Steffi (25) aus Hamburg und Ben (26) aus Hannover gewannen im August das HoliDate - eine Blind Date-Reise in ein vier Sterne Hotel auf Gran Canaria. Der edle Spender: Holidaycheck.de - Deutschlands größtes Meinungsportal für Reisen und Urlaub.p>
Bevor es losging, gab Diplom-Psychologin Lisa Fischbach den beiden anhand ihres Matchings noch eine Urlaubsprognose mit auf den Weg: 79 Matchingpunkte – nicht optimal, aber auch keine hoffnungslose Ausgangsposition für ein entspanntes Kennenlernen unter spanischer Sonne. Ob Amors Pfeil die beiden traf, erfahren Sie hier.
Sind die Matchingpunkte entscheidend?
Trotz aller Vorfreude standen die Zeichen keineswegs auf Flirt. "Im Urlaub verlassen wir unser gewohntes Umfeld", konstatiert Single-Coach Lisa Fischbach. "Wir sind in einer Art Ausnahmesituation, wollen etwas Besonderes erleben und unsere Sorgen für eine Weile vergessen. Entsprechend hoch sind unsere Erwartungen an diese Zeit." Eben eine solche Anspruchshaltung hatten sowohl Steffi als auch Ben. Mit 79 Matchingpunkten hatten sie jedoch nicht gerade ideale Voraussetzungen für einen harmonischen Umgang. Obwohl sie damit knapp über dem Durchschnitt liegen, hat es in den entscheidenden Punkten so gar nicht zwischen den beiden geklappt. In ihren Videobotschaften, die die gemeinsame Reise dokumentierten, wirkten sie recht geknickt. Steffi wurde ziemlich deutlich in ihren Aussagen, dass die Chemie zwischen ihr und Ben einfach nicht stimmte. Sie hat ganz andere Erwartungen an ihren Traumpartner und empfand Ben daher als zu ruhig, langweilig und artig. Ihre Enttäuschung darüber schlug sogar in Ärger um. Auch Ben konnte keine Begeisterung für die gemeinsame Zeit zeigen. Dennoch ging er seinem Typ entsprechend gefasster damit um. Die beiden gingen sich augenscheinlich auf die Nerven: Streit, schlechte Laune und letztendlich getrennte Wege waren die Folgen. Besonders belastend war, keine Gemeinsamkeiten gefunden zu haben und die Schwierigkeit, nicht mit einander reden zu können.
Blind Date-Urlaub bedeutet Stress
Keine wirkliche Überraschung findet Single-Coach Lisa Fischbach: "In Sachen Konfliktfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Stessverarbeitung weisen beide einen recht niedrigen Wert auf. Das sind aber ganz wichtige Fähigkeiten, um sich kennen zu lernen und eine solche herausfordernde Situation zu meistern. Da ist es schwierig, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen." Ein Blind Date-Urlaub bedeutet nun einmal eine gehörige Portion Stress: Man muss sich auf einen vollkommen unbekannten Menschen einlassen. Erschwerend kam hinzu: Sowohl Steffi als auch Ben sind in ihrer Handlungsweise nicht sonderlich dominant, sondern lassen sich lieber an die Hand nehmen. Candlelight-Dinner, Quad-Fahrt und Wellness-Tag sorgten zwar für umfangreiche Abwechslung. Doch wenn die Wellenlänge nicht stimmt, sind Dissonanzen vorprogrammiert. Die Konsequenz: Langeweile macht sich breit. "Beide fühlten sich von ihrem Gegenüber nicht verstanden und in ihren Empfindungen nicht ernst genommen. Eine Situation, die sehr unbefriedigend ist", erklärt Lisa Fischbach.
Die Chemie stimmte einfach nicht
Also lag es nicht an den Matchingpunkten? "Nicht unbedingt", sagt Lisa Fischbach. "Auch mit nur 79 Punkten kann es klappen, wenn sich die Persönlichkeiten in entscheidenden Punkten ergänzen, zwei sich für einander interessieren und die Gemeinsamkeiten entdecken wollen. Ausschlaggebend ist immer, dass es funkt – ob mit vielen oder wenigen Matchingpunkten." Ideal ist dabei übrigens eine Mischung aus Übereinstimmung und Unterschiedlichkeit. Nur muss die Balance stimmen. Bei Steffi und Ben waren es ausgerechnet die relevanten Punkte, die sich nicht optimal ergänzten. Dennoch waren beiden mutig genug, sich darauf einzulassen. Schließlich heißt es: "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!" Steffi und Ben haben sich beide sehr auf die Reise gefreut. Doch von jetzt auf gleich umzuschalten und den Alltagstrott hinter sich zu lassen, gelang beiden nicht. Neben den unterschiedlichen Persönlichkeiten kam erschwerend hinzu, dass auch die Interessen zu verschieden waren. Das Fundament, um eine entspannte und anregende Zeit miteinander zu verbringen. Die oft erwähnte und berühmte Chemie stimmte zwischen den zwei Urlaubern einfach nicht. Dennoch haben sie sich auf ein spannendes Experiment eingelassen, bei dem sie die wunderschöne Kanaren-Insel erkunden durften und dabei womöglich auch einiges über sich selbst gelernt haben.
Diese Artikel können Sie auch interessieren:
>> Test: Welcher Urlaubstyp sind Sie?
>> Liebe auf den zweiten Blick
>> Ratgeber für Alleinreisende
>> Wenn es einfach nicht funkt…
>> Flirten: Gemeinsamkeiten suchen und finden