  • Paula sagt:

    Ähnliches Erlebnis, nur nicht mit soviel Aufwand. Ich komme zu ersten Treffen, sehe den Mann und mir werden die Kniee weich. Wir unterhalten uns wunderbar, es gibt scheinbar sofort eine gleiche "Wellenlänge" Nach Stunden, die Verabschiedung mit dem Hinweis, sich bald wieder zu sehen. Dann eine Einladung von mir zu einem Konzert und nicht mal ein Absage. das ist wirklich das größte Problem hier, auf meine versandten Grüße und Anfragen, bekomme ich gar keine Antwort und die Angeschriebenen haben die Mails nicht mal geöffnet, von wegen eine Frage der Höflichkeit. Dazukommt, dass es kaum neue Vorschläge gibt, mit denen Frau Kontakt aufnehmen kann. Die Auswahlkriterien sind maskulinem Suchverhalten nachgeordnet, Für Frauen wichtige Fragen fehlen bzw. es gibt kein Ausschlussverfahren um bestimmte Angaben gleich zu filtern.

  • Marie sagt:

    @ Paula: Was haben denn Ihre schlechten Erfahrungen bei Treffen mit Männern mit dem Artikel von Frau Fischbach zu tun? Auch weiß ich nicht so genau, was Sie mit "maskulinem Suchverhalten" meinen. Ich selbst empfinde mich keineswegs als maskulin, und dennoch hatte ich mit meinen Suchkriterien bislang vier wirklich nette Kontakte zu sehr netten Herren. Obwohl der Richtige für mich nicht darunter war: unhöflich war keiner davon zu mir. Vielleicht hatten Sie einfach nur Pech. Ich drücke Ihnen jedenfalls die Daumen, dass es beim nächsten Mal besser klappt!

  • Herbert sagt:

    Hallo Liebe, das ehrt Dich aber sehr, dass Du so gewissenhaft bist. Ich überschätze Menschen regelmäßig, wenn ich von mir auf andere schließe. DOCH BLEIBE ICH DABEI: Ich renne lieber öfter gegen die Wand als dass ich so tot werde wie die Berechnungstypen: ANGST heißt das Monster. Und ich bin Charlie in CIRCUS oder der Weißclown in ALEGRIA. – Hab Erbarmen mit dem Mann, der braucht viel Hilfe und Liebe. Ich bin bereit für Dich und für ihn und für Dritte was zu tun, klar völlig selbstlos. Das ist meine Art, mit dem Mangel an Liebe und Solidarität umzugehen:

  • Andrea sagt:

    Keine Frage, der Typ ist ein Weichei, das hat er ja gezeigt. Warum ihm also hinterhertrauern? Er hat sich doch richtig entschieden: Die Frau war ihm too much. Die Marketingleiterin hat das falsch gemacht, was heute viele Frauen falsch machen (habe ich auch jahrelang gemacht): zu viel Engagement zeigen, nett sein, unterhaltsam, kompetent, erfolgreich, die eigene Unabhängigkeit betonen, sich nicht einladen lassen usw. Und dann beim ersten Date auch noch gleich den ganzen Abend einplanen inklusive Hotel – das ist den meisten Männern zu viel – auch wenn sie zunächst höchst erfreut scheinen über so viel Zuspruch. Es klingt trivial, aber es ist wohl so: was unsere Mütter noch als sich rar machen bezeichnet haben ist gar nicht so falsch. Es muss doch Zeit dafür sein, dass sich das Kribbeln allmählich steigert, dass man auch Sehnsucht entwickelt, dass der Mann sich überlegen muss, was er wohl tun kann, damit sich das "Date" weiter für ihn interessiert. Mit einem tolleren Job, mehr Geld usw. können sie ja gerade bei erfolgreichen Frauen kaum noch punkten, also entscheiden sie sich gleich für eine weniger anstrengende Variante (immer noch heiraten ja viele Männer unter ihrem eigenen Status) oder sie brauchen Zeit, sich zu überlegen, ob sie sich richtig engagieren wollen. Das geht doch nicht, wenn die Frau schon beim ersten Treffen signalisiert: Dich will ich haben.

  • Andreas sagt:

    danke marie, nach den etwas einseitigen, leicht ärger-tingierten Berichten von Susan@al freut es micht doch wirklich, dass es auch Frauen gibt, die was Gutes über männliches Verhalten beim Dating zu berichten wissen.

    …und zu den von Männern unbeantworteten Partneranfragen & Grüßen: das waren vielleicht Leute, die ohne Abo nicht antworten konnten?!

    …zu Nadja: solch Erfahrung machte ich auch und sicherlich so mancher Mann – das sind halt Dinge die passieren – da muß man/frau vielleicht auch mal ein wenig an der eigenen Frustrationstoleranz arbeiten.

