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Bei Geld hört die Liebe auf
Bei Geld hört die Liebe auf (Kategorie: frisch-verliebt)
Wenn wir frisch verliebt sind, können wir uns nicht vorstellen, jemals über Geld zu streiten. Viel zu banal, schließlich geht es um große Gefühle. Und im Herzen spielen Einkommen und Status keine Rolle. Oder doch?

Fakt ist: Zwei von drei Paaren streiten regelmäßig ums Geld. Tatsächlich geht es dabei um mehr als ein paar Euros. Soziologen wissen: Für Männer hat Geld mit Macht und Einflussnahme zu tun. Für Frauen geht es um Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Geld steht auch für Vertrauen und Sicherheit. Und wenn da ungleiche Ansichten aufeinander prallen, ist das Zündstoff. Hier sechs Tipps, wie Sie den Stress ums Geld entschärfen.

Tipp 1: Klare Verhältnisse

Machen Sie frühzeitig einen Plan: Wie wollen Sie das Finanzielle handeln? Halten Sie das Ganze schriftlich fest. Klären Sie, wer was bezahlt, wie Sie mit größeren Anschaffungen umgehen und wem diese dann gehören. Bei Schulden sollte jeder für sich aufkommen. Seien Sie vorsichtig, wenn es um Bürgschaften geht und hüten Sie sich vor allzu viel blindem Vertrauen gerade zu Beginn einer Beziehung.

Tipp 2: Besitzverhältnisse

Listen Sie Ihr Vermögen und Ihre Wertsachen auf und notieren Sie, wem was gehört. Einigen Sie sich, wie Sie mit gemeinsamen Anschaffungen umgehen. Auch für Nicht-Verheiratete ist es sinnvoll, zu klären, wie Möbel oder anderer Hausrat im Falle einer Trennung aufgeteilt werden soll. Einigen Sie sich auch, wie Sie mit Krediten umgehen, wenn Sie beispielsweise gemeinsam eine Immobilie kaufen und sich deshalb verschulden müssen.

Tipp 3: Kontoführung

Wie sollen Ihre Bankgeschäfte aussehen? Haben Sie gemeinsame oder getrennte Konten? Haben Sie gegenseitig Zugriff auf Ihre Konten? Gibt es ein Extra-Konto für gemeinsame Anschaffungen, auf das Sie beide gleichviel einzahlen? Problematisch wird es womöglich, wenn Sie unterschiedlich viel verdienen: Achten Sie darauf, dass auch in diesem Fall ein faires Gleichgewicht in Sachen Finanzen herrscht.

Tipp 4: Disziplin

Gute Vorsätze taugen nur, solange sie umgesetzt werden. Praktizieren Sie deshalb Ihre Absprachen tatsächlich im Alltag. Manchmal empfiehlt sich ein Haushaltsbuch, um einen Überblick über die Ausgaben und den eigenen Umgang damit zu bekommen. Unterschiedliche Umgangsarten mit Geld müssen nicht zwangsläufig zum Streit führen. Ergänzen Sie sich gegenseitig und nutzen Sie dies als Chance.

Tipp 5: Offenheit

Jeder sollte wissen, wie es um die finanziellen Verhältnisse des Partners bestellt ist. Denn gerade in finanziellen Dingen offenbart sich das für eine Beziehung so wichtige Vertrauen. Reden Sie über Einkommensverhältnisse, aber auch finanzielle Belastungen wie Unterhaltsansprüche und Kredite. Aber: Es muss nicht alles minutiös offen gelegt werden, einen gewissen finanziellen Spielraum für spontane kleine Anschaffungen sollte jeder unbedingt haben.

Tipp 6: Träumereien

Legen Sie monatlich gemeinsam einen kleinen Betrag zurück, um sich davon spontane Dinge zu leisten, die außerhalb Ihres Budgets und Ihres Alltags liegen. Es muss nicht immer etwas Großes sein. Und: Gestehen Sie sich doch mal reiche Träumereien zu: Was würden Sie mit einer Erbschaft oder einem Lottogewinn machen? Schreiben Sie beide auf, was Ihnen dazu einfällt. So lernen Sie die Wünsche des anderen und seine Einstellung zu Geld besser kennen.

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