Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie sich kleine Alltagsinseln für mehr Zeit zu zweit schaffen. Zwischen Job, Haushalt und Kinderern bleibt die Zweisamkeit oft auf der Strecke. Dass muss nicht sein! Lisa Fischbach gibt Beziehungstipps
Zeit schaffen
Ein Grund für Missstimmung ist in vielen Beziehungen der Dauerstress, der aus dem Spagat zwischen Job, Haushalt und Freunden entsteht. Spontaneität geht dabei leicht verloren. Überprüfen Sie daher alle Ihre Aktivitäten nach ihrer Priorität: Was ist Ihnen wirklich wichtig, was ist dringend zu erledigen? Schaffen Sie mehr Zeit für sich und Ihren Partner, indem Sie sich von Dingen verabschieden, die keine entscheidende Rolle spielen. Denken Sie daran: Der Tag hat nur 24 Stunden.
Alltagsinseln
Seien Sie zusammen ausgelassen: Tanzen zum Lieblingslied oder ein romantischer nächtlicher Spaziergang. Erlaubt ist, was Sie aus dem Beziehungsalltag hinauskatapultiert. Lassen Sie gemeinsame Interessen aufleben und beginnen Sie ein gemeinsames Hobby. Ob Salsa Tanz oder Chinesisch Lernen – Hauptsache, Sie haben einen festen Termin im Familienkalender. Wenn Sie bei einem Kurs angemeldet sind, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie tatsächlich hingehen.
Spaß haben und ausgelassen sein
Klingt profan, ist aber gar nicht so einfach. Heutige Paare haben einen großen Anspruch an die Qualität ihrer Beziehung. Gerade Frauen wünschen sich deshalb intensive Gespräche und einen tiefen Gedankenaustausch. Aber auch Albernheiten oder Spaß schaffen Verbundenheit auf emotionaler Ebene und sind weniger oberflächlich als vielleicht angenommen.
Vorsicht Elternfalle!
Kinder sollten im Mittelpunkt der Familie stehen, jedoch nicht immer und überall Vorrang haben. Für Eltern ist es wichtig, ihre Bedürfnisse als Paar nicht aus den Augen zu verlieren. Daher schaffen Sie sich für Ihre Zweisamkeit und Intimität Freiräume. Schenken Sie sich mal eine "Flucht" zu Zweit, in dem Sie ihren Nachwuchs bei Freunden oder den Großeltern unterbringen und sich einen Abend oder sogar Wochenende nur für sich gönnen. Davon haben alle was, denn Ihre gestiegene Zufriedenheit strahlt nachher auf Ihre Umgebung ab.
Perfektionismus abschütteln
In vielen von uns steckt eine Perfektionistin. Das Aussehen, der Haushalt, die Arbeit – alles muss stimmen, bevor wir uns entspannen können. Machen Sie sich davon zunehmend frei und Ihr Liebesleben zur Priorität. Schließlich nutzt die strahlendste Wohnung wenig, wenn der Gatte schmollend vor dem Fernseher sitzt.
Gutes will gepflegt werden
Auch wenn Sie in Ihrer Partnerschaft ein starkes Fundament aufgebaut haben und sich der Liebe Ihres Partners sicher sind – sehen Sie diesen Zustand nicht nur als selbstverständlich an. Um eine Beziehung lebendig zu halten, sollte man seinem Partner weiterhin Aufmerksamkeit und Respekt schenken. In Stressphasen ist das nicht immer in gleicher Intensität möglich. Aber gerade dann ist es wichtig, den Liebsten nicht zu vernachlässigen. Kleinigkeiten wie ein Blumenstrauß reichen oft schon aus, um ihm oder ihr zu sagen: Ich liebe dich.
Neu entdecken
Gerade in langen Beziehungen gehen die Partner davon aus, das Gegenüber in- und auswendig zu kennen: Was ihn erfreut oder verärgert, was er am liebsten isst oder was er gerade denkt. Doch diese Annahmen schränken den Blick ein. Oft gibt es viel mehr beim Partner zu entdecken, von dem Sie noch gar nichts oder nur wenig wissen. Also gehen Sie auf Entdeckungsreise, nehmen Sie eine neugierige Position ein und betrachten Sie Ihren Partner mit fremden Augen. Fragen Sie nach Wünschen und interessieren Sie sich für Dinge, von denen sie glauben, eigentlich alles zu wissen.
Fest verabreden
Behandeln Sie Ihren Partner wie Ihre beste Freundin. Treffen Sie feste Verabredungen mit ihm und unternehmen Sie gemeinsam etwas Schönes. Setzen Sie sich einen konkreten Termin und sagen Sie nicht "Das machen wir irgendwann nächste Woche." Sonst verläuft die Planung im Alltagstrott.
Kleine Anlässe besonders machen
Haben Sie immer einen guten Tropfen parat. So sind Sie bestens vorbereitet, spontan ein kleines Fest mit Ihrem Partner zu feiern. Ein Anlass findet sich immer: Der erste Abend, an dem das Kind allein einschläft, der Monatstag des Kennenlernens oder die gelungene Wohnzimmerrenovierung. So wird ein normaler Abend plötzlich romantisch.
Zurück zur Verliebtheit
Tun Sie so, als hätten Sie beide Ihr erstes Rendezvous und verabreden Sie sich in einem besonderen Restaurant oder vor dem Theater. Auch wenn Sie zusammen wohnen: Kommen Sie getrennt an. Machen Sie sich besonders schick oder überraschen Sie ihren Partner mit einer neuen Garderobe. Die Routine zu brechen, erzeugt Spannung. So können Sie andere Seiten an Ihrem Partner entdecken. Das ist aufregend und kann an die Phase der ersten Verliebtheit anknüpfen.
Kompliment statt Geschenk
Stürzen Sie sich nicht in Unkosten, um Ihren Schatz mit einem teuren Geschenk zu überraschen. Investieren Sie lieber in ein schönes Kompliment. Wichtig ist, dass es von Herzen kommt: Reflektieren Sie Ihre Beziehung und versuchen Sie auszudrücken, warum Ihnen der Andere so am Herzen liegt. Ein Kompliment mit Tiefgang verdeutlicht Ihrem Partner, dass er für Sie außergewöhnlich ist und berührt ihn auf besondere Art und Weise. Oder schreiben Sie ihm mal wieder einen Liebesbrief, den Sie mit der Post an ihn schicken.
Pläne machen glücklich
Reden Sie über Ihre gemeinsame Zukunft, Wünsche und Visionen und schaffen Sie damit ein Gefühl von Nähe und Verbundenheit. Auch kleine Ziele machen glücklich und fördern die Gemeinsamkeit: Planen Sie den nächsten Urlaub oder einen entspannenden Wellness-Tag.
Improvisieren
Lassen Sie von starren Erwartungen ab und finden Sie schnelle Alternativen. Sie haben sich schon auf den Spaziergang gefreut und jetzt regnet es? Dann machen Sie einfach ein Picknick im Wohnzimmer.
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1 Kommentare (älteste zuerst)na klasse – das kann ich auch beim friseur lesen…