Ein Lächeln vermittelt positive Emotionen und bildet Vertrauen.
Ein englisches Sprichwort sagt: "You never get a second chance to make a first impression." Das stimmt: Menschen, die im Alltag wenig bis gar nicht lächeln, haben nicht nur schlechte Karten, wenn es darum geht, mit dem anderen Geschlecht ins Gespräch zu kommen. Betreffende werden auch in Bezug auf den "ganz normalen" zwischenmenschlichen Umgang im Durchschnitt als gefühlskalt beschrieben.
Ein freudiger Gesichtsausdruck gehört beim Flirten im Speziellen unbedingt dazu. Das heißt aber nicht, dass man sich eine entsprechende Maske zulegen soll, die auf Abruf "aktiviert" werden kann. Denn dummerweise, oder sagen wir: natürlicherweise, erahnt unser Gegenüber, ob wir authentisch lächeln oder nur so tun. Im letzteren Fall, beim inszenierten Lächeln, bleibt interessanterweise eine Gesichtspartie von unserer Absicht unbeeindruckt: die Augenpartie. "Lachen" die Augen aber nicht mit, lapidar gesagt, fehlt ein ganz wichtiger Faktor – und das Lächeln wirkt letztlich gekünstelt. Folge: der Funke springt nicht über.
In der Sendung "Welt der Wunder" (07.09.2008) nahm man sich diesem Thema u.a. an. Man wies darauf hin, dass beim "echten Lächeln" zusätzlich eine Hirnregion aktiviert wird, die für eine effiziente Außenwirkung sorgt: das sogenannte emotionale Gehirn (u.a. die Amygdala). In diesem Fall werden beim anderen auch am ehesten die Spiegelneurone angeregt, d.h. ich stecke den anderen auf der Beziehungsebene "an". (Spiegelneurone lassen mich genau das fühlen, was im anderen vor sich geht)
Fazit: Durch ein authentisches Lächeln vermittele ich meinem Gesprächspartner nonverbal: (a) ich bin harmlos, (b) ich kann dich gut leiden. Und darauf kommt es an, vor allem beim Flirt. Ein kleiner Tipp für diejenigen, die sich dahingehend schwer tun: Wenn Sie vorhaben, jemandem Erfolg versprechend zu kontaktieren, denken sie vorher konkret(!) an ein persönliches Erlebnis, das Ihnen einmal die Ausschüttung vieler Glückshormone beschert hat. Die Folge: das emotionale Zentrum wird möglicherweise dadurch aktiviert, und dann kommt Ihr Lächeln authentisch rüber. Dadurch steigen die Chancen auf einen Small Talk. Klar, Übung macht den Meister!
Die Sache mit dem Lächeln hat einen Haken. Mein Lächeln und Lachen ist wohl immer authentisch, wie es heute so schön heißt, scheint zu gefallen und wird dann als Flirt mißverstanden. Wenn ich nun bei einem ersten Treffen mein Gegenüber anlächele (und sei es aus Höflichkeit), wird mir größeres Interesse unterstellt als ich eigentlich habe. Dabei will ich häufig nur, daß es für beide ein erfreuliches Zusammensein wird. Fazit: Ich befinde mich sehr häufig in der Rolle, einen Korb vergeben zu müssen.
wanda
Ich bin spontan, kann niemanden grüßen ohne zu lächeln. Nur eine fremde Person ohne Grund anzulächeln fällt es mir schwer, ich muß danach ansprechen. Sonst käme ich mir blöd vor, die andere Person ebenfalls; lächeln und vorbeigehen könnte ich nur in einer Gastgeberfunktion. Bin ich zu stur oder doof?
Tja,- zwischenmenschlicher Umgang ist nicht immer leicht. Aber kann man etwas verkehrt machen, wenn man sich natürlich gibt? Ich behaupte NEIN und flirte nach meinem eigenen authentischen Regeln weiter !!!!