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Lebensfallen sabotieren die Flirtkompetenz
Lebensfallen sabotieren die Flirtkompetenz (Kategorie: Flirtblog)
Flirtmuffel leiden unbewusst unter Flirtbremsen mit biografischen Hintergrund.

Manchmal muss man sein Flirt-Glück erzwingen. Hierzu sollte man auch über die psychische Funktionsweise von sogenannten „Lebensfallen“ Bescheid wissen. Sie beeinflussen unsere Flirtkompetenz.

Über das Thema „innere Flirtbremsen“ habe ich mich das eine ums andere Mal im Flirtblog schon ausgelassen. Sinnvoll. Viele Flirtmuffel leiden unbewusst unter solchen Flirtbremsen mit biografischem Hintergrund.
Ein weiterer interessanter Ansatz (im weitesten Sinne) zum Thema ist die sogenannte Schematherapie. Sie wurde von dem US-amerikanischen Psychologen Jeffrey Young vor wenigen Jahren begründet (das gleichnamige Buch ist sehr zu empfehlen).
Den Begriff Schema kann man auch mit „Lebensfalle“ übersetzen. Ist man in so einer Lebensfalle gefangen, erlebt der Betreffende fortwährend dieselben Probleme mit sich selbst und anderen – und weiß nicht, dass seine (negativen) Erwartungshaltungen daran beteiligt sind. Diese Erwartungshaltungen wirken „ganzheitlich“ (in Form von nachteiligen Gedanken, Emotionen und Körperempfindungen) und gehen auf das Konto von frühkindlichen und pubertären Prägungen.
Young unterscheidet knapp 20 Lebensfallen. In Hinsicht auf unser Thema sind relevant: (a) Misstrauen, (b) Soziale Isolation und (c) Negatives hervorheben. Betreffende sind im ersten Fall (a) häufig davon überzeugt, dass es die Mitmenschen nicht gut mit ihnen meinen. Entsprechend geht man auch „vorauseilend übervorsichtig“ an das Thema Flirten heran. Dadurch verbaut man sich selbst das Ganze (das wird aber nicht so gesehen).
Menschen, die (b) das Schema Soziale Isolation ausgeprägt haben, sind ebenfalls stark gehemmt. Bei der Partnersuche, beim Flirten gibt man sich entsprechen passiv und offenbart die Mentalität eines „stillen Wassers“.
Schließlich (c) hat auch die Lebensfalle Negatives hervorheben ihre negativen Auswirkungen. So werden zufällige Flirts etwa im Nachhinein verzerrt wahrgenommen, das heißt, pessimistisch ausgelegt („Der Typ fand mich peinlich!“).
Sie fragen sich bestimmt, liebe Leserin, lieber Leser, woran man merkt, ob man in einer Lebensfalle steckt? Nun. Das ist nicht leicht, zumal negative Schemata weitegehend unbewusst wirken – sie haben sich im Laufe von Jahren im Gehirn „neuronal eingebrannt“.
Achten Sie auf Besonderheiten beim Flirt. Wenn Sie immer wieder dieselben negativen Erfahrungen machen, immer wieder Körbe bekommen, so steckt vielleicht eine Lebensfalle dahinter. Durch Achtsamkeit können Sie sich zukünftig im Alltag eher auf die Schliche kommen. Achten Sie auf ihre ersten emotionalen und gedanklichen Impulse. Vielleicht ähneln sie sich in bestimmten Situationen.

Verhaltensänderungen kommen dann zustande, wenn Sie bewusst Impulse unterdrücken und den Dingen ihren Lauf lassen. Vielleicht denken Sie beim Small Talk: „Jetzt denkt der Andere schlecht über mich!“ Verändern Sie in diesem Fall Ihre Gedanken. Konzentrieren Sie sich auf das Gespräch – und vor allem: auf das Positive.
Schrittweise lassen sich Lebensfallen auflösen. Hierzu muss man aber erst einmal untersuchen, ob man in einer steckt.


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