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Flirten und Achtsamkeit
Flirten und Achtsamkeit (Kategorie: Flirtblog)
Hören Sie sich bewusst selbst zu, achten Sie auch unbedingt auf die Körpersprache Ihres Gegenübers, wenn sie (oder er) spricht.

Der Mensch ist nicht für ein „bewusstes“ Dasein konstruiert. (Zu) oft laufen wir auf Autopilot, sind Gewohnheitstiere. Das ist auch in Hinsicht auf den Flirt schlecht.

Stellen Sie sich vor, Sie wären dazu gezwungen, bei jeder zwischenmenschlichen Begegnung im Alltag immer wieder ihre kognitiven Ressourcen abzurufen. Sie müssten sich bewusst(!) mit dem Gegenüber, auch dem privat bekannten Gesicht, auseinandersetzen und sich immer wieder dieselben Fragen stellen etwa: „Freund oder Feind?“ – „Welche Gefühle löst sie/er in mir aus – und warum?“ – „Was an ihr/ihm ist mir sympathisch, was nicht?“, „Wie tickt der Andere?“ usw.
Da unser Gehirn „bei Vollgas“ mehr als 30 Prozent der Stoffwechselenergie verbrauchen würde, hat Mutter Natur einen „Schutzmechanismus“ eingebaut. Und der gestaltet sich so: Unser Gehirn spart im Alltag Energie, indem es (für uns unbewusst) die zahllosen Reize aus der Umwelt vorselektiert und außerdem „altbekannt“ emotional bewertet.
Hieraus folgt das allseits bekannte Schubladendenken. Wir kennen es alle: Ein neues Gesicht wird nach „alten“ Kriterien eingeordnet. Haben wir etwa sehr negative Erfahrungen mit einem „Stefan“ gemacht, so kommen wir recht schnell zu einer nachteiligen Einschätzung, sollte unser Gegenüber denselben Namen aussprechen.
Auch beim Flirt hat unser, im Allgemeinen unbewusstes psychisches Funktionieren häufig negative Auswirkungen. Wir schätzen nämlich nicht selten das Verhalten unseres Flirtpartners falsch ein. Auf der anderen Seite hapert es auch generell mit der Selbstwahrnehmung. Ein Beispiel: Wir alle kennen Menschen, die vor allem durch die Kompetenz auffallen, ihr soziales Umfeld mit überlangen Monologen zu langweilen. Bekanntermaßen merken die Betreffenden das Dilemma als letzte.
Im Allgemeinen herrschen Selbst- und Fremd-Unkenntnis vor. Hieraus folgt, dass man nicht schlecht damit beraten ist, wenn man an seiner eigenen Achtsamkeit im Alltag arbeitet. Wenn Sie also zukünftig im Alltag mit Ihren Mitmenschen kommunizieren, dass versuchen Sie öfter mal, auf die Meta-Ebene zu „switchen“. Beobachten Sie die Verständigung quasi einmal aus Sicht eines Dritten. Hören Sie sich bewusst selbst zu, achten Sie auch unbedingt auf die Körpersprache Ihres Gegenübers, wenn sie (oder er) spricht.

Ich will Ihnen in diesem Zusammenhang eines nicht verschweigen: Wenn Sie oft „mitdenken“, kritisieren, Dinge infrage stellen, dann gehören Sie nicht zur Masse. Das Groß unserer Gesellschaft funktioniert „halt“. Wenn Sie andererseits philosophisch beziehungsweise psychologisch „angehaucht“ sind, dann brauchen Sie wahrscheinlich regelmäßig Kontakt zu Gleichgesinnten.
Letzterer Aspekt hat auch Auswirkungen auf die Partnerwahl. Oder?


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