Zwei Bücher auf einen Streich legt Autorin Gaby Barg hiermit vor. Sie rechnet darin jeweils mit den guten und vor Allem den schlechten Angewohnheiten der Männer und Frauen ab. Dabei tut sich ein ziemliches Ungleichgewicht auf. Woran das wohl liegen mag?
Die Männer sind Spitze
Zum großen Entsetzen ihres Mannes hat Gaby Barg für die Auflistung der schlechten Angewohnheiten der Männer gerade einmal fünf Minuten gebraucht. Bei den Frauen wurde es schon schwieriger. Da zog sich die Recherche über Wochen hin. Und während es beim weiblichen Geschlecht lediglich "dreieinhalb nicht ganz so gute Eigenschaften" sind, trumpfen die Männer mit stolzen 66 schlechten Angewohnheiten auf. Da geht es um das Drama beim Fußnägelschneiden oder den ewigen Sucher, den Frauenhinterhergucker, den Pflanzenkiller und anderen zahlreichen Exemplaren, die wohl jede Frau schon einmal in ihrem Gegenüber erkannt hat.
Die Autorin behauptet zwar im Vorwort, ihr Buch, bzw. die darin erwähnten schlechten männlichen Eigenschaften, seien natürlich ein klitzekleines bisschen überzeichnet. Aber dennoch steckt in ihnen mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit. Und: Wenn frau die Eigenschaften richtig zu nutzen weiß, kann sie diese durchaus positiv nutzen: Einem Sprech-Muffel kann sie nämlich prima ihr Herz ausschütten, er wird schweigend zuhören und sie nicht unterbrechen!
Frauen haben keine schlechten Angewohnheiten
Nachdem die Autorin die Macken der Männer minutiös aufgelistet hatte, hing der eheliche Haussegen gehörig schief. Und so sah sie sich dazu genötigt, auch die weiblichen Unzulänglichkeiten aufs Korn zu nehmen. Nun ja, allzu viele sind ihr dabei nicht eingefallen. Aber voller Selbstironie kokettiert sie mit den Vorurteilen gegenüber dem weiblichen Geschlecht. Da ist der berühmte Schuhtick oder die Tatsache, dass Frauen Einpark-Probleme haben.
Das erklärt sie übrigens folgendermaßen: Da Männer immer nur in großen Parklücken parken, in die sie auch in nahezu volltrunkenem Zustand noch mühelos hineinkommen, haben sie damit auch keine Schwierigkeiten. Frauen sind eher auf Effizienz gepolt und nehmen natürlich auch die kleinen Parklücken, in denen das Einparken wesentlich schwieriger ist. Zwei herrliche – nicht ganz so ernst gemeinte – Bücher für kurzweiliges Lesevergnügen. Witzig und selbstironisch und doch wahr und scharf beobachtet. Sowohl Männer als auch Frauen werden sich bestens amüsieren und sich selbst und das andere Geschlecht in beiden Büchern wieder erkennen.
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