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Beim Flirten kommt es auf die Location an
Beim Flirten kommt es auf die Location an (Kategorie: Flirtblog)
Körperliche Erregung führt im Durchschnitt zu einer bestimmten Einschätzung des Gegenübers, die im "normalen" Alltag nicht stattfindet.

Kaum zu glauben, aber wahr: Alleine die Location kann darüber entscheiden, wie man von seinen Mitmenschen wahrgenommen wird. Und es gilt, je "aufregender" die Umgebung, desto stärker und bleibender der Ersteindruck!

Vor einigen Tagen wurde in einer Wissenschaftssendung ein klassisches sozialpsychologisches Experiment nachgestellt: Das sogenannte "Brücken-Experiment". Das Experiment wurde erstmals vor 40 Jahren von den Forschern Dutton und Aron durchgeführt und brachte das Ergebnis, dass körperliche Erregung zu Wahrnehmungsfehlern führt.

Und so sah das Experiment aus: Eine attraktive Mitarbeiterin befragte männliche Versuchspersonen und gab ihnen anschließend ihre Telefonnummer – für "eventuelle Fragen", versteht sich.
Die Versuchspersonen wurden dabei in zwei Testgruppen eingeteilt, die an unterschiedlichen Orten angesprochen wurden. Die eine Befragung fand am Ende einer Brücke statt, die sowohl eine Touristenattraktion, als auch im wahrsten Sinne des Wortes "atemberaubend" ist: Sie hat einen Abgrund unter sich, macht nicht den stabilsten Eindruck und schaukelt aufgrund der Witterung hin und her. Die Mitarbeiterin traf also stets auf Männer, die offensichtlich froh waren, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
Die zweite Testgruppe hatte es da offensichtlich leichter. Sie überquerte eine im Vergleich eher "langweilige" Brücke: Stabil, drei Meter hoch, unspektakulär. Beide Testgruppen bearbeiteten denselben Fragebogen, wurden von derselben Mitarbeiterin mit stets demselben Auftreten kontaktiert und bekamen am Ende der Befragung ihre Telefonnummer.
Es offenbarte sich ein großer Unterschied zwischen beiden Gruppen: 50 Prozent der Männer, denen nach der Überquerung der Touristenattraktion die Beine schlotterten, riefen die attraktive Dame an. Von der Gruppe die es mit der unspektakulären Brücke zu tun hatte, waren es allerdings nur 12 Prozent.

Das Fazit: Körperliche Erregung führt im Durchschnitt zu einer bestimmten (hier positiven) Einschätzung des Gegenübers, die im "normalen" Alltag nicht stattfindet. Wer also gern flirtet und bei seinen Mitmenschen einen bleibenden Eindruck hinterlassen möchte, der sucht am besten Orte auf, wo sich, lapidar gesagt, positiver Stress entwickelt. Das kann überall dort sein, wo Sport betrieben oder "Neues" erlebt wird; kurz: Wo große emotionale Ausbrüche passieren. Das heißt aber auch, dass man sich anscheinend leichter im Urlaub "verliebt", weil die veränderte Umwelt schon für eine gewisse "Aufregung" sorgt. Dahinter steckt also oft lediglich der hier beschriebene Wahrnehmungsfehler. Also: Vorsicht beim Thema Urlaubsliebe!


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