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Haarige Angelegenheiten – Was die Haare über Ihr Date verraten
Haarige Angelegenheiten – Was die Haare über Ihr Date verraten (Kategorie: Partnersuche)
Bubikopf, Lockenmähne, Rastazöpfe oder Glatze – Die Haare verraten viel über ihren Träger. Frisuren senden psychologische Signale, das ist klar. Doch was genau können wir aus der Haarpracht unseres Gegenübers ablesen und bei welchen Rückschlüssen sollten wir lieber vorsichtig sein? Wir verraten es Ihnen.

Frisur und Charakter

„Ein Mann, der ungepflegtes Haar hat, den kann man doch gleich vergessen“, behauptet Elisa (37). Die Künstlerin ist fest davon überzeugt, sie könne aufgrund der Haare sagen, wie vital, temperamentvoll oder modebewusst ein Mann ist. Und Investmentbanker Richard (41) glaubt sogar zu wissen, dass kurzhaarige Frauen meist intelligenter und selbstbewusster seien als ihre langhaarigen Geschlechtsgenossinnen. „Erfahrungswerte!“, lautet sein schlichter Kommentar.
„Tatsächlich sind die Haare und die Frisur einer der wichtigsten Schlüsselreize, die den ersten Eindruck ausmachen und deshalb, ob wir jemanden sympathisch finden oder nicht“, sagt Diplom-Psychologin Lisa Fischbach. „Ob jemand sich pflegt oder besonders modebewusst ist, können wir oft an dem Styling seiner Haare ablesen.“ Doch auf den Charakter gibt die Frisur keine echten Hinweise, auch, wenn Richard noch so sehr vom Gegenteil überzeugt ist.

Mode und Umfeld

„Ich lege viel Wert auf gepflegtes Haar“, sagt Elisa und schüttelt ihre langen, dunklen Locken. So unangepasst wie ihre Mähne ist auch sie, ihrem Empfinden nach. „Über die Art, wie wir unsere Haare tragen, können wir vieles nach außen signalisieren“, bestätigt Lisa Fischbach. „Die Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlichen Schicht oder Gruppe beispielsweise. Denn wie wir unsere Haare tragen, wird von unserem Umfeld mitbestimmt.“ Und zwar meist unbewusst.
Klar, dass Pop-Sternchen und Hollywood-Diven vor allem die Jüngeren zum Tragen bestimmter Haarstylings inspirieren. Bei den älteren Semestern sind es dagegen häufig Nachrichtensprecherinnen, die mit ihren praktischen Pagenköpfen zum Frisuren-Vorbild werden. Doch auch die Psyche beeinflusst die Haarpracht. Bei einem Bad Hair-Day signalisiert sie uns, dass etwas nicht ganz rund läuft.

Über kurz oder lang

Entsprechende Untersuchungen aus dem angelsächsischen Bereich scheinen dies zu bestätigen. So fielen bei einer Studie zur Frage Haar und Persönlichkeitseigenschaften vor allem die langhaarigen Männer durch das Raster erwünschter zwischenmenschlicher Attribute. Sie galten in dieser Studie als unangenehm und ungehobelt, außerdem als dumm und arm, als am wenigsten kontaktfreudig, als nachlässig und wenig sexy. Allerdings wurden sie auch als am wenigsten egozentrisch (ich-bezogen) eingestuft.
Verschiedene Untersuchungen haben die bestehenden Klischees bestätigt: Langhaarige Männer gelten als unattraktiv, raspelkurz mit Strähnchen wird als flippig angesehen und halblange Mittelscheitel-Träger sind langweilige Normalos. Männer, die bei Frauen punkten wollen, tragen Glatze oder halblange Haare mit Seitenscheitel.
Bei den Frauen ist der Scheitel unwichtig: Hier zählen Haarfarbe und -länge. Je blonder, glatter und länger, desto besser. Obwohl ihnen unterschwellig auch eine gewisse Zickigkeit unterstellt wird. Kurzhaarigen Frauen wird Intelligenz und Selbstbewusstsein zugesprochen, die besten mütterlichen Qualitäten haben angeblich Dunkelhaarige mit mittellangen, unkomplizierten Frisuren.

Das Gesamtbild muss stimmen

Blondinen werden also tatsächlich bevorzugt. Die gute Nachricht: Nur auf den ersten Blick. „Entscheidend ist im Endeffekt der Gesamteindruck“, sagt Lisa Fischbach. „Und dieser setzt sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammen, so dass die Frisur nur ein Aspekt ist.“

Hinzu kommt laut Lisa Fischbach das Alter. „Junge Frauen experimentieren auf der Suche nach dem eigenen Stil mit ihren Frisuren. Ältere haben diesen meist längst gefunden, sie drücken über ihr Erscheinungsbild eher die innere Einstellung und Zufriedenheit aus.“
Richard gibt zu, dass er manchmal mit seinen Beurteilungen daneben liegt. Gerade erst hat er sich in eine Frau verliebt. „Sie hat kurze, dunkle Locken“, lacht er. „Rein vom Äußeren hätte sie auf den ersten Blick nicht in mein Beuteschema gepasst.“ Doch es passt prima zwischen den beiden und Richard ist froh, dass er einen zweiten Blick zugelassen hat.

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