In vielen Bundesländern ist das Qualmen in Bars verboten. "Hast Du Feuer" ist als Anmachspruch also passée.
Wie das Flirten trotzdem klappt, verraten wir hier.
Jeder Dritte will keinen Raucher
Als Teenager träumen viele Mädchen von einem lässigen Cowboy. Deshalb finden sie Jungs mit Zigarette echt cool. Ein paar Jahre später merken sie, dass es noch lässiger geht: Ohne Kippe nämlich. Und so meint ein Drittel der Deutschen, sich nicht in einen Raucher verlieben zu können (Quelle: LiebesTrendMonitor, 4.000 Befragte). Psychologin Lisa Fischbach erklärt den Trend zum Nichtrauchen: "Gesundheit und Fitness sind unserer Gesellschaft wichtig", erklärt sie. "Jemand, der nicht auf sich achtet, ist für viele als Partner inakzeptabel."
Neuer Trend: Smirting
"Hast Du mal Feuer?" Dieser Anmachspruch war ein Klassiker. Fischbach erklärt warum: "Eine völlig unverfängliche Eröffnung. Charmant gestellt war die Frage ein geeigneter Gesprächseinstieg, und bei Desinteresse zündete man nur die Zigarette an und ein Korb war weniger offensichtlich." Aber auch ohne diesen Spruch haben die Raucher schon wieder die Nase vorn. Zumindest, was die Flirttechnik und das Anbändeln angeht: Sie smirten nämlich. Bitte, was? Smirting ist eine Kombination aus smoking und flirting. Gemeint ist: Vor Lokalitäten, in denen Rauchen verboten ist, rotten sich die Raucher zusammen. Draußen vor der Tür. Doch anders als Borchers Beckmann fühlen sie sich nicht ausgestoßen, sondern pudelwohl. Hier wird nämlich gesmirtet, was das Zeug hält. Sie fragen nach Zigaretten oder nach Feuer, stellen fest, wie kalt es doch hier draußen ist und schwups – plaudern sie miteinander.
Es gibt böse Gerüchte: Mittlerweile sollen sich sogar Nichtraucher zu diesen Grüppchen gesellen, um leichter Kontakt zu knüpfen.
Tipp für Nichtraucher
Es kommt nicht auf originelle Flirttechniken und Sprüche an ("Hast Du mal Feuer" ist der beste Beweis). Der erste Eindruck entsteht nämlich zu 93 Prozent aus Gestik, Mimik und Stimme. Viel wichtiger: Wie die Worte rübergebracht werden: "Die Ausstrahlung ist wichtiger als die Themenwahl. Achten Sie auf eine präsente Haltung, eine klare Stimme und schauen Sie Ihrem Gegenüber in die Augen", rät Lisa Fischbach. Die Einstiegsthemen können also lapidar sein. Ob Drink-Empfehlung oder das Wetter: Hauptsache leicht und jeder kann etwas dazu sagen. Wenn zwei Menschen sich sympathisch sind, ergibt sich daraus ein nettes Gespräch. Absolut tabu sind nur Lästereien und heikle Themen wie Politik.
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