Sonnenlicht führt nachweislich zur Erhöhung des Serotonin-Spiegels. Die Konsequenz: Gute Laune und Flirtstimmung.
Die Schwimmbadsaison ist eröffnet. Zwischen kreischenden Kindern, Wasserbomben und dem Besuch der unvermeidlichen Pommes-Bude passt immer noch ein Flirt.
Ja, kaum kommt die Sonne raus, zieht es die Massen nach draußen, ins Freie. Ein beliebter Treffpunkt: Das Freibad. Dies ist zwar nicht jedermanns Sache, aber ich will hier mal eine Lanze brechen.
Man trifft auf gut gelaunte Menschen, mit denen man leicht ins Gespräch kommt. Grund: Sonnenlicht führt nachweislich zur Erhöhung des Serotonin-Spiegels. Dieser Botenstoff kann es in Hinsicht auf seine Wirkung locker mit einem Antidepressivum aufnehmen. So, alleine diese Grundvoraussetzung sorgt im Allgemeinen für eine gute Flirtgrundlage. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ergibt sich in Hinsicht auf das Thema Schönheitsideale. Im Schwimmbad sieht man mal wieder, wie realitätsfern die Attraktivitätsdarstellungen in den Medien sind. Leicht wird man wieder auf den Boden der Tatsachen geholt und kann etwa seine eigenen Partnersuchbilder "nach unten" hin korrigieren.
Nun, zunächst einmal ist eine optimale Platzierung im Schwimmbad angesagt. Am besten schlägt man sein Lager dort auf, wo man (a) möglichst viele Mitmenschen in Augenschein nehmen kann und (b) von vielen potenziellen Flirtpartnern gesehen wird. Ein heikles Thema ist: Bademode. Sie verrät, wie oben schon angedeutet, ziemlich viel von meinen Körperproportionen. Damit kommt nicht jeder klar. Komisch eigentlich. Wer diesbezüglich Hemmungen hat, ins Schwimmbad zu gehen, darf sich bewusst machen: Ein Besuch kommt einer Konfrontationsübung gleich – und lohnt sich deshalb. Gut, zurück zum Thema. Sie haben also an einem vorteilhaften Platz Ihr Lager aufgeschlagen. Nach einem Moment der Gewöhnung an die Umgebung können Sie schon mal Ihre Small Talk-Kompetenz offenbaren (sollte ein interessanter Mensch in der Nähe sitzen oder liegen). Gesprächsaufhänger bieten naturgemäß die Rahmenbedingungen, die im Freibad vorliegen. Wie wäre es mit folgenden Anregungen:
- "Hi, ich wollte mir gerade ein Eis holen. Soll ich Dir eins mitbringen?"
- "Habt Ihr noch ein bisschen Sonnencreme übrig? Hab meine vergessen."
- "Sorry – wisst Ihr, wie lange heute das Schwimmbad offen ist?"
Auf solche oberflächlichen Interventionen kann der andere eingehen. Leicht ergibt sich eine lockere Unterhaltung, die möglicherweise in dem Satz endet: "Ach, ich komm mal mit meinem Handtuch rüber zu Dir."
Verzichten würde ich auf solche Versuche (sind zu direkt):
- "Hi, na, soll ich Dich später mit Sonnencreme eincremen?"
- "Du hast aber eine tolle Figur!"
- "Na, gehen wir später noch ein Eis essen?"