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Kinder und Scheidungen
Kinder und Scheidungen (Kategorie: Trennungsblog)
Nicht alle Scheidungen sind das Ende eines Paares. Es gibt oft weitere Beteiligte, die leiden, wenn die Familie zerbricht.

Kinder, zum Beispiel. Denn gerade wenn Eltern glauben, Kinder würde ihre Ehe besiegeln, sagen die Statistiken leider, dass Kinder nicht vor Scheidungen bewahren.

Ich erinnere mich gut, wie vor einigen Jahren ein kleiner Mann mit gerade einmal elf Jahren neben mir saß und mich fragte warum sich seine Eltern getrennt hätten. Was sollte ich ihm sagen? Das seine Mutter seinen Vater betrogen hatte, der sich aber anschließend wie ein völliger Psychopath verhalten hatte? Dass inzwischen beide wieder zum alten Selbst gefunden haben, aber es einfach zu spät war? Wie soll das ein elf jähriger Junge verstehen? Der 25jährige, der neben ihm saß, verstand das zumindest nicht. Ich hatte keine Ahnung, was ich sagen sollte. Und sagte deshalb ziemlich lange nichts. Was auch immer ich ihm dann erzählte, fand er später ganz toll. Ich glaube nicht, dass es besonders brauchbar war. Aber der kleine Kerl wollte vielleicht nur irgendeine Antwort. Keiner hatte es ihm soweit erklärt. Alle fühlten sich schuldig. Und in ihrer Scham ließen sie ihren kleinen Mann alleine, um selbst herauszufinden, warum sich plötzlich alles änderte. Warum er umziehen musste, seine Freunde verlor, seinen Vater nicht mehr sah, seine Mutter nur noch weinte und warum plötzlich Onkel Sebastian soviel Zeit mit ihm verbrachte. Heute weiß er das alles. Und er selbst glaubt, es sei die schlimmste Zeit seines Lebens gewesen. Nicht die Trennung, nein die Zeit danach.

Kinder fragt niemand bei Scheidungen. Sie müssen mit den Entscheidungen der Eltern leben. In gewisser Weise sehr selbstsüchtig von uns Erwachsenen. Andererseits, sie verstehen es wirklich nicht. Die Trennung ihrer Eltern. Wie könnten sie sich da eine informierte Meinung bilden? Sie sind Kinder. Man muss sie beschützen und ihnen die Welt erklären. Wenn man sich scheiden lässt, ist man meistens nicht mehr in der Lage dazu. Die Wunden trägt man sein Leben mit sich rum. Als Kind. Als Eltern auch. Einfach ist das ja nicht.

Ich werde mir hier untersagen, irgendeinen Rat abzugeben. Ich saß da neben dem kleinen Kerl und fühlte mich hilflos. Das einzige was man wohl tun kann, ist, die Kleinen zu beschützen indem man versucht keine Fehler zumachen. Später, wenn die eigene Welt auseinander bricht, tut ihre das auch. Und man kann wenig tun, um sie zu beschützen.

Das so was nicht nur eine menschliche Seite hat, sondern auch eine rechtliche, klärt für mich als nächstes eine gute Freundin, die Anwältin für Familienrecht ist. Freut Euch auf RA Joanna Schmerder und ihre Einsicht zum Sorgschaftsrecht.


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2 Antworten zu “Kinder und Scheidungen”

  • Tommy sagt:

    Kinder und Scheidungen. Oh ja, dass sind traurige Geschichten. Habe auch lange bei Gericht gearbeitet und das kann wirklich schrecklich sein, wenn da das tauziehen um die Kinder beginnt. Vor allem die Kinder leiden schrecklich. Und es macht mich immer traurig wie shitegal das den Eltern ist.

  • Nobody sagt:

    Wie kann es sein, dass ein Erwachsener neben einem kleinen Jungen sitzt und ihm die Worte fehlen…? Wie kann es sein, dass Kinder einen Anspruch darauf haben, dass ihre Eltern, egal durch welche Umstände auch immer, zusammen bleiben müssen (sollen)???
    Des Kinder Glück ist "die wahre Liebe der Eltern" zu ihren Kindern und das Vertrauen in den Menschen sowie der Natur. Gut heißt nicht immer gut…wenn Kinder mit der Wahrheit groß werden, so können sie auch Entscheidungen treffen. Noch bin ich mit meinem Mann verheiratet, schon lange sind wir in Arbeit, vielleicht ein Leben lang!