Unseren Partner wollen wir nicht teilen. Doch ihr bester Freund und seine beste Freundin waren leider schon vor uns da. Eifersüchtige Gemüter könnten denken:
Fremdgehen leicht gemacht...
Sie kennen sich in- und auswendig. Waren schon ganz dicke miteinander, bevor wir unseren Partner kannten. Jede Woche haben sich die beiden in schlechten Singlezeiten beim DVD-Abend zusammen auf die Couch gekuschelt und sich gegenseitig Trost gespendet. Jetzt unterhalten sie sich immer noch in Geheimcodes – und bestehen darauf, sich regelmäßig zu treffen. Kein Wunder, dass der oder die Liebste bei so viel Intimität auch mal misstrauisch wird. Denn: Ist so eine Freundschaft vielleicht nur ein Freibrief fürs Fremdgehen?
Eine Weisheit aus der Hollywoodromanze „Harry & Sally“ besagt: Frauen und Männer können nicht befreundet sein – der Sex kommt ihnen früher oder später immer dazwischen! Laut einer Studie sieht zumindest die Mehrheit der Männer das anders – immerhin glauben 69 Prozent an platonische Beziehungen zwischen Mann und Frau.
Wenn Ihnen als Partner trotzdem die Eifersucht ins Gehege kommt, beachten Sie einfach folgende Tipps:
1. Potenzial ausloten
Findet er seine beste Freundin etwa attraktiver als mich? Ist ihr bester Freund mehr als nur ein geduldiger Zuhörer für sie? Finden Sie heraus, ob Ihr Misstrauen berechtigt ist oder Ihnen Ihre eifersüchtige Ader einen Streich spielt. Einige Anzeichen sollten Sie aufhorchen lassen: So gibt es beispielsweise für Geheimniskrämerei in einer harmlosen, gleichgeschlechtlichen Freundschaft keinen Grund. Obacht also, wenn Ihr Partner ganz normale Treffen eher mit der Vertraulichkeit einer geheimen Agentenmission behandelt. Spielen Sie den stillen Beobachter, anstatt mit Argusaugen über die Freundschaft zu wachen und jede Verabredung zu kommentieren. Nur so können Sie beurteilen, welche Gefühle die beiden tatsächlich verbindet und ob Potenzial zum Fremdgehen besteht.
2. Störfaktoren offen ansprechen
Ihr bester Freund ruft sie jeden Tag drei Mal an. Das nervt! Seine beste Freundin will sich gerade immer dann ausheulen, wenn Sie einen gemütlichen Abend zu zweit geplant haben. Jetzt bloß keine Szene machen! Damit würden Sie den beiden bloß noch mehr Gesprächsstoff bieten – und zwar Ihre unnötige Eifersucht! Sprechen Sie Ihren Partner stattdessen lieber in einer ruhigen Minute und möglichst sachlich auf die kleinen Störfaktoren an. Ihrem Partner ist möglicherweise gar nicht bewusst, dass er Ihre Gefühle verletzt. Finden Sie Kompromisse, die Ihnen und dem besten Freund oder der besten Freundin eine friedfertige Koexistenz ermöglichen.
3. Der oder die Ex als bester Freund? Bleiben Sie gelassen!
Sie vertraten bisher stets die Meinung: Eine Freundschaft unter Ex-Partnern geht gar nicht! Ihr(e) Liebste(r) sieht das anders. Die Metamorphose von Liebe in Freundschaft ist bei den aktuellen Partnern oft unerwünscht. Kein Wunder: Diese Konstellation wirkt durch ihre (wenn auch ehemalige) Intimität umso bedrohlicher. Sie sollten jedoch auf keinen Fall versuchen, den Kontakt zu unterbinden oder mit Auflagen zu versehen. Üben Sie sich in Gelassenheit. Zeigen Sie sich dem Ex-Partner gegenüber höflich und interessiert. Fragen Sie aber auf keinen Fall nach privaten Details aus der Vergangenheit! Auch als Berater für Beziehungsprobleme ist der beste Freund des Partners absolut tabu – Sie würden sich damit selbst ins Aus manövrieren. Akzeptieren Sie die Freundschaft, ohne sich selbst zu stark einbringen zu wollen und vermeiden Sie es, Ihre Eifersucht offen zu zeigen. Das würde nur dazu führen, dass sich die „Gegenpartei“ noch stärker verbündet.
4. Keine Eifersuchtsdramen!
Grundsätzlich gilt: Wer sich seinem Partner gegenüber übermäßig eifersüchtig zeigt, macht sich unattraktiv. Hinterfragen Sie stattdessen lieber, warum Sie eifersüchtig auf den besten Freund oder die beste Freundin Ihres Partners sind! Fühlen Sie sich vernachlässigt? Fürchten Sie, Ihr Partner sei Ihnen gegenüber weniger offen? Vermissen Sie Aufmerksamkeiten und Komplimente? Nutzen Sie das Gefühl der Eifersucht, um eigene Beziehungsdefizite aufzudecken und diese anzusprechen. Indem Sie an Ihrer Partnerschaft arbeiten und Vertrauen stärken, lenken Sie die negativen Empfindungen in eine positive Richtung und quälende Gedanken rund ums Fremdgehen haben keine Chance mehr.
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