Eine unserer Umfragen bezüglich der Beliebtheit verschiedener Dialekte wurde kürzlich von einer Erhebung der Gesellschaft für deutsche Sprache bestätigt: Sächsisch ist nicht unbedingt erste Wahl beim Flirten.
Interessant: Viele flirten selbstverständlich und selbstbewusst in ihrem Dialekt und viele tun dies innerhalb ihrer Heimat. So weit, so gut. Was aber, wenn der Bayer in Hamburg der kühlen Blonden "I mog di." ins Ohr haucht. Dann kann es gut passieren, dass sie ihm die kalte Schulter zeigt. Denn wenngleich das Bayrische vergleichsweise gut ankommt bei den Befragten beider Studien, heißt es doch auch, dass die Toleranz gegenüber Dialekten aus anderen Regionen durchwachsen ist. Insgesamt punkten überregional Flirtwillige am besten mit Hochdeutsch, so vermeiden sie die schlimmsten Fettnäpfchen.
Überhaupt: Viele Befragte legten großen Wert auf den korrekten Gebrauch der Sprache und ebensolche Rechtschreibung. Deshalb sollten Sie nicht nur beim Flirten, sondern bei der Partnersuche im Allgemeinen etwas mehr Sorgfalt walten lassen. Plump formulierte Anmachsprüche sind ebenso unsexy wie Profile oder E-Mails, die vor Schreibfehlern nur so wimmeln.
Keine Sorge, das heißt nun nicht, dass wir alle fortan nur noch gestelzt daher salbadern sollen. Aber gewählte Sprache oder gewandte Formulierungen machen Eindruck beim Gegenüber, solange sie von einem Menschen kommen, der dabei authentisch und echt ist. Dann darf es auch gern mit Dialekt sein. Hochdeutsch kann man zwar trainieren, aber eine gewisse Sprachfärbung ist oft trotz aller Bemühungen unüberhörbar. Und solange Sie in der Lage sind, sich verständlich auszudrücken, kann gerade das sehr anziehend wirken.