Veni, vidi, vici. Und jetzt das Ganze noch mal von vorn. Geht das gut?
Eine weitere Art wie man Trennungen versuchen kann wieder aufzuheben, ist der Versuch, seinen Partner wieder zurück zu erobern. Das kann vieles bedeuten. Mal ist es die Einsicht einen Fehler gemacht zu haben, oft nur das zerkratzte Ego, das poliert werden muss.
Selten gelingt es auf Dauer die Liebe, die man bereits verloren hat, wieder zurück zu bekommen. Doch es gibt diese Fälle. Ein oder zwei unter Hundert vielleicht. Und das reicht in der Regel um 98 vergebliche Versuche zu motivieren.
Die Situation ist immer kompliziert. Egal wie einfach eine Trennung wirklich war, im Kopf der Betroffenen wird sie zu einem komplizierten Labyrinth von Gefühlen, Schmerzen, Unzulänglichkeiten und Unsicherheiten. Der Partner kann einem offen und ehrlich sagen warum Schluss ist. Das ändert nichts. Man wird jede andere Möglichkeit erwägen. Jeden denkbaren Fehler von eigener und anderer Seite erwägen, in der Hoffnung etwas zu finden, das es einem leichter macht. All diesen Ballast kann man natürlich am einfachsten loswerden, indem man die Trennung selbst wieder rückgängig macht. Und während man den anderen zurück erobert, vielleicht täglich mit ihm telefoniert, ein entspanntes Abendessen hat (weil man ja Freunde geblieben ist) oder sogar mit ihm weiterhin schläft, ist man ja auch nicht wirklich getrennt. Und muss sich so auch gar nicht mit all den Fehlern und Versäumnissen der Vergangenheit beschäftigen.
Natürlich gibt es auch die Menschen die ihre Entscheidungen sehen, bewerten und korrigieren wollen. Aber es ist eine seltene Brut Mensch, die die Größe hat, sich den eigenen Fehlern zu stellen. Und wenn sie es tun und plötzlich wissen, sie wollen den Partner zurück, dann kann man ihnen nur Glück wünschen. Die Wenigsten werden es haben.
Rückeroberungen sind Versuche den Kurs zu korrigieren und doch noch gegen den Strom und Wind zurück in den Hafen zu kommen.
Es mag auf manche zutreffen, das sie den Partner zurück gewinnen können. Aber was ist mit der Vergangenheit? Kann sie wirklich ganz ausgeschaltet werden? Ich bin der Meinung, wo ein Bruch in der Partnerschaft besteht, ist dieser nicht mehr ganz zu kitten. Die Vergangenheit holt einem immer wieder ein. Verzeihen kann man vieles, aber auch vergessen? Das hat nichts mit nachtragend sein zu tun. Allerdings hat es wenig Sinn, davor weg zu laufen. Besser ist es sich dem zu stellen, auch wenn es weh tut. Man muss sich nicht gleich feindlich gegenüber stehen, denn schliesslich haben bei einer Trennung immer Beide Schuld.
Ich habe es auf einen Versuch ankommen lassen und .. bin gescheitert. Mein Ex-Partner war nicht bereit, alte Probleme, die zum Scheitern geführt haben, aufzuarbeiten. Er hat gehofft, es würde Gras über die Sache wachsen. Hier ging es um das Aufpolieren des eigenen Egos seinerseits. Unter diesen Voraussetzungen konnte es nur ein weiteres Mal scheitern. Heute bereue ich diese Chance; es hat mich weitere 3 Jahre meines Lebens gekostet, die ich mit diesem Menschen verbracht habe. Aber: aus Fehlern lernt man.
Jaja, den Ex zurückerobern – ein durchaus unmögliches Unterfangen. Warum: Ganz klar: irgendjemand wurde verletzt, einer war der verlierer- wie bitte soll dieses ungleichgewicht jemals wieder ins lot gebracht werden?! wir erinnern uns an jede Gemeinheit, an alles, was letztlich die Beziehung zum Scheitern gebracht hat. Wer will da noch wieder mitmischen, also ehrlich. Besser erscheint mir ein Schnitt mit Klarheit – und ohne Rückfahrschein. Tut weh, aber immer weniger..
Ich gebe Dir Vesna absolut recht. Habe ebenfalls verziehen und mich neu eingelassen auf den Ex, das war vergangenes Jahr selbe Zeit. Statt seine Fehler aufzuarbeiten begeht er den gleichen wieder "Fremdgehen". Für mich ist es nun aus: Ein Jahr vertane Zeit. Hätte es vergangenes Jahr lieber sein gelassen mit dem rückerobern…
Zurück bedeutet immer wieder sich Altem zuzuwenden. Einsicht brauchen beide Seiten und den Willen im "Jetzt" leben zu wollen. Die "Aufarbeitung" der Vergangenheit sollte vor einem neuen Versuch geschehen sein. Sonst passiert das, was in anderen Kommentaren bereits beschrieben wurde. Auch wenn ich eine neue Beziehung finde, so hat die/der neue PartnerIn auch eine Vergangenheit, die irgendwie oder irgendwann einmal ans Tageslicht kommt. Muß man das dann auch aufarbeiten? Scheitern vorprogrammiert!!
