ElitePartner Magazin
Kategorie | Liebeskummerblog


Die hohe Kunst des effektiven Streitens
Die hohe Kunst des effektiven Streitens (Kategorie: Liebeskummerblog)
Nur anschreien hilft wenig. Richtig streiten dagegen kann glücklich machen.

Dieses ist der erste Teil zum Thema : Die hohe Kunst des effektiven Streitens. Den zweiten Teil zu diesem Thema können Sie in der nächsten Woche lesen.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Paare, die schon längere Zeit in einer harmonischen Beziehung leben, oft den Satz ge­brauchen: "Natürlich fliegen bei uns die Fetzen!"? Paare dage­gen, deren Liebe auf wenig soliden Füßen steht, betonen gerne: "Wir verstehen uns super und ergänzen uns prima."
Ein Widerspruch? Ganz im Gegenteil! Zwei Menschen, die re­gelmäßig und mitunter auch heftig miteinander streiten, haben die besten Aussichten, sich nicht nur ihre Liebe, sondern auch ihren gegenseitigen Respekt, ihr Selbstwertgefühl und ihr seeli­sches Wohlbefinden zu erhalten.
Warum ist das so?
Zunächst einmal: Es gibt keine wie auch immer geartete zwi­schenmenschliche Beziehung, die auf Dauer ohne Meinungsver­schiedenheiten, Konflikte und unterschiedliche Interessen oder Vorlieben auskommt. Handelt es sich bei dieser Beziehung um eine partnerschaftliche Liebe, treffen zwei Bedingungen aufein­ander, die aus dem Streitpotenzial eine hochexplosive Mischung machen können.

Bedingung 1: Vor allem Frischverliebte erwarten fatalerweise von sich selbst und dem Partner in allen Bereichen Verständnis, Übereinstimmung und Harmonie.
Bedingung 2: Stellt sich statt der erwarteten Harmonie ein handfester Konflikt ein, sind – zumindest im ersten Schreck – die Gefühle verletzt, so dass mehr das Herz als das Hirn reagiert.

Und schon sind wir bei einer ganz besonderen Form des Lie­beskummers, der vor allem bei noch jungen Partnerschaften leicht zu einer Trennung führen kann. Und das alles nur, weil nie­mand den beiden Beteiligten beigebracht hat, wie man konstruk­tiv, tolerant und erfolgreich streitet, ohne dadurch die Beziehung zu gefährden.
Viel einfacher scheint das gängige Muster, Konflikte einfach auszusitzen, bis sich einer der beiden wieder "eingekriegt" hat. Oder das Ganze unter den Teppich zu kehren, als wäre alles in bester Ordnung. Oder – und das ist vor allem aus männlicher Sicht vermeintlich sehr wirkungsvoll – durch heißen Sex den Anschein wiedergewonnener Harmonie zu erwecken. Für einen kurzen Moment mag das sogar wunderbar funktionieren. Eine Dauerlösung ist körperliche Leidenschaft als Ersatz für klärende Aussprachen allerdings nicht.
Wer seine Beziehung wirklich erhalten möchte, kommt um die hohe Kunst des Streitens nicht herum. Zum Glück ist der Weg zu einer toleranten Streitkultur weder unüberschaubar lang noch besonders steinig. Er erfordert lediglich, dass Sie einen Moment innehalten, nachspüren, wie der letzte Zoff mit Ihrem Liebsten verlaufen ist, und anschließend in aller Ruhe den Stufenplan zu einem besseren Konfliktverhalten durchlesen.

Stufe 1: Wenn ein Konflikt vorliegt, entstehen partnerschaftliche Spannungen. Die erzeugen Verlustängste und verunsichern ungemein. Am liebsten möchte man sie daher vor lauter Harmo­niesucht entweder ignorieren oder durch übermäßige Anpassung aus der Welt räumen. Nach dem Motto: "Hauptsache, der Partner ist mir wieder gut."

Stufe 2: Machen Sie sich bewusst, dass übertriebene Harmo­niesucht auf Dauer jede Beziehung killt, weil ein Ungleichge­wicht entsteht. Einer der beiden gibt immer mehr nach, der an­dere weitet seine Vorrechte immer mehr aus. Das muss eines Tages eskalieren. Weil ein Partner mit dem Rücken zur Wand steht und dadurch keinen Handlungsfreiraum mehr hat. Und der andere keine Grenzen und keinen Widerstand mehr spürt. Letz­teres erzeugt nicht etwa ein Gefühl der Dankbarkeit, sondern der Orientierungslosigkeit.

Stufe 3: Nehmen Sie den Verlauf des nächsten Streites einmal bewusst zur Kenntnis. Wie fängt das Ganze an? Wann gerät es außer Kontrolle? Wie schnell werden aus einseitigen Schuldzu­weisungen handfeste Beleidigungen?

Stufe 4: Beobachten Sie nun Ihre Gefühle. Was empfinden Sie? Verzweiflung? Liebeskummer? Wut? Rachegelüste? Resig­nation? Minderwertigkeitskomplexe? Oder eine positive Ener­gie? Ja, Sie haben richtig gelesen: Streit erzeugt Spannung. Das sagten wir schon. Aber es muss sich dabei nicht um eine destruk­tive Energie handeln, sondern es kann durchaus auch eine krea­tive, aufbauende sein.


Ältere Beiträge
/magazinmagazin/wp-content/themes/elitepartner_rebrush/thumb.php?src=&w=100&h=57&zc=1&q=90
 

/magazinmagazin/wp-content/themes/elitepartner_rebrush/thumb.php?src=&w=100&h=57&zc=1&q=90
 

/magazinmagazin/wp-content/themes/elitepartner_rebrush/thumb.php?src=&w=100&h=57&zc=1&q=90
 

Zur Kategorie Liebeskummerblog
Zur Magazin Startseite

Artikel kommentieren

E-Mail

wird nicht angezeigt (Pflichtfeld)
Name

wird angezeigt (Pflichtfeld)
Kommentar

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen,
wenn der Inhalt unseriös ist oder sich nicht konkret auf den Artikel bezieht.
Code Eingabe