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“Du bist doch meine grosse Liebe!” – Teil 2
“Du bist doch meine grosse Liebe!” – Teil 2 (Kategorie: Liebeskummerblog)
Hier der zweite Teil von Birgits Exklusivgeschichte.

Die nächste Aktion kam im Mai 2005: Till behauptete wieder, nach einem Treffen drei Tage nach Schweden zu müssen und danach sofort wieder in die USA zu fliegen. Allerdings kam er mit einem Riesenkoffer mit Urlaubs-/Freizeitkleidung bei mir an.

Da ahnte ich ja, dass er nach Schweden noch mit wem auch immer Urlaub machen würde… Daraufhin wollte ich das Ticket sehen. Er konnte mir aber keins zeigen, weil es angeblich ein e-Ticket war. Drei Tage später sandte er mir dann eins zu. Allerdings war es von seinem Freund ausgestellt, der ein Reisebüro in Neuseeland betreibt – eindeutig nur eine Gefälligkeit, denn hätte es das Ticket tatsächlich gegeben, hätte er es mir ja gezeigt. In seiner Blödheit, hat Till auch vergessen, den Kommentar seines Freundes Ron rauszulöschen. Da stand in der an mich weitergeleiteten Nachricht der folgende für Till bestimmte Text: "All done! Attached the copy! Ciao Dave"

Da wusste ich dann auch Bescheid! Silvester 2005/2006 wollte Till mich treffen. Er war angeblich über Weihnachten bei seiner Mutter im Schwarzwald gewesen. Zwei Tage, bevor er kommen sollte, hatte er plötzlich Husten. Da mein Examen Anfang Januar anstand, wollte er mich nicht anstecken (wie rücksichtsvoll!). Na ja, auf jeden Fall hatte ich ein merkwürdiges Gefühl und rief am Silvestertag in seiner Wohnung in Leipzig an, wo ja seine Frau auch wohnte. Angeblich hatten sie dort zwei getrennte Schlafzimmer und er ließ sie nur aus Mitleid dort wohnen, weil sie als Verkäuferin nur 700 Euro im Monat verdiente. Und wer meldete sich am Telefon: Till! Der doch eigentlich bei seiner Mutter im Schwarzwald im Bett lag…

Ich sagte: 'Till, hier ist Birgit.' Er (total schockiert): 'Hallo, hallo! Wer ist da?' Ich wiederholte es noch einmal, daraufhin er: 'Hier gibt es keinen Till!' – und legte auf. Er hatte sich also selbst am Telefon verleugnet. Ich schrieb ihm eine SMS, daraufhin rief er mich an und meinte, ich würde wohl nicht richtig ticken, er sei natürlich bei seiner Mutter. Er wisse nicht, wer sich in Leipzig am Telefon gemeldet hätte. Ein paar Wochen später erdreistete er sich sogar, mir das Titelblatt einer Zeitung aus dem Schwarzwald mit dem Silvesterdatum zu senden – als Beweis sozusagen.

Als dann durch einen Anruf meiner Freundin, die sich als Kollegin von ihm ausgab, herauskam, dass er natürlich noch verheiratet ist, sagte er mir zunächst, seine Frau würde lügen, sie seien gar nicht mehr verheiratet. Danach schwenkte er um: Ok, ich könne seiner Frau alles erzählen, weil er ihr ohnehin schon alles von mir gesagt hätte. Dann bat er mich wieder, nichts zu erzählen, weil sie sich dann was antun könnte.

Dazu noch Folgendes: Er hatte mir erzählt, er sei am 12.05.2006 geschieden worden. An dem Tag der Scheidung bekam ich nur eine E-Mail mit dem Inhalt: 'Der Termin ist gut verlaufen.' Ich fand das ein bisschen mager für so eine wichtige Sache.

