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Auch andere haben Liebeskummer, Teil 2
Auch andere haben Liebeskummer, Teil 2 (Kategorie: Liebeskummerblog)
Weitere O-Töne und ganz private Zuschriften aus der Liebeskummerpraxis.

Wie bereits letzte Woche erwähnt, bekomme ich seit meinem Fernsehauftritt bei "SternTV" zahlreiche Zuschriften von unglücklichen Menschen mit Liebeskummer. Ich habe mir noch mal einen Brief herausgepickt, um Ihnen, liebe Leser, Mut zu machen. Denn: Jeder leidet früher oder später unter Liebeskummer.

Hallo Frau Fauck,
ich habe Sie bei Ihren TV-Beitrag gesehen und mit Interesse Ihre Ratschläge verfolgt. Danach habe ich mir Ihr Buch gekauft "Liebeskummer, wenn das Herz zu brechen droht". Ich habe es fast gelesen und vermisse meinen Fall, der vielleicht auch für Sie ganz neu ist.

Ich lebte über sechs Jahre in einer Fernbeziehung. Wir sahen uns alle zwei Wochenenden, manchmal verlängert und planten wir Urlaube zusammen, telefonierten, mailten und schrieben uns SMS. Wir passten in allen Dingen sehr gut zusammen. Ich (48 Jahre, geschieden nach 22 Jahren Ehe) erlebte die Liebe meines Lebens. Lernte Geborgenheit und eine nie gekannte Fürsorge kennen und völlig neu erlebten Sex.

Gescheitert sind wir daran, dass mein Partner Manager bei einem Unternehmen ist, seinen Beruf nicht aufgeben will, ich Angestellte mit einem 20jährigen Festvertrag und meine finanzielle Absicherung in der heutigen Zeit auch nicht aufs Spiel setzen möchte. Aus diesem Grund hat mich mein Partner verlassen. Ihm ist es lieber keine Beziehung mit mir zu haben, als diese, obwohl wir uns lieben.

Ich fühle mich von ihm vor die Tür gesetzt und leide, wie in Ihrem Buch beschrieben einen schmerzlichen Liebeskummer mit einer Vielzahl von Ihnen beschriebenen Symptomen. Es tut mir unendlich weh, dass von meinem Partner eine solche Härte ausgeht. Er sprach immer von tiefer Liebe. Langsam fange ich an zu glauben, dass seine Liebe dann doch nicht so tief war. Ich glaube nicht, dass er eine andere Partnerin hatte (Wie Sie es in Ihrem Buch beschreiben). Wir waren beide glücklich! Bis sich herausstellte, dass ich meine Arbeit und mein Umfeld nicht aufgeben kann. Ich habe in seinem Heimatort auf zwei Arbeitstellen probegearbeitet, wollte ein Jahr unbezahlten Urlaub nehmen, um den Weg zurückgehen zu können… (…)

Wie es weiter geht, weiß ich auch noch nicht, im Moment bin ich ein Trauerkloß und ein Clown, der lacht um nicht zu weinen. Ich bin aktiv, treibe Sport, gehe mit Freunden aus, gehe gern arbeiten. Aber abends kriecht die Kälte und Einsamkeit mit ins Bett und die Tränen laufen…
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Mit freundlichen Grüßen
XXX


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2 Antworten zu “Auch andere haben Liebeskummer, Teil 2”

  • Gerlinde sagt:

    Liebe Mitleidende,
    mir geht es ähnlich, auch ich bin 48 Jahre alt und habe mich wegen der Gefühlskälte meines Mannes nach 21 Jahre Ehe getrennt. Nach 6 Monaten Trauerzeit lernte ich einen Mann kennen und lieben. Er war so verständnisvoll, machte mir ständig Komplimente und sagte, ich sei seine Traumfrau. Er wollte sich von seiner Partnerin trennen und erbat eine Auszeit. Seitdem höre ich nichts mehr. Ich hab wohl alles falsch gemacht. Aber die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit war so groß, dass ich ihm alles geglaubt habe. Jetzt weine ich fast jeden Abend und kann kaum schlafen. Wie konnte er mir nur so weh tun. Ich versteh die Männer nicht. Warum hat er nicht einfach gesagt, das er sich nicht trennen will? Das hätte mir die Sache erleichert. Stattdessen eh ich nie ohne Handy aus dem Haus, in der Hoffnung er ruft vielleicht an. Da muss ich wohl durch. Aber es ist hart und ich verliere den Glauben an die Liebe.

  • Anke sagt:

    Liebe Gerlinde,
    ich hoffe, dir geht es besser und du leidest nicht mehr. Da ist selbst auch nach einer Trennung durch ein tiefes Tal ging, kenne ich dieses Gefühl von Schmerz, Enttäuschung und Verletzung. Verbunden damit ist die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit.
    Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Altes erst verarbeitet werden muss und ich wieder bei mir ankommen möchte, bevor ich mich ganz auf etwas Neues einlassen kann. Natürlich sind wir als empfindsame Wesen, die lange keine Geborgenheit, Zärtlichkeit und Nähe spürten anfällig für jedes Kompliment und die Streicheleinheiten. Damit begibt man sich erneut auf das Glatteis und die Verletzung und Enttäuschung ist vorprogrammiert, wenn ich mich nicht erst selbst wieder wirklich mag. Diese Erfahrung habe ich gemacht und immer noch ist die Sehnsucht da, Ich glaube an die Liebe dennoch!!
    Verliere sie bitte nicht, dann wird sie dich auch nicht finden können.