    Ein Effekt der schönen neuen WWWelt ist sicherlich auch die SCHEINBARE Greifbarkeit 1000er toller Angebote, die Paar(bild)ungsWillige dazu verführt, nach immer besseren Angeboten zu suchen, ein Verhalten, welches sicher durch die Betreiber der "PartnerSuchAboSeiten" unterstützt wird, d.h. es gibt keinen Anreiz mit der Suche aufzuhören und einen vernünftigen Oxytocin-lever/Treue-pegel aufzubauen, auch wenn man(n) noch nicht DEN (optimalen) PARTNER gefunden hat. Dazu kommt das enorm hohe Anspruchsdenken auf beiden Seiten, aber so ist der Zeitgeist. Da muß sich weiterentwickelt werden: dahin das Weniger vielleicht doch MEHR ist – aber da bin ich auch noch nicht.

  • andreas sagt:

    Ein Gedanke noch: Ich find es das überhaupt Schwierigste eine Beziehung, besonders mit jemanden, den man mag, angemessen zu beenden, denn das haben wir nicht gelernt. Insofern ist die (leicht)übersteigerte Selbstbetrachtung im vermeintlich-unverdient ALLEINgelassenwerden gerade das, was die hochgeschätzten Vorredner-(schreiber)innen dem Ver/Lasser gerade vorwerfen.
    Vielleicht haben sie irgendwie auch signalisiert, dass sie den ohnehin mit Schuldgefühlen geplagten nicht ohne weitere Schuldzuweisungen gehen lassen würden, worauf der einfach keine Lust hatte, konnte er auf dem Feigen-Weg doch viel leichter verdrängen. Wer macht sich das Leben schon absichtlich schwer. Egoismus ? – Ja, stimmt ..eben menschlich!

    Ich würde das auch nicht so in Männer und Frauen unterteilen, als in Verlassende und Verlassene, wobei jeder schon ungefragt aktiv oder passiv war. Hier heißt Weiterentwickeln eben:

    *auf der SEITE des VERSCHMÄHTEN die Stärke zu haben, die Kränkung zu vergessen, nicht als zwangsläufig eigene Schwäche, sondern manchmal auch die Unfähigkeit der Gegenübers für einen "wertschätzenden Abgang" zu erkennen, vielleicht hat er in seiner Unfähigkeit für dieses Kennenlernen die aktive Verlasserrolle nur aus Unentschlossenheit, Selbstschutz – also eigene Schwäche übernommen?!
    *auf der SEITE des ABTRÜNNIGEN die Stärke zu haben, mögliches Unverständnis, Vorwürfe oder eigenes Unbehagen oder Umstände im Bemühen um die emotionale Unversehrtheit seines Mitmenschen in Kauf zu nehmen.

    könnt ewig drüber sinnieren …und sorry, wenn mein Bemühen um einfache Sätze erfolglos war – is eben n Minenfeld, wo man nich grad durchlaufen kann – CIAO A.H.G.

  • bea sagt:

    Ich persönlich bin mir sicher, daß ganz viele Leute hier nicht antworten, weil sie gar keine aktiven Mitglieder mehr sind. Ich weiß, daß das jetzt nichts mit der ursprünglichen Ansage zu tun hat…

  • Susanne sagt:

    @Felix:

    Ja bitte, her mit der Chiffre-Nr.!!

  • Felix sagt:

    Extra für Sie Susanne: 7E18813A

    Grüsse Felix

  • Wolfgang sagt:

    Dem guten Mann ist im Bett klar geworden, dass die Weiterverfolgung der Bekanntschaft bedeutete, dass von ihm erwartet wurde, seine Energie auf einen 460 km entfernten Punkt zu konzentrieren. Das ist jedoch für alle, die Leistung bringen müssen, unmöglich.

  • Carla sagt:

    Der Mann hat sich schon vor dem Frühstück verdrückt.
    Offensichtlicher kann er sein Desinteresse nicht ausdrücken, finde ich.

    Höflich ist dieses Verhalten sicher nicht, und feige ist es natürlich auch.

    Aber welchen Sinn soll es machen, ihn jetzt anzurufen und nach den Gründen seines Nicht-Interesses zu fragen?
    Ich möchte gar nicht hören, dass mich jemand zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn, zu langweilig, zu geschwätzig, zu blond, zu blöd oder sonstwas findet.

    Wenn er nicht auf mich steht, kann ich das nicht ändern!

    Ich würde mir so einen peinichen Anruf auf jeden Fall ersparen!

  • hinrich sagt:

    Zu dem geschilderten Fall in Freiburg:Ich finde es ziemlich schwach von dem Mann, trotz der von ihm getroffenen Entscheidung,die Frau nicht wiedersehen zu wollen,sie im Unklaren zu lassen. Hier werden Hoffnungen und Gefühle mit Füßen getreten.
    Andererseits muß ich selber sehr oft feststellen,daß ich mir hier die Finger wund schreibe und trotz Bild und persönlichem Text nicht einmal eine Antwort von der Dame erhalte,obwohl zu sehen ist,daß sie nach meinem Schreiben längst schon wieder einmal eingeloggt war,also hätte antworten können. Beas Aussage ist von daher auch für mich hinfällig.Insgesammt bin ich von den Partnerplattformen,zu denen auch parship zählt – hier war ich auch ein halbes Jahr – sehr enttäuscht, was aber leider und in erster Linie mit dem ignoranten und gewissenlosen Verhalten der Teilnehmer zu tun hat. Besser wäre es da wohl,sich Interessengemeinschaften und Gruppen anzuschliessen, wo man regelmäßig die gleichen Leute trifft und ohne Zwang zum Telefonnummernaustausch o.ä. Kontakt aufnehmen kann.Ihr solltet nicht zuviel Herzblut in diese Plattformen stecken,obwohl ich Euch gut verstehen kann,aber damit tut Ihr Euch nur selber weh…
    Alles Liebe, Hinrich

