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Die Nebenwirkungen der Liebe
Die Nebenwirkungen der Liebe (Kategorie: Datingblog)
Flugzeuge im Bauch, Wolke Sieben und rosarote Brille - gemeinhin ordnen wir diese Erscheinungen der Verliebtheit zu. Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen wollen wir lieber keine Fragen stellen, um das Glücksgefühl so richtig auskosten zu können. Dabei ist die Liebe durchaus auch gesundheitsgefährdend.

Stressige Zweisamkeit

Küsse und leidenschaftlicher Sex können der Gesundheit förderlich sein. Doch schon beim Hormoncocktail fängt es an: Verliebte ähneln darin nämlich eher Zwangsneurotikern. Es ist nur ein schwacher Trost, dass sich der Hormonhaushalt irgendwann wieder normalisiert, denn auch langjährige Partnerschaften sind nicht ohne. Zwar wirkt es auf Körper und Seele zunächst einmal positiv, wenn zwei Menschen langfristig zusammenleben, schließlich bleibt ihnen der Stress der Partnersuche erspart und auch der Lebensrhythmus von Paaren ist regelmäßiger als der von Singles.

Und tatsächlich leben verheiratete Männer in den Industrieländern im Schnitt etwa acht Jahre länger als nichtverheiratete und auch nach einem Herzinfarkt haben sie doppelt so hohe Überlebenschancen. Doch eine britische Studie belegt, dass 40 Prozent der Ehefrauen unzufrieden mit ihrem Gewicht sind, bei den Singles sind es 10 Prozent weniger. Daraus ließe sich schließen, dass weibliche Singles weniger häufig übergewichtig sind oder aber einfach generell zufriedener mit ihrem Aussehen. Zudem sind verheiratete Frauen häufiger depressiv oder zeigen Suchterscheinungen.

Gesunde Singles

Frauen, die freiwillig allein leben, achten mehr auf ihre Ernährung und treiben regelmäßig Sport. Sie sind vitaler und gesünder als ihre verheirateten Geschlechtsgenossinnen. Zudem unterliegen sie nicht so sehr dem sozialen Druck, den eine Ehe ausübt: Frauen leiden unter mehrfacher Doppelbelastung, einerseits modern und emanzipiert zu sein und andererseits erlernte Verhaltensmuster der traditionellen Geschlechterrollen zu erfüllen. Noch immer hält sie sich bei wichtigen Problemen eher zurück und überlässt ihm die Initiative. Ganz zu schweigen von dem Spagat zwischen Haushalt, Familie und Beruf, der Frauen weniger Entspannungsphasen lässt als Männern.

Wenn Herzen brechen

Männern, die verwitwet oder geschieden sind, bricht buchstäblich das Herz: Sie zeigen mehr Entzündungen in ihren Herzkranzgefäßen und haben deshalb ein erhöhtes Infarktrisiko. Wenn zwei Menschen lange zusammenleben, dann ist auch die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie an ähnlichen Krankheiten leiden. Asthma, Depression, Magengeschwür oder Schlaganfall – ist einer der beiden erkrankt, erhöht sich das Risiko, dass auch der andere irgendwann daran leidet um satte 70 Prozent, so eine britische Studie. Schuld daran ist der ähnliche Lebensstil und das gleiche Umfeld.
Trotz dieser Erkenntnisse sollten wir uns nicht davon abschrecken lassen, uns weiterhin zu verlieben und anzustreben, mit dem Partner lange zusammen zu sein. Aber vielleicht sollten wir einfach ein bisschen mehr auf uns und unseren Lebensstil achten.


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