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Galionsfiguren der Liebe
Galionsfiguren der Liebe (Kategorie: frisch-verliebt)
Lebenslange Leidenschaft, Verzicht auf Ruhm und Ehre, Treue bis in den Tod - es gibt Menschen, die uns in Sachen Liebe immer wieder beeindrucken.

Begleiten Sie uns bei einem Streifzug durch die Geschichte und begegnen Sie einigen beeindruckenden Symbolfiguren und ihren einzigartigen Geschichten.

Kleopatra und Antonius

So ganz genau wissen wir natürlich nicht, ob die kluge Kleopatra den Feldherren Antonius nur aus Kalkül umgarnte. Die Kaiserin wusste um ihre Wirkung auf Männer und hatte schon Julius Caesar für politische Zwecke benutzt. Aus der On-und-Off-Beziehung mit Antonius gingen jedoch drei Kinder hervor und sie planten später sogar gemeinsame Eroberungszüge.
Als sich bei einer dieser Schlachten die Niederlage abzeichnete, floh Kleopatra. Woraufhin Antonius sich aus Verzweiflung umbrachte, so groß war seine Liebe zu ihr. Auch Kleopatra fand wenig später den Tod. Archäologen haben erst kürzlich Hinweise darauf gefunden, dass das Paar gemeinsam bestattet worden ist.

Yoko Ono und John Lennon

Es war Liebe auf den ersten Blick als die erfolgreiche Konzeptkünstlerin und der Beatle sich in den Swinging Sixties begegneten. Yoko und John trennten sich von ihren jeweiligen Partnern, weil sie wussten, dass sie zusammengehörten. Für Beatles-Fans weltweit war sie ein Hassobjekt und für die Trennung der Band verantwortlich.
Legendär die Treffen, die John und Yoko veranstalteten. Dabei entstand ihr Hit "Give Peace a Chance". Nicht nur künstlerisch, auch politisch bezogen sie beherzt Stellung. Sie meisterten einige Krisen und planten gerade ein Comeback, das mit Lennons Ermordung 1980 ein jähes Ende fand. Yoko Ono wurde nach Jackie Kennedy zur wohl bekanntesten Witwe der Welt.

Gertrude Stein und Alice B. Toklas

Gertrude führte zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen legendären Pariser Salon. Sie förderte Künstler wie Picasso, Matisse und Cezanne. Alice war ihre Vertraute, Geliebte, Muse, Kritikerin, Sekretärin, Herausgeberin und Köchin. Weil sie beide unterschiedliche Tagesrhythmen lebten, schrieben sie sich wunderbare Liebesbriefe.
Die üppige Gertrude mit Wollstrümpfen, flachen Schuhen und Bürstenhaarschnitt und die zierliche Alice mit langem Rock und Zigeunerohrringen waren ein ungleiches Paar. Sie lebten ihre lesbische Liebe ebenso unkonventionell wie selbstbewusst, inspirierten einander, unterstützten sich und gaben sich gegenseitig Kraft, wobei Alice immer ein wenig im Schatten ihrer Geliebten stand. Nach Gertrudes Tod 1946 wurde sie erfolgreiche Kochbuchautorin.

Wallis Simpson und King Edward VIII

Als sie sich zu Beginn der Dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zum ersten Mal trafen, war Wallis gerade zum zweiten Mal verheiratet und Thronfolger Edward der begehrteste Junggeselle Englands mit zahlreichen Affären. Doch seine Leidenschaft für die Amerikanerin führte schließlich dazu, dass er schon kurz nach seiner Krönung abdankte.
Erst 13 Jahre später heirateten sie endlich. Doch tatsächlich war das Glück getrübt, nachdem sie eigentlich frei füreinander gewesen wären. Denn Wallis fand Edwards Liebe bisweilen erdrückend und flüchtete sich in Affären. Spektakulär bleibt jedoch die radikale Entscheidung des jungen Königs, für die Liebe auf die Krone zu verzichten.

Charles und Camilla

Und noch eine königliche Liebesgeschichte, die nach langem Warten endlich ein Happy End fand. Als Charles 1981 Lady Diana Spencer mit großem Brimborium ehelichte, wirkte das Paar irgendwie verkrampft und weit entfernt von glücklich. Kein Wunder, gehörte sein Herz doch eigentlich schon seit 1970 Camilla Parker Bowles.
Obwohl beide verheiratet waren, lebte ihre Affäre in den 80er Jahren wieder auf. Lange versuchten sie, ihre Liaison geheim zu halten, doch Charles und Diana gelang es irgendwann nicht mehr, die Fassade aufrecht zu erhalten und nachdem ihre Ehe zerbrochen war, bahnte sich langsam auch für Charles und Camilla eine Perspektive an. Auch Camilla trennte sich von ihrem Mann. 2005 heirateten sie endlich, zwar nur standesamtlich, weil die anglikanische Kirche Geschiedenen, deren Ehepartner noch leben, die kirchliche Hochzeit versagt. Doch seitdem sind sie offensichtlich skandalfrei glücklich.

Winnie und Nelson Mandela

Vor zwanzig Jahren wurde Nelson Mandela, der berühmteste politische Häftling aller Zeiten, aus dem Gefängnis entlassen. An seiner Seite, seine exzentrische Gattin Winnie. Als Nelson und Winnie sich 1956 zum ersten Mal begegneten, war er bereits als Widerstandskämpfer gegen die Rassentrennung aktiv und sie die erste schwarze Sozialarbeiterin Südafrikas.
Vier Jahre später ging er in den Untergrund, ab 1962 war er im Gefängnis. Ihre Briefe rührten die Welt. Winnie selbst wurde zum Symbol in ihrer Treue und Unbeugsamkeit. Nelson stand nach seiner Freilassung zu seiner Frau, als sie wegen zahlreicher Vergehen angeklagt wurde. Als dann jedoch Affären und Betrügereien ans Licht kamen, zog er den Schlussstrich. Seit 1996 ist das Paar geschieden.

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