Ärzte arbeiten rund um die Uhr. Sonntags, feiertags, nachts. Wenn sie doch einmal frei haben, sind sie meist viel zu kaputt, um sich um solche weltlichen Dinge wie die Partnersuche zu kümmern. Und weil das Flirten zwischen OP-Besteck und Defibrilator meist zu kurz kommt, gibt es „Doktor-Dating.de“.
Flirten bis der Arzt kommt
Tatsächlich treffen sich hier Ärzte und andere Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen. Gegründet wurde Doctor-Dating vom Flensburger Zahnarzt Erland Freij, der ebenfalls über das Internet eine Beziehung fand. So kam ihm die Idee, ein eigenes Portal für Ärzte und Co. zu gründen. Hier könne man „die Spreu vom Weizen“ trennen und „Gleichgesinnte treffen“, so die Webseite.
Andernorts seien Mediziner und Gesundheitsberufler in der Minderheit. Bei Doctor-Dating finde man leichter jemanden, der ein ähnliches Berufsbild habe, so bleibe man „unter sich“ und wer das Besondere suche, werde leichter fündig. Der recht stolze Preis von knapp 90 Euro suggeriert Exklusivität, dafür ist die Mitgliedschaft unbegrenzt.
Liebe, verschreibungspflichtig
Man möchte sich von der breiten Masse unterscheiden und elitär daherkommen, damit die Götter in Weiß ungestört untereinander anbandeln können. Deshalb achte man natürlich auch Seriosität, Qualität und Glaubwürdigkeit. Über die Art und Weise des Matching gibt es jedoch keine Informationen. Allein zum Kennenlernen und zur Kontaktaufnahme ist die Seite konzipiert. Ob die Mediziner dann zueinander passen oder nicht, scheint hier zweitrangig, Hauptsache Arzt.
Und wer gehört nun zum erlauchten Kreis der Doctors-Dater? Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Therapeutinnen und Therapeuten sowie alle PTA, MTA, Laborkräfte oder andere Angestellte, Studentinnen und Studenten. Darüber hinaus auch all diejenigen, die sich irgendwie angesprochen fühlen. Wie wäre es mit Patientinnen und Patienten?