Ich stimme Dir Dietmar voll und ganz zu. Schlimm ist es nur, wenn noch Kinder mit im Spiel sind, die keine Schuld treffen und der Ex-Partner sie erst vollkommen bei Seite liegen lässt, egal aus welchem Grund. Das zeigt eine gewisse Schwäche und nicht Großmütigkeit. Man sollte immer zu seinen Kindern stehen. Egal was passiert. Sonst bekommt man irgendwann die Quittung.
Die neue Beziehung wird auch irgendwann scheitern, schon allein weil man sich seinen Fehlern/ Verantwortungen nie gestellt hat. Trotzdem wünsche ich meinem Ex alles Gute. Großmütigkeit und Verzeihen kann man nicht lernen, das kann man nur durch seine Erziehung erwerben. Hört sich hart an, ist aber so. Wo keine Veranlagung geschaffen wurde, kann man nichts aufgebaut werden. Diese Menschen können einen Leid tun.
..bin ganz frisch getrennt und weiß noch nicht, wie ich damit umgehen kann/soll. Diese Liebe war für mich so verdammt mächtig, ich habe so etwas noch nie gefühlt…wenn ich morgens aufstehe, ist mein erster Gedanke bei ihm und ich nehme ihn auch mit in mein Bett…ich habe 2 Monate alles versucht, um diese Beziehung zu retten, leider ohne Erfolg…ich dachte die Liebe wäre mächtiger…es geht hier nicht um das Ego und auch nicht darum, einen Fehler gemacht zu haben…ich wünsche allen viel Kraft und Verständnis, die eine solche Situation…diesen üblen Liebeskummer ertragen müssen.
Ich habe auch – leider viel zu oft – verziehen und mich neu eingelassen auf den Ex. Statt seine Fehler aufzuarbeiten begeht er immer wieder die gleichen : Geht ins Bordell, zu Prostituierten oder "schleppt" und läßt sich "abschleppen" aus heruntergekommenen (Asi-)Kneipen. Brrrrrrrr.
Für mich ist es nun aus: 4.1/2 Jahre vertane Zeit.
Wir hatten eine gemeinsame Zukunft geplant …
Das ist bitter.
Ich halte nichts von "Zurückerobern". Man muss den Tatsachen ins Auge schauen.
Einen Mann von fast 48 Jahren kann man nicht ändern.
…Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt… Wie soll man sonst erklären, dass man sehenden Auges, aber zunehmend vergeblich fünf Jahre lang versucht ein "neues" Glück mit dem "alten" Ex zu finden? Zu viele schmerzende Erinnerungen, zu viele schlechte Kompromisse wegen des gemeinsamen Kindes, zu viel Misstrauen machen es unmöglich den Sprung in der Schüssel zu kitten. Nebenbei gefragt, was war zuerst da: Das Misstrauen oder das erneute Fremdgehen wegen des fehlenden Vertrauens? Ich wünsche allen, denen es ähnlich erging viel Kraft und neue Hoffnung.
Und was macht man mit einem Mann, der gewalttätig war?! Im Streit hat mich mein Freund geschubst, dadurch wurde mein Finger gebrochen. Ich habe mich nun getrennt.. weil ich denke, dass, wenn ein Mann einmal gewalttätig war, so würde er dies noch mal machen. Mein Freund bereut sein Verhalten, hat sich bei mir mehrmals entschuldigt und wird sogar zu einer Therapie gehen. Soll ich ihn verzeihen? Gibt man so einer Beziehung eine Chance?
Ja Nathalie, so ist es auch. Vergibst Du Ihm, er wird es immer wieder tun. Ich habe es selbst erfahren: Es gibt eine kurze Zeit der Reue, danach verfällt jeder Mann zurück in sein altes Schema – das gilt auch für das Fremdgehen. Er wird es immer wieder tun. 5 mal habe ich ihm eine Chance gegeben und das waren 3 zu viel, eine zweite hat vielleicht jeder verdient. Aber 18 Jahre sind auch dabei auf der Startbahn geblieben. Trotz 100 Schwüren, ein gemeinsames Leben aufzubauen… Schenkt euch die Jahre lieber mit einer neuen Chance auf ein glückliches Leben. Das gilt auch für Susan…
@frau 58: Sehe ich genauso (mittlerweile), ich habe mich daher ein zweites mal getrennt und bin mit diesem Mann nun fertig. Vielleicht schaft es mal einer, dass ich ihm wieder vertraurn kann… Also Natalie, lass den Kerl sausen, er wird sich nicht wirklich ändern…
Ein Neuanfang kann gelingen, jedoch müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:
1. wahre Einssicht
2. der unbedingte Wille es besser zu Machen und sich zu verändern
3. Aktivitäten sich zu verändern, wenn es sein muss mit therapeutischer Unterstützung/Paartherapie
Jedoch gibt es Ausgangssituationen die äußerst schwierig sind. z.B. Gewalt, Alkohlismus. Von daher muss es jeder für sich selbst entscheiden.
Mehr als eine Chance würde ich auf keinen Fall geben.
Man muss immer bedenken, wenn eine Beziehung scheitert, dann haben beide ihren Anteil. Jeder nimmt seine "Probleme" mit in die nächste Beziehung. Solange diese nicht bearbeitet sind, ist das nächste scheitern vorprogrammiert. Beziehrung heißt "