Vergessen Sie im Partytrubel nicht, Ihre neue Bekanntschaft genauer unter die Lupe zu nehmen.
Helau! Alaf! Ahoi! – An Fastnacht wird geflirtet, was das Zeug hält. Doch was ist von spontan geschlossenen Bekanntschaften zu halten? Wie groß ist die Chance, dass der Flirt möglicherweise der Beginn von etwas Großem ist?
Tja, mit guter Stimmung und einigen Gläschen intus, hat Frau und Mann es leichter, wenn es ums Anbandeln mit dem anderen Geschlecht geht. So reicht es zum Beispiel schon aus, sich hinein ins Vergnügen (= Straßenfastnacht) zu begeben und ein paar Liedchen mitzuträllern. Schunkelnd, versteht sich. Es dürfte nicht lange dauern, bis man den einen oder anderen Small Talk erlebt. Doch es stellt sich die Frage: Haben Fastnachtsflirts Zukunft? In einem Beitrag, der am Rosenmontag auf Radio Regenbogen lief, ging es genau um dieses Thema.
Zunächst wurden einige Anregungen bezüglich des passenden Outfits gegeben. Den Frauen wurde empfohlen, Kostüme zu tragen, die beim männlichen Geschlecht so manche Fantasie provozieren, selbstredend erotisch-gefärbte. Die Außenwirkung lässt sich demnach vor allem durch folgende Maskeraden verstärken: Krankenschwester, Teufelchen, Ärztin, Masseurin, Geschäftsfrau, Stewardess, Go-go-Tänzerin und so weiter.
Männer kommen besser an, wenn sie "typisch maskuline" Erscheinungsbilder repräsentieren und/oder einen hohen sozialen Status vermitteln. Denken wir etwa an: Türsteher, Manager, Sportler (etwa Athlet), Pilot, Security-Angestellter oder (Achtung!) Neandertaler. – Die Tipps für die beiden Geschlechter sind natürlich unter anderem abgeleitet aus evolutionspsychologischen Erkenntnissen.
Doch nun einige Worte zu der oben erwähnten Angelegenheit: Flirtpartner = potenzieller Lebenspartner? Zunächst ist klar, dass an Karneval überdurchschnittlich häufig geflirtet wird als sonst. So mancher Kommunikationswissenschaftler würde wohl sagen: Es ist (an Karneval) nicht möglich, nicht zu flirten.
Klar, hier liegt nicht das Problem, es liegt vielmehr darin, dass ich den anderen im unvermeidlichen Party-Ambiente sehr schwer durchschauen kann, genauer gesagt, seine eigentlichen Absichten trotz Psychotricks nicht erfahre.
Das heißt, so mancher Gesprächspartner sucht vielleicht einen One-Night-Stand, vielleicht will sich ein anderer nur die Zeit vertreiben oder sein Selbstwertgefühl aufpäppeln. Im Alltag erkenne ich solche Situationen möglicherweise eher, beim Karneval nicht unbedingt (eventuell liegt dies aber auch an den eigenen Promillewerten). Und weil an den närrischen Tagen ohnehin die Seitensprunggefahr am höchsten ist, entpuppt sich der nette Small Talk-Partner am nächsten Morgen vielleicht als Fremdgeher. – Ta, Tata, Tataaaaaaaaaaaaaaaaaaa.
Also, mein Tipp lautet: Wenn Sie auf der Suche nach einer Beziehung sind, flirten sie, vor allem an Fastnacht. Aber versprechen Sie sich nicht zuviel davon. Denn Fastnachtszeit heißt: (unverfängliche?) Flirtzeit.