Wieso lassen Sie sich wie ein Ping-Pong-Ball hin und her schubsen? Nehmen Sie das Zepter in die Hand.
Ich habe seit zwei Jahren eine Affäre mit einem vergebenen Mann. Am Anfang hat er mir die Sterne vom Himmel geholt. Nun behandelt er mich, wie es ihm beliebt. Mal behandelt er mich, als wären wir ein Paar, dann wieder meldet er sich nicht, antwortet nicht auf E-Mails, hält mich mit Treffen hin. Ich bin quasi ein Ping-Pong-Ball! Ich kann einfach nicht mehr. Mal fühl ich mich stark und geliebt von ihm, aber gerade nach solch schönen Stunden behandelt er mich plötzlich wieder wie ein Niemand und nimmt auf meine Gefühle überhaupt keine Rücksicht. Trotzdem schaffe ich es nicht, mich zu lösen. Ich falle im Endeffekt immer wieder auf ihn herein und verstehe nicht, warum! Ich sehe gut aus, habe einige Freunde, viele Verehrer, einen guten Job. Ich hab das gar nicht nötig, niemand hat so eine Behandlung nötig und trotzdem schaffe ich es nicht! Was soll ich nur tun? Wie komm ich da raus, es macht mich einfach kaputt immer wieder festzustellen, nicht geliebt zu werden.
Sie haben das Zepter in der Hand. Nutzen es aber nicht, sondern lassen sich wie ein Ping-Ping Ball hin und her stoßen. Sie werden aus der Schublade geholt, wenn Sie gebraucht werden und werden fallen gelassen, wenn die Ehefrau gut funktioniert. Ihre Aufgabe besteht nun darin, sofort eine Grenze zu setzen. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder, Sie setzen die Grenze und trenne sich stehenden Fußes, denn dieser Partner wird sich nicht mehr verändern und wird sich nicht komplett für Sie entscheiden. Oder Sie akzeptieren die Situation so wie sie jetzt ist, bleiben weiter die Dauergeliebte. In diesem Falle dürfen Sie sich über die Situation nicht mehr beschweren und leben nebenbei ein eigenes Leben mit eigenen Freunden und eigenen Interessen.