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Was die Wohnung über Ihr Date verrät
Was die Wohnung über Ihr Date verrät (Kategorie: Kennenlernen)
Endlich: Nach zahlreichen Verabredungen in "freier Wildbahn" öffnet Ihr Date die Pforten zum Allerheiligsten, zu seiner Wohnung. Bisher lief alles wie am Schnürchen. Doch dann der Schock: Vom Kuscheltier-Overkill bis hin zum Ordnungsfanatiker - wir haben fünf Szenarien unter die Lupe genommen.

1. Szenario: Alles in bester Ordnung

Hier ist alles an seinem Platz: Es blitzt und blinkt überall, die CDs sind alphabetisch geordnet, ein Blick in den Kleiderschrank offenbart eine Sortierung nach Farben. Herrlich. Oder? Nun ja, kommt darauf an. Womöglich hat er zwei Tage lang aufgeräumt, um die Wohnung auf Vordermann zu bringen und Sie zu beeindrucken. Ist Letzteres der Fall, dann zeigt er Ihnen damit zumindest, dass Sie ihm etwas Wert sind.
Ist er aber wirklich so ein Ordnungsfanatiker, sollten Sie sich überlegen, ob seine Wohnung mit Ihrem Sinn fürs Aufräumen kompatibel ist. Würde er Ihre Kleiderberge im Schlafzimmer ertragen und Ihnen erlauben, auf seiner cremefarbenen Couch Chips zu essen? Weibliche Ordnungsfanatiker zeichnen sich zudem durch eine ausgeprägte Putzleidenschaft aus. Ordnungsliebende Menschen sind insgesamt sehr verlässliche und gut strukturierte Gefährten. Aber: Durch ihre Unflexibilität und wenig ausgeprägte spontane Ader, neigen sie dazu, schnell anstrengend und langweilig zu werden.

2. Szenario: Unter Hempels Sofa

Hier ein Stapel Zeitschriften, dort eine Tüte mit den Einkäufen von vorgestern. Auf dem Boden Laufstraßen, die zu den wichtigsten Punkten der Wohnung führen. Es herrscht – milde ausgedrückt – kreatives Chaos. Womöglich türmt sich auch noch der Abwasch und in der Ecke hängt die Wäsche zum Trocknen. Geht das? "Fragwürdig", findet Single-Coach Lisa Fischbach. "Wenn einem Ordnung nicht so wichtig ist, dann ist es authentischer, im Großen und Ganzen dazu zu stehen. Sicher ist es einladender, das Gröbste aufzuräumen, aber es bringt nichts, sich zu verstellen und eine blitzblanken Wohnung zu präsentieren."
Das würde ja ohnehin auffliegen, wenn Sie sich weiterhin treffen. Menschen, die einen eher lässigen Ordnungssinn haben, sind oft kreativ, spontan und können gut mehrere Sachen gleichzeitig erledigen. Häufig nehmen sie es zwar mit der Pünktlichkeit nicht allzu genau, aber man hat meist viel Spaß mit ihnen.

3. Szenario: Schöner Wohnen

Hier sieht es aus wie im Ausstellungsraum eines Möbelhauses. Selbst, wenn es ein nobles Designer-Möbelhaus und alles vom Feinsten ist ? was fehlt, ist die Atmosphäre. Dafür gibt es die allerneueste Technik und das Beste vom Besten. Klar lassen sich viele Rückschlüsse aus der Wohnung ziehen: Gelsenkirchener Barock oder dänisches Design, das ist Geschmacksache. Dennoch sollte eine Wohnung auch eine persönliche Note haben. Und deshalb darf es auch mal ein bisschen weniger perfekt sein. Wer allzu steril eingerichtet ist, hat womöglich wenig Persönlichkeit zu bieten oder versteckt sich hinter einer Fassade des vermeintlich guten Geschmacks, um sich zu präsentieren und zu protzen. Solche Menschen sind oft sehr zynisch und öffnen sich nur langsam.

4. Szenario: Kitsch de luxe

Hier noch ein weiterer selbstgehäkelter Pudel mit blinkenden Augen und dort die Sammlung der putzigen kleinen Swarowski-Kristalltiere. Im Schlafzimmer lässt die Kuscheltiersammlung kaum Platz im Bett, im Badezimmer reihen sich die Parfumfläschchen aneinander. Eine ausgeprägte Neigung zu Kitsch kann Indikator für eine große Sehnsucht nach Geborgenheit sein. Jemand, der seine Liebe und Leidenschaft eben in solche Dinge kanalisiert, signalisiert, dass er sehr fürsorglich und liebevoll ist.
Andererseits kann so eine plüschige Pudelsammlung auch ein Zeichen von Unangepasstheit und ein bewusstes Signal sein, sich vom gemeinen Intellektuellen abzusetzen. Kommt also auf Art und Ausprägung des Kitsches an. Ist letzteres der Fall, dann haben wir es meist mit einem humorvollen und unkonventionellen Menschen zu tun.

5. Szenario: Jetzt kommt ein Karton

Hier stapeln sich noch die Umzugskartons? Kein Problem, wenn er oder sie erst kürzlich eingezogen ist. Liegt der Umzug aber bereits einige Jahre zurück, dann sollten Ihnen die Kartons womöglich doch zu denken geben. Dieser Mensch ist in seiner Wohnung noch nicht angekommen. Warum? Gründe gibt?s viele: Vielleicht aus Zeitmangel, vielleicht aus Nachlässigkeit – oder gar, weil er nicht will! Also: Lieber einen zweiten Blick riskieren, auch wenn der erste Eindruck der Wohnung alles andere als überwältigend ist.
Manchmal soll eine Bleibe laut Lisa Fischbach eben nicht mehr sein als ein praktisches Dach überm Kopf: "Bestimmte Lebenssituationen ob Trennungen, finanzielle Gründe oder kurzfristige Umzüge aus beruflichen Gründen führen manchmal dazu, in Wohnungen zu leben, die eher nicht dem eigenen Geschmack entsprechen."

 

 

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