  • Carmen sagt:

    @Andreas:
    Was Du schreibst, ist durchaus richtig – aber dennoch kann und mag ich "feige Abgänge" nicht akzeptieren.
    Schließlich suchen wir hier doch (fast?) alle keine One Night stands, sondern im Idealfall den zukünftigen Partner für zumindest einen Teil des weiteren Lebensweges. Wie sollen wir den kommenden Generationen einen wertschätzenden Umgang miteinander beibringen, wenn wir selber nicht in der Lage sind, ehrlich mit jemandem zu kommunizieren, den wir zumindest mögen oder sogar gern haben – uns vielleicht sogar temporär ein gemeinsames Leben haben vorstellen können?

    Selbstschutz? Wovor? Davor, vielleicht doch eingestehen zu müssen, dass man gerne mehr Nähe hätte zulassen wollen? Aber aus irgendwelchen Gründen dazu nicht in der Lage zu sein? Doch mehr Gefühle zu haben als man zeigen mag? Es tut mir leid – ich kann und mag es vielleicht auch nicht verstehen – denn dann würde ich vielleicht anfangen es zu akzeptieren und nicht vehement alles versuchen, an diesen Umständen zu arbeiten.

    Alles Liebe
    Carmen

  • andreas sagt:

    @Carmen @Hinrich
    Danke für die Reaktion – das stimmt dran arbeiten sollte man: Wenn ALLE kein Herzblut reinstecken kann KEINER positive Erfahrungen machen oder das finden,was sich hier viele (wenn nich alle) wünschen.
    Mußte mir auch eingestehen (nachdem ich einige Male durch die lokalen Events getingelt bin), dass das WWW durch die "sachliche Vorauswahl" einige Vorteile bietet …z.B. den, dass man sich mit potentiell zukunftsfähigen Dates trifft und damit wenigstens die Wahrscheinlichkeit steigt, dass es nicht nur beim First-SHOT-ENCOUNTER bleibt. ..aber nur die Wahrscheinlichkeit(..theorie) wie man ja (s.o.)vorher lesen konnte. Vielleicht wär ein Bewertungssystem a la EBAY was, worüber hier der Seitenbetreiber mal nachdenken könnte.
    ciao ah.g

  • Regina sagt:

    An alle, die es interessiert,

    ich glaube dieses Medium bietet ein wunderbares Lerninstrument für unsere persönliche Entwicklung. Wie drücke ich Wünsche und Bedürfnisse aus, wie gehe ich mit Zustimmung und Ablehnung um. Was bin ich bereit zu geben und was will ich dafür? Wir werden immer wieder mit allen möglichen Ängsten und Blockaden konfrontiert, die uns hindern unser Glück zu finden. Wenn wir alle ehrlicher zueinander wären, bräuchten wir nicht so lang nach Antworten und Lösungen zu suchen. Ich versuche so ehrlich wie möglich zu sein, und akzeptiere wenn andere nicht so weit sind wie ich und verurteile sie nicht. Es gibt täglich neue Chancen und Möglichkeiten, das Leben ist auch ohne Traummann/frau lebenswert. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Regina

  • Leaena sagt:

    …nun, ich kann zum genannten Fall nur soviel sagen:

    Früher hätte ich vielleicht sogar noch länger gewartet, hätte vielleicht sogar angerufen und/oder nachgefragt…

    Inzwischen gehe ich nach von mir selbst festgelegten, klaren Regeln vor:

    - Wer sich binnen maximal vier Wochen (länger geht kaum ein Jahresurlaub) nicht auf eine Mail von mir meldet, wird gelöscht – vor allem, wenn ich sehe, dass derjenige weiterhin online ist.

    - wer sich nach einem Treffen nicht mehr meldet bekommt eine Frist von maximal zwei Wochen, dann heißt es "got your chances – didn’t take". Auch hier natürlich unter der Prämisse "ist weiterhin online", wer surfen kann, kann auch schreiben respektive sich melden.

    Je nach Tageslaune, bekommt er noch ein paar persönliche Abschluß-/Abschiedszeilen oder es geht kommentarlos per Mouseclick ins Nichtmehrwiedersehen.

    - wer zu faul ist, sein Profil auszufüllen, hat schon mal schlechte Karten. Wer sich hier schon so wenig Mühe gibt, wird sich in einer Partnerschaft kaum anders verhalten. – Will ich so jemand als Partner? Ergo… –

    Seit ich diese Strategie konsequent verfolge ist die Zahl der Kontakte übersichtlicher und qualitativ deutlich hochwertiger geworden.

