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Langweilige Vertrautheit zwischen Paaren
Langweilige Vertrautheit zwischen Paaren (Kategorie: Partnersucheblog)
Brechen Sie mit starren Mustern, sehen Sie den Partner bewusst anders, experimentieren Sie!

Fragen Sie mal ein langjähriges Paar, wie der andere seinen Kaffee trinkt. Sie bekommen sofort eine Antwort à la: "Viel Milch, anderthalb Löffel Zucker." Sie würden darauf sogar hoch wetten. Viele Paare sind sich sicher, was ihr Liebster mag, was er isst, gern trinkt, wohin er am liebsten in Urlaub fährt. Sie glauben, sich auswendig zu kennen.

Dieses Gefühl von Vertrautheit ist wunderschön. Viele Paare finden es erstrebenswert. Doch ist es das? Vielmehr sollte selbst nach vielen Jahren des gemeinsamen Lebens eine gewisse Fremdheit erhalten bleiben. Und noch viel mehr: Die Neugier, den anderen immer wieder zu entdecken. Gehen wir nämlich davon aus, beinahe alles am Partner zu kennen, laufen wir Gefahr, in starren Mustern zu denken und ihn ausschließlich in bekannten Bahnen und mit selektivem Blick wahrzunehmen. Das nimmt die Chance, ihn im anderen Licht zu sehen. Wir neigen dazu, gewohnheitsmäßig immer wieder die gleichen Dinge mit dem Partner zu erleben. Das gilt für die Alltagsgestaltung genauso wie für Zärtlichkeit und Sexualität.

Natürlich ist es schön, die Liebste treffsicher mit einem Strauß Calla zu verwöhnen oder beim Geburtstag mit dem Coldplay-Ticket ins Schwarze zu treffen. Und natürlich ist es angenehm, zu wissen, was unserem Liebsten Lust und Befriedigung bereitet. Doch auch hier schafft ein wenig Experimentieren neuen Raum und kann Potentiale entfalten. Auf Bewährtes zurück zu greifen, bleibt stets als Option. Doch nur, weil sie immer schon italienische Gemüsepasta liebte, heißt dass nicht, dass sie nicht auch mal deftige Hausmannskost auf dem Tisch haben möchte.

Selbst aus der Erfahrung der letzten Monate oder Jahre, dass die Partnerin begeistert von sanften Küssen und Berührungen ist, ist nicht zu schließen, dass sie es auch gern mal rau und feste mag. Wer sagt denn, dass unausgesprochene Phantasien nicht auch die Ihres Gegenübers sein können? Nur weil man es selber annimmt, nur weil eine mal gemachte Bemerkung die Vermutung aufrechterhält? Also, wie beleben Sie Ihre Liebe? Ganz einfach: Brechen Sie mit starren Mustern und eingefahrenen Sichtweisen. Sehen Sie den Partner bewusst anders, hinterfragen Sie gewohnte Dinge, experimentieren Sie! Dann erleben Sie Neues!


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3 Antworten zu “Langweilige Vertrautheit zwischen Paaren”

  • Lilly sagt:

    ich kann diese pups-langweilige paar-vertrautheit auch nicht mehr sehen! in meinem freundeskreis greift das wie eine seuche um sich und statt "ich" gibt es nur noch wir wir wir…

  • stadtpflanze sagt:

    In zwei langjährigen Partnerschaften habe ich das quälende Einschleichen des Alltages auch schmerzlich erlebt. Leider ist es mir mit diesen Männern nicht gelungen den Alltag so lebendig zu halten, dass die Lebensfreude und das Interessse am Anderen wirklich noch wach geblieben ist. Ich war immer am ackern, die Männer verstehen nichts oder äußern sich nicht oder wollen nicht vom Gewohnten weg. Habe ich die falschen Männer?

  • NorbertAule sagt:

    Die Männer verstehen mehr, als Frauen denken, reden aber nicht so gern über viele Dinge. Früher hatte ich meine Liebste auf die Weise verwöhnt, die uns die Gesellschaft vorgegeben hat und allgemein als richtig akzeptiert wird. Das ist leicht und sicher. Nach 17 Jahren aufrichtig empfundener Liebe hatte ich diesen Zustand beendet. Die Erkenntnis kommt oft spät, ist aber dann unumkehrbar. Liebe wird nicht nur von den gemeinsamen Aktivitäten und den angestrebten Zielen erhalten, sondern vor allem von den gelegentlichen Aufmerksamkeiten, und sei es nur eine Kleinigkeit. Es geht nicht um Materielles. Sich auch im Alltag zu umarmen oder etwas zu tun, was sonst nicht auf dem Plan steht, zeigt der Liebsten, dass man auch in Gedanken bei ihr ist. Meine große Liebe zeigte mir das. Ihr Tod lehrte mich dann auch, dass nichts selbstverständlich ist. Auch die Sexualität gehört nicht in ein ruhiges Fahrwasser. Das stumpft ab und irgendwann findet man sich in verschiedenen Welten wieder. Man Fühlt sich nur noch als Vollstrecker des Alltags, der die Zuneigung längst bedeckt hat. Das geht Männer und Frauen gleichermassen an. Frauen werden abgeschoben, über Männer wird gern gelästert. Fasse sich mal jeder an die eigene Nase. Bedingungslose Offenheit und Hingabe beiderseits ist in unserer Gesellschaft verloren gegangen. Die älteren Paare, welche uneingeschränkt zufrieden mit ihrem Leben sind, werden weniger. Es darf keine Arbeit sein, eine Beziehung am Leben zu erhalten. Es sollte alles aus dem Innersten entspringen, ohne jedwede Vorbehalte. Man wird nicht einseitig verwöhnt, Liebe ist keine Einbahnstraße. Nach meiner Erfahrung ist es die Anspruchshaltung, die im Vorfeld jedes weitere Interesse erstickt. Das Leben ist voll an Neuerungen. Warum nicht auch im eigenen Leben?