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Kategorie | Herr Leyendecker über die Liebe und andere Unklarheiten


Leer gefischt
Leer gefischt (Kategorie: Herr Leyendecker über die Liebe und andere Unklarheiten)
Tja, als ich 22 war ging mal wieder eine meiner Beziehungen in die Brüche. War nicht glorreich und sicher keine Sternstunde meiner Persönlichkeitsentwicklung. So oder so, mein bester Kumpel kam rüber und wir tranken Bier auf meinem Balkon. Wir guckten den jungen Dingern zu, wie sie zu Parties gingen und redeten über Frauen.

Tja, als ich 22 war ging mal wieder eine meiner Beziehungen in die Brüche. War nicht glorreich und sicher keine Sternstunde meiner Persönlichkeitsentwicklung. So oder so, mein bester Kumpel kam rüber und wir tranken Bier auf meinem Balkon. Wir guckten den jungen Dingern zu, wie sie zu Parties gingen und redeten über Frauen.
 
Irgendwann sagte er dann wie es ist. „Da ist noch viel Fisch im Meer, keine Sorge.“

Gott, das war ein Spruch den meine Mutter auch immer brachte. Natürlich half er aber auch irgendwie, denn er lag ja nicht ganz falsch. Wir waren jung und wir würden noch durch das ein oder andere Abenteuer stolpern und versuchen ein Rest Würde dabei zu behalten. Manchmal mit Erfolg und manchmal ohne.

Und dann kamen die Kinder, die Ehen und das Ende des Studiums. Und langsam, ohne dass man es merkte, wurde dieser Teich leerer und leerer. Man hätte auf Greenpeace hören sollen. Exzessives Fischen nach Ehefrauen grub uns Singles die natürliche Lebensgrundlage ab. Schlimmer noch, Dauersingles und Dauersingles hörten auf sich zu verstehen. Und die Karpfen wurden einfach mal rot angestrichen und zum leckersten Lachs erklärt. Dann irgendwann gab’s auch den nicht mehr.

Es ist so eine traurige Wahrheit, dass die guten Frauen aus dem Bekanntenkreis sich langsam aber sicher in ungenutzte Chancen verwandeln und dann in fernliegende Gedanken. Für uns Männer werden jüngere Frauen interessant, natürlich. Aber irgendwann wird man dafür auch zu alt. Die Guten sind alle weg und die, die noch auf dem Markt sind, haben alle schon soviel erlebt, dass man sich da nie sicher ist, welche Überraschungen der Ex in ihrer Psyche hinterlassen hat. Der See wird leerer. Der Single in uns verhungert langsam.

Und jetzt kommt der Clou. Ausnahmsweise hab ich sogar eine Lösung für dieses Problem der Singles um die 30. Die Lösung lautet: ElitePartner.  Nein, meine Chefs haben mich nicht gezwungen, das zu schreiben. Aber wie jeder Umweltaktivist erzählen kann: Es ist der Ozean, der am Größten ist, der am längsten Fisch haben wird. Deshalb raus ins Internet, denn da tummeln sich all die Angler von den leer gefischten Seen. Und bilden plötzlich einen See der viel größer ist und viel reicher und viel besseren Fisch hat, als der durchschnittliche Angeltümpel in Ihrem Freundeskreis.
 
Gute Blogs soll es da auch geben.
 
In diesem Sinne.


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