    Letztendlich suche ich ja jemand, der dem Begriff "Elitepartner" auch gerade in seinem Auftreten und Verhalten gegenüber seinem Umfeld und seinen Mitmenschen gerecht wird….. -

  • Chaja sagt:

    Was aber, wenn eine solche Geschichte sich über Monate hinzieht? Wenn sich Hoffnung und Enttäuschung abwechseln wie Tag und Nacht? Letztlich muss jeder für sich eine Entscheidung treffen – ob sie richtig ist, weiß man erst hinterher.

    Auch mir ist eine ähnliche Geschichte passiert, obwohl ich eher realistisch abwartend als zu hoffnungsvoll oder gar emotional herangegangen bin. Irgendwann haben sich dann aber doch Emotionen eingeschlichen (wofür tun wir das denn sonst auch?), und spätestens ab diesem Zeitpunkt war es zu spät. Zu spät, auszusteigen, zu spät für eine positive Entwicklung. Es ist wohl tatsächlich so: sobald eine Frau Gefühle zeigt, bekommen die Männer Angst und verkriechen sich in ihr Schneckenhaus. Ich hatte zwei sehr schöne Treffen mit einem Mann, wir haben uns spontan verstanden, es passte einfach, sowohl geistig als auch menschlich, eine gewisse Anziehung spürten wir wohl auch beide… Aus Symphatie wurde mehr. Allerdings vermisste ich in den Phasen dazwischen die Kommunikation von seiner Seite aus, es wurde immer weniger… Nach unserem 2. Treffen war ich überzeugt, das würde nun anders. Wurde es auch: noch weniger. Ich wurde das Gefühl nicht los, Luft für ihn zu sein. Auch ich war irgenwann "leer", diese Sache kostete mich ungeheuer Kraft. Die beiden Bilder passten überhaupt nicht zusammen: wunderschöne Dates, die irgendwie Substanz hatten, und dann wieder wochenlang Funkstille… Mails blieben unbeantwortet, tel. war niemand erreichbar, jeden Tag Hoffnungen, die sich zerschlugen. Um mein Selbstwertgefühl nicht gänzlich zu verlieren, habe ich mich von dieser Beziehung wieder befreit, per Mail, obwohl das nicht meine Art ist, aber in diese Schranken hatte ich mich schon gefügt. Auch auf diese Mail habe ich nie eine Antwort erhalten. Nicht einmal "alles Gute" zum Abschied.

  • Chaja sagt:

    Bis heute bin ich nicht geheilt davon, ich werde mich hüten, mich wieder in eine derartige Situation zu begeben. (Vielleicht trifft man ja auch über Medien wie dieses häufiger auf "schwierige" Menschen? Diejenigen, die erfolgreich in einer Beziehung leben und nicht getrennt oder geschieden sind, registrieren sich ja in der Regel nicht bei einer Singlebörse.)

    Es geht mir nun schlechter als vorher, als ich eigentlich nicht wirklich etwas vermisst hatte und mein Wieder-Single-Leben (fast) perfekt fand…

  • He sagt:

    @ Dorothea: für mich stehst du Günter in Sachen Weisheit in nichts nach! Vielen Dank.

    Meiner Einschätzung nach macht es keinen Sinn, sich zu lange in ein Profil zu vertiefen (hineinzugraben) und nur per Mail zu kommunizieren. Dadurch werden lediglich (höchstwahrscheinlich verklärte) Erwartungen aufgebaut. Vielmehr sollte man sich schnell treffen, denn nur so lässt sich herausfinden, ob es wirklich passt – sprich: die Chemie stimmt. Dazu sagen MP und Profil nämlich nichts aus. In diesem Sinne hilft nur ausprobieren. Und dass bei diesem try and error Fehlversuche passieren, ist klar. Wenn mann/frau mit diesem Prinzip (s. Günter) an ein Treffen herangeht, ist es wahrscheinlich für beide Seiten und in beiden Fällen (positiv wie negativ) einfacher.

    Vielleicht ist daher der Blog die bessere Börse ;-) ?
    @ Felix & Susanne: hat es funktioniert?

    In jedem Fall kann ich nur an alle (Damen und Herren) appellieren: antwortet in jedem Fall! Schließlich sind wir alle mit dem gleichen Ziel hier und alle haben sicherlich auch ähnliche Erfahrungen gemacht. Ein Korb ist immer unschön, aber ein

  • Susanne sagt:

    @He:

    Nee, hat nicht funktioniert ;-)

  • kerstin sagt:

    Hallo,
    also auch wenn ich jetzt gleich gevierteilt werde, ich bin ehrlich und gebe zu, ich war auch unehrlich und das als Frau. Aber erst NACHDEM die Herrlichkeit mich in gleicher Weise abserviert hatte. Seit dem habe ich keine Hemmungen mehr in ähnlicher Art und Weise zu verfahren. Alles was ich gelesen habe kann ich in jeglicher Hinsicht aus eigenem Erleben bestätigen. Aber könnt ihr euch vorstellen, was für ein sch… Gefühl das ist schlagartig zu wissen, der ist es nicht? Bei noch so einfühlsamer Kommunikation drängt sich dann doch die Wahrheit auf und man denkt die ganze Zeit nur: wie komme ich aus der Kiste nun wieder raus ohne den anderen vor den Kopf zu stoßen, wohl wissendlich dass das in dem Moment gar nicht geht. Nur Ehrlichkeit allein hilft da nicht, ich habe auch dann schon erlebt, dass die Gegenreaktion sehr aggressiv war, Beleidigungen unter die Gürtellinie. Aber die Hoffnung nicht aufgeben, vielleicht gibts ja doch Mr. Right!

  • Johann sagt:

    Ich lese fast ausschließlich Kommentare a la "Mann meldet sich einfach nicht mehr". Es mag euch vielleicht erschüttern, aber bei mir ist es genau umgekehrt. Es gibt eine große Dunkelziffer an Frauen, die das genauso machen. Wie oft habe ich jetzt eigentlich schon gehört "War ein tolles Date. Ich will dich gerne wieder sehen". Worauf etliche Frauen, dann aber am nächsten Tag schlicht und ergreifend nicht mehr telefonisch zu erreichen waren und auch nicht auf eine SMS geantwortet haben. Es ist einfacher jemanden ins Gesicht zu lügen als ihm die Wahrheit zu sagen und sich damit einer Diskussion auszusetzen. Ich bin keiner Frau böse, wenn sie kein Interesse an mir hat. Ich würde mir jedoch sehr wünschen, dass man mir das dann auch in einer respektvollen Art und Weise sagt.
    Grüße an Felix. Ich weiß wovon er spricht. Es meldet sich wirklich fast niemand. Und ich schreibe nur gezielt und freundliche Mails. Man sieht zwar, dass die Anfrage gelesen wurde, ist es vielen Frauen aber nicht einmal wert, dass sie auf Absage klicken.

  • kathrin sagt:

    Liebe Leute,
    lest doch mal das erste Kapitel von A. Soboczynski in "Die schonende Abwehr verliebter Frauen"… das spart einige Diskussionen…und ist klasse, aber gemein geschrieben..leider aber wahr!
    Sich nicht mehr melden, ist demnach der "schonendste" Ausweg: mann ist nicht schuld an etwas, hat nichts "falsch" gemacht, niemanden gekränkt (denkt Mann) und hält sich noch alles offen. Also irgendwie doch recht praktisch, oder? Es gefällt mir nicht, aber ich kann das verstehen…
    Alternativ gibt

  • Michael sagt:

    @Leaena Mein bewährter Leitfaden: 1.) nur wirklich Interessante Leute Anschreiben, wer mehr als 2 Wochen nicht online war ist vergeben oder sucht nicht intensiv/ernsthaft. 2.) Bild sofort freigeben. 3.) Wer auf die 1.Mail nicht innerhalb von 1 Woche eine Regung, trotz online seins zeigt, sollte ebenso kommentarlos gelöscht werden (Prima& einzigartige Funktion des Löschens). 4.)Wer in einem Mailkontakt sich lange für Antworten Zeit lässt oder nicht bzw. nicht ernsthaft genug Antwortet sollte auch gelöscht werden, da es hier kein Kaffee Kränzchen sondern eine Partnervermittlung ist. 5.) Das erste Treffen sollte nicht so ernst genommen werden. Statistik ermittelte 12 Treffen = 1 Interesse einseitig

  • Christian sagt:

    Nach meiner Erfahrung bringt ein intensives Nachforschen, WARUM eine noch zarte Beziehung nach dem ersten oder zweiten Treffen jäh endete, zumeist überhaupt keinen Gewinn. Das mag nüchtern klingen, ist aber letztlich so.
    Ich hab’ es erst letztlich selbst nicht so genau verstanden, warum eine attaktive Frau bei einem zweiten Treffen auf einmal mein Herz nicht mehr so zu berühren vermochte. Keine Ahnung. Wie soll ich das erklären. Ich hab’daraufhin (2 Tage nach dem Treffen) gesagt, dass ich leider nicht gefunden habe, wonach ich suchte. Wie sollte ich da konkreter werden?
    Weiterhin würde ich die Empfehlung geben, beim ersten Treffen nicht zu weit zu gehen. Weitergehende Intimitäten (hiermit meine ich auch küssen) sollten m.E. tabu sein. Das kann ein schales Gefühl hinterlassen und nach ein paar Tagen kann die Stimmung kippen. Das Kennenlernen via Internet verläuft mitunter mit einem "Turbo" – anders als das klassische Kennenlernen, wo man den anderen zumeist langsamer und in verschiedenen Situationen erlebt, bevor es "ernster" wird. Deshalb ist mein Plädoyer: Etwas Geschwindigkeit herausnehmen. Beim Beispiel der Marketingleiterin ist am ersten Tag viel zu viel passiert.
    So viel zum Thema aus meiner Sicht.

  • Licht sagt:

    Leider lassen sie auf sich warten, die Männer, die man nicht aus dem Internet kennt, die man als Freunde schon vorher zu haben meint, Männer, mit denen man die tiefsten Gespräche zu zweit geführt hat und in die man ernsthaft verliebt ist… Warum machen sie es so machen, ist mir ein Geheimnis. Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr unnötig zu warten, sondern meine eigene private und berufliche Ziele weiter zu verfolgen.
    Das wünsche ich Euch allen auch.

  • Birgit sagt:

    Enttäuschungen gibt es wohl bei Frauen und Männern.
    Ich habe nun auch die unschöne Erfahrung gemacht, dass der andere, trotz Abmachung die Wahrheit zu sagen, sich zurückgezogen hat. Das war nicht einmal das er sich nicht gemeldet hat, aber keine Zeit bedeutet kein Interesse.
    Auf jeden Fall ist es wichtig seinem Gefühl zu trauen und wenn es einem nicht gut mit der Situation geht, dann Finger weg und dies auch ehrlich und klar kommunizieren.
    Das erspart viel Zeit und Energie…und wer wirklich will, der findet einen Weg trotz mangelnder Zeit.
    Ich als Frau kann gut mit einer Absage leben aber nicht mit einer Lüge oder Rückzug das ist verletzend.
    Ich jedenfalls habe gelernt und wünsche euch das Gleiche

  • AndreasII sagt:

    Liebe Mitkommentatoren,
    nun habe ich die vielen Kommentare und Anregungen gelesen.
    Zu dem konkreten Vorgang muss ich sagen, dass es in jedem Fall schäbig ist, nach einem Treffen sich einfach nicht mehr zu melden oder den Kontakt zu verweigern, sprich sein Gegenüber im Unklaren zu lassen.
    Ich finde so etwas generell charakterschwach, egal, ob das Männlein mit Weiblein macht oder umgekehrt.
    Soviel Charakterstärke sollte man besitzen, um Klarheit zu schaffen. Sicher möchte man sein Gegenüber nicht verletzen und ringt vielleicht nach "den" richtigen Worten. Doch lieber etwas zu unpassende Worte als gar nichts tun. Denn einfach nicht mehr melden ist die wohl schlechtestes aller Möglichkeiten.
    Es wurde in dem Beitrag auch erwähnt, dass Männer feige wären und das stimmt sicherlich auch bei manchen oder vielen wenn sicher auch nicht bei allen.
    Ich persönlich finde, dass auch der gesellschaftliche Wandel daran Teil hat. Frauen sind plötzlich emanzipiert und erfolgreich, Männer werden oft als Idioten oder Looser dargestellt.

    Nur ein kleines Beispiel:

    Erst letztens sah ich einen Werbespot von einer Bausparkasse, wo es sinngemäß hieß: "Danke, dass Sie es auch so erklärt haben, dass auch mein Mann es versteht".

    Solche Darstellungen von Männern sind bei weitem kein Einzelfall und tragen auch zur Verunsicherung derer bei.
    Im Gegenzug erwarten deshalb Männer auch besonders von empanzipierten Frauen, dass auch diese mal den ersten Schritt machen oder die Initative ergreifen und sich nicht nur "erobern" lassen wollen.
    Die Rollenverteilung ist nun nicht mehr die, wie sie früher einmal war und sollte auch in der Partnersuche Einfluss nehmen.
    (siehe Fortsetzung)

  • AndreasII sagt:

    Zu den Vorgängen hier bei Elite-Partner tragen auch bestimmte Sachverhalte zur Nicht-Transparenz und letztlich Frust bei.

    So habe ich bspw. auch eine Dame sehr nett angeschrieben (und bin auch auf ihr Profil eingegangen), mit der mich nicht nur viele Gemeinsamkeiten verbinden, sondern auch 100 Matchingpunkte.
    Auch die drei Fragen habe ich beantwortet.
    Gut, uns trennen 8 Jahre und 800 Kilometer. Aber kein Weg ist doch zuweit, wenn man findet, was man sucht. Das ist zumindest meine Einstellung.
    Ob die Partneranfrage gelesen wurde, ist nicht ersichtlich. Meines Wissens nach wird erst ein Postfach eröffnet, wenn auf eine Partneranfrage beantwortet wird.
    Man bleibt somit als "Anfragender" im Unklaren, da bei "gesendeten Anfragen und Grüße" der Status "Post gelesen" nicht angezeigt wird.
    Vielleicht kann die Dame aber auch gar nicht antworten, weil sie kein "Premiun-Mitglied ist". Auch das wird nicht angezeigt.
    Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch einige konstruktive Verbesserungsvorschläge unterbreiten, die für mehr Transparenz sorgen würden.
    1. Weist Premium-Mitglieder auch als solche aus, damit man sich darauf einstellen kann, ob man überhaupt mit einer Antwort rechnen kann.
    2. Weißt den Status "Post gelesen" auch bei gesendeten Anfragen und Grüßen aus.
    3. Mitglieder, die 4 Wochen nicht mehr online waren, sollten nicht mehr in den emails beworben werden, da davon auszugehen ist, dass sie bereits einen Partner gefunden haben. Man kann diese ja wieder bewerben, wenn sie wieder online kamen.
    4. Man sollte Elite-Partner auch mitteilen können, dass man "nun" gebunden ist und deshalb nicht mehr vermittelt werden möchte. Solche Personen sollten ebenfalls nicht mehr in emails beworben werden.

    Und zuguterletzt finde ich es sehr wichtig, auch auf Anfragen zu reagieren, sofern man Premium-Mitglied ist. Einfach nicht zu antworten ist ebenso charakterschwach wie das Eingangs erwähnte Verhalten des Herren.

    Liebe Grüße
    Andreas

  • Ursula sagt:

    Hallo AndreasII, Danke für deinen Kommentar zu diesem Thema UND dazu, dass du offensichtlich ein Mensch bist, der nicht nur über Situationen redet – sondern nach ernsthaften gangbaren Lösungen sucht. Das finde ich super.
    Ursula

  • Jacob sagt:

    WIE VERHÄLT SICH EIN MANN, DER MIT EINER FRAU MEHR WIE 1OOO MAILS SCHREIBT, 35OO KM FLIEGT + 5OO KM AUTOBAHN UND DANN AM HOTELTELEFON ERFÄHRT: ALLES NUR SPASS! DIE DAME WOLLTE NUR MAL TESTEN, WIE WEIT DIE MÄNNER GEHEN. HÖHEPUNKT DES TREFFENS DANN UM 22:3O AUF EINER PARKBANK MIT DEN WORTEN:
    SCHÖNER KONTAKT PER MAIL–ABER ICH LASSE KEINEN AN MICH RAN, UND AUSSERDEM HABE DIE DAME GEGLAUBT, DER MANN KÄME JA GAR NICHT, DA ALLE NUR NACH EINEM ABENTEUER AUS SEIEN. UND DAS TROTZ ALLER TESTPHASE, DIE DER MANN MIT DER "DAME" AUSHALTEN MUSSTE.
    ERSPART MIR BITTE EINZELHEITEN – DER ANSTAND VERBIETET ES MIR, DAS ALLES WIEDERZUGEBEN. FREUNDE, DAS IST ENTTÄUSCHUNG PUR –NATURA!!!!

  • Jutta sagt:

    Zu dem was Jacob geschrieben hat: Seit Mai gab es keinen weiteren Kommentar dazu. Ich frage mich, wie viele empörte Frauen sich gemeldet hätten, wenn das gleiche eine Frau erlebt und geschrieben hätte.
    Ich habe es jetzt erst gelesen und bin bestürzt, es bestätigt auch meine Vermutung: Menschen mit schlechtem Charakter sind bestimmt gleichmäßig auf beide Geschlechter verteilt (und wohl auch unter ep-Mitgliedern und anderen auch) Bitte nicht aufgeben!

  • Steffi sagt:

    Da muss ich Jutta leider recht geben (wenn auch erst recht spät), wenn es einer Frau passiert wäre, ständen schon unzählige Kommentare darunter. Schrecklich wie manche Menschen mit anderen umgehen, noch dazu wenn es um Zweisamkeit und vielleicht sogar Gefühlen geht. Mir ist ähnliches erst vor zwei Wochen passiert und es hält mich immer noch fest. Mag es mit wenig Selbstbewusstsein zu tun haben das es einige viel schwerer nehmen als andere, aber verletztend ist es doch für jeden.
    Da kann man wirklich nur hoffen das es auch noch anders geht.

  • JM sagt:

    Also Usula hat völlig Recht, die Vorschläge von Andreas sind wirklich gut. Natürlich kann man aus der Existenz von Fotos schließen, daß die Person mal bezahlt hat. Das heißt aber leider nicht, daß der Premium-Status noch besteht. Auch ist es wenig hilfreich, wenn die lokale Einschränkungsmöglichkeit nur auf der Ebene von Bundesländern geht. Was nützt Stadtbewohner(inne)n ein Kontakt aus Hinterposemuckel, wenn beide aus beruflichen, familiären (z.B. schulpflichtige Kinder, pflegebedürftige Angehörige) oder wohnungstechnischen (Eigenheim) Gründen ortsgebunden sind? Gar nichts. Natürlich kann man die Partnervorschläge nach PLZ sortieren, aber leider nicht filtern. Scroll-Bar über alle Vorschläge? Fehlanzeige! Man muß sich mühsam über die "+10"-Taste in den präferierten Bereich begeben. Selbst das ist für Leute inakzeptabel, die an der Grenze zweier PLZ-Bereiche wohnen, deren PLZ nicht aufeinanderfolgen. Eine Filterliste mit ca. 15 Einträgen für die jeweils ersten 2 oder 3 Ziffern wäre da schon sehr hilfreich. Dann bliebe man von nutzlosen Mails der Art verschont, daß eine Person aus Hinterposemuckel das eigene Profil angesehen hat. Wenn das Profil der betreffenden Person gefallen hat, kann sie ja einen Gruß oder gar eine Partneranfrage schicken. Natürlich steht da das Interesse der (immerhin z.T. zahlenden) User an zeitsparender Auswahl gegen das kommerzielle Interesse des Betreibers, möglichst viele Interessent(inn)en zu suggerieren und damit Zahler(innen) zu gewinnen. Aber da sie ja selber den Wert der Wahrheit – zumindest vorgeblich – erkannt haben, sind sie ja eventuell noch lernfähig/belehrbar.

  • S. sagt:

    Ich kann nur beipflichten: das System sollte verbessert und transparenter werden und eure Vorschläge sind prima!
    Zum oben geschilderten Fall der Marketingleiterin möchte ich sagen, dass es sicher ein sehr feiges Verhalten von seiten des Mannes und ihre Verunsicherung und Enttäuschung groß war. Sie war jedoch noch nicht so tief involviert, wie es mir passierte:
    Nach einigen Treffen mit sehr netten Herren, bei denen von meiner Seite der Funke nicht übersprang, traf ich einen Mann, bei dem sofort der "Blitz einschlug"- beidseitig! "Wolke 7", Romantik, ernsthafte Gespräche- eine richtige Beziehung entstand. Er sagte sogar meinen Kindern lieb Gute Nacht, sprach über Treue und gemeinsame Zukunft- alles wundervoll. Nur die schlechte tel. Erreichbarkeit störte mich und ich sprach es an. Daraufhin der Schock: er hatte eine alte lieblose Beziehung nicht beendet, aber eine neue mit mir begonnen und mich die ganzen 2 Monate belogen! Hat eine Beziehung, die so begonnen hat, jemals wieder eine Chance? Die Verletzung war riesengroß! Ich hatte soetwas noch nie erlebt und war fassungslos über die Feigheit und Unreife des Mannes Mittlerweile habe ich mich erholt, aber ärgere mich auch, dass ich gerade in einem solchen Forum diese Erfahrung machen musste. Liierte Menschen sollten sich hier nicht tummeln!
    Im Übrigen muss ich sagen, dass es mir selber auch nicht leicht fällt, nach einem Treffen, bei dem kein Funke übersprang, Klartext zu sprechen- manchmal ist es auch schwer zu beurteilen, ob man sich ev. noch weitere Male sehen muss, um sich darüber klar zu werden. In jedem Fall aber ist Ehrlichkeit oberstes Gebot, denn sonst traut hier keiner mehr dem anderen!

  • Petra sagt:

    Habe jetzt natürlich genau das Gleiche erlebt. Ein Mann, sehr kultiviert, charmant, viele Bereiche, in denen wir sehr gut zusammenpassen konnten. Wir haben uns getroffen, waren sogar tanzen, er hat mir immer lange in die Augen gesehen, wir haben uns sehr gut unterhalten, gleiche Wellenlänge. Dann war Ende und drei Tage später der Bescheid, es seien leider bei ihm nicht die Schmetterlinge im Bauch gewesen.
    Toll, glaubt da noch ein Endvierziger an die Liebe auf den ersten Blick. Klar, wir träumen alle davon, keine Frage. Aber in diesem Alter, nach Scheidung und seelischen Verletzungen wäre dies ein Wunder, auf das man den Rest des Lebens vermutlich warten kann. Ist es nicht viel mehr so, man ist sich sympathisch (sonst hätte man sich doch gar nicht getroffen, meine ich), hat ihn schon irgendwie ins Herz geschlossen, versteht sich gut und es entsteht über mehrere Treffen immer mehr Vertrauen und schließlich Liebe.
    Ich habe den Eindruck, kaum ein Mensch und erst recht nicht auf diesen Internetbörsen, hat Geduld. Es soll sein wie im Supermarkt, ich nehme es in die Hand, es passt, dann nehme ich es mit, meistens passt es halt nicht und ich stelle es kommentarlos zurück. Die Liebe hat doch so überhaupt keine Chance und es ist kein Wunder bei dieser Erwartungshaltung, dass so viele Singles herumlaufen und auch Singles bleiben oder nur kurze Beziehungen haben werden. Wenn die Schmetterlinge weg sind, wird der Partner wieder ins Supermarktregal gestellt.

    Ich vermisse aus dem gleichen Grund ebenso die Höflichkeit. Eine freundliche Absage ist doch wirklich nicht so schwer, es gibt ja sogar vorgefertige Antworten für die ganz Ängstlichen.

    Ich kann natürlich nur meine Seite sehen, aber es erschüttert und beruhigt mich (leider auch), dass auch viele Frauen genauso zu sein scheinen.

  • Marktingleit. sagt:

    Ich musste 40 werden bis es mir zum ersten Mal passiert ist. 1. INTERNET: Männer aus dem anonymen Internet können auch leicht wieder in die Anonymität verschwinden ohne durch eine offene Aussprache Distanz zu schaffen. 2. TYPSACHE Es ist immer informativ vorherige Beziehungs- oder Date-Verläufe zu erfahren. 3.Kommunikation: Männer glauben das Nicht-Kommunikation klar und deutlich sagt "kein Interesse" (Watzlawik würde sich freuen).4. DYNAMIK: Frauen drehen durch die fehlende Spiegelung erst mal hoch und es fällt schwer sich neu zu orientieren. Umgekehrt genauso. FAZIT: sich und dem anderen Zeit und Freiheit lassen…. als ob das so einfach wäre ? :-)