Übrigens habe ich immer gemerkt, wenn Till in Deutschland war, weil dann sein Rufton anders klang, als wenn er sich in den USA aufhielt. Viel näher, nicht so ein Ton hinter dem Ton, wie bei Anrufen ins Ausland.

Im November 2006, kurz bevor er nach Deutschland kommen wollte, wurde ich wieder mit dieser Situation konfrontiert, dass er sich offenbar in Deutschland aufhielt, mir aber erzählte, er sei noch in den USA (was ja in Handyzeiten nicht nachprüfbar ist…). Er rief mich wohl – angeblich wenige Tage vor seinem Abflug – an und war gaaaaanz lieb!

Ja, es sei Thanksgiving und er wollte mit einem Freund Skifahren in den Rockies, da sei es sicher ganz leer, weil ja alle Amis zum Turkeyessen wären. Dann hörte ich zwei Tage nix mehr von ihm. Ich war mit ihm ca. fünf Tage nach dem Anruf in Deutschland verabredet. Er hatte gesagt, er hätte nach Thanksgiving noch ein wichtiges Meeting am nächsten Tag und daher könne noch nicht an Thanksgiving nach Deutschland fliegen. Ich war nach all den Stories ja eh misstrauisch und rief also, nachdem ich zwei Tage nichts mehr gehört hatte, mal auf seinem Handy an. Da war dann wieder dieser Rufton – ganz nah, aber er ging nicht dran.

Am Tag unseres Treffens rief er mich drei Stunden, nachdem der Flieger angeblich in Frankfurt gelandet war, an. Ja, ja, Flugverspätung, Gepäck war nicht auffindbar und überhaupt…Er müsse auch noch kurz in Darmstadt vorbei, seinem Bruder ein verspätetes Geburtstagsgeschenk bringen. (Natürlich hatte Miss Marple, d. h. ich, inzwischen längst im Internet nachgeschaut, dass der Flieger pünktlich gelandet war.)

Irgendwann kam er dann. Ich merkte sofort, dass er gelogen hatte. Er war auch total nervös, nasse Hände usw. Als ich dann nicht locker ließ und ihm (mal wieder) sagte, er würde lügen, stand er geknickt vor mir, bat um einen Moment Geduld und ich dachte: Jetzt kommt es – er sagt mir, dass er bei einer anderen Frau war… Er begann mit: 'Ok, es hat ja keinen Zweck mehr zu lügen. Ich sag's dir – (tiefes Durchatmen) – Ich, ich… ich war bei…MEINER MUTTER!!!'

Ich dachte, ich falle gleich um! Frecher ging es doch wohl nicht. Er sagte dann, ja, er hätte halt Sorge gehabt, dass ich kein Verständnis dafür haben könnte, dass er seine Mutter auch mal sehen möchte… blablabla…


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3 Antworten zu ““Du bist doch meine grosse Liebe!” – Teil 2”

  • Alex sagt:

    Nee, nee…glaub’ ich ja wohl nicht! Diese Geschichte ist doch ein bissel zu hanebüchen! Oder wie naiv ist Frau wirklich??

  • silviafauck sagt:

    hallo aus der liebeskummerpraxis,
    die geschichte ist in der tat echt… man glaubt es kaum. auch ich als beraterin bin bald irre geworden, dass dieser mann es geschafft hat meine klientin immer wieder zu "fangen".
    herzliche grüße silvia fauck die expertin

  • nicole sagt:

    Ich kenne diese Situation. Man liebt, man glaubt, man will vertrauen. Ich wurde ganz übel belogen und er sagte mir sogar er hätte Krebs und würde am Wochenende seinen Sohn besuchen. Eine halbe Stunde nachdem er mir Liebesschwüre machte stand seine Ex vor der Tür, um mir zu sagen, dass er eine Beziehung mit ihr hat und Krebs gabs auch nicht. Meine Kinder weinen viel wg ihm und ich kann es nicht fassen, daß es solche Männer gibt die einem sowas antun.