Sich beim Flirten ein paar neurobiologische Grundlagen zu eigen machen – das ist nun wirklich sinnvoll. Leicht lässt sich nämlich so mancher Gesprächspartner emotional (positiv) beeinflussen.
Charismatische Menschen haben bekanntlich viele positive Eigenschaften. Sie wirken nach außen hin selbstsicher, souverän und sind (meistens) humorvoll. Ein wichtiger Punkt ist hierbei der Faktor Emotion. Er schwingt bei Betreffenden immer mit. Charismatische Menschen sind in der Regel auch emotional. Durch ihr gefühlsspezifisches Agieren reißen sie auch ihre Interaktionspartner mit.
Die emotionalen Prozesse sind im Alltag maßgeblich, spielen in jede zwischenmenschliche Kommunikation mit ein. Dies ist uns in der Regel nicht bewusst. Da unser Gehirn viel Stoffwechselenergie verbraucht, läuft es gewissermaßen auf "Autopilot". Nach Schätzungen laufen 80 Prozent der neuronalen Prozesse unbewusst ab. Lediglich wenn es zu Problemen kommt, schaltet sich das Bewusstsein "ein", anders gesagt, die Großhirnrinde.
Das Fazit lautet also: Wir werden im Alltag oft von emotionalen Motiven "geleitet", ohne dass uns dies bewusst ist. Viele Studien haben diese Tatsache belegt. Spielt man beispielsweise in einem Kaufhaus deutsche Volksmusik, greifen die Kunden eher zum Bier. Ein anderes Beispiel: Wir finden Personen sympathisch, die unsere Körpersprache spiegeln. Bewusst ist uns das nicht.
Was hat das nun mit unserem Hauptthema, dem Flirt, zu tun? Auch er wird maßgeblich von emotionalen Prozessen begleitet. Daraus folgt zum einen: Ich sollte bei einem Flirt nicht allzu verkopft, sondern ganzheitlich wirken. Es geht vor allem darum, positive Emotionen zu kommunizieren, die das Gesagte unterstreichen. Auf der anderen Seite habe ich sicherlich viele Vorteile, wenn es mir gelingt, beim Anderen positive Gefühle zu provozieren. Das ist durch verschiedene Methoden möglich. Eine davon möchte ich Ihnen gerne nahebringen. Sie können, während Sie gerade mit einer attraktiven Person flirtet, bestimmte Schlüsselwörter einstreuen, die in der Regel mit erfreulichen Emotionen einhergehen. Solche Wörter wie "Urlaub", "Sonne", "Entspannung" müssen natürlich in einen entsprechenden Rahmen eingebettet werden. Solche Wörter können beim Gesprächspartner – unbewusst(!) – emotionale Assoziationen auslösen, die in seinen niederen Hirnregionen abgespeichert sind. Gelingt Ihre Vorgehensweise, werden Sie als Person in die positiven Assoziationen miteinbezogen. Und schon "stimmt die Chemie". Probieren Sie die Methode einmal aus. Ich habe meistens gute Erfahrungen mit ihr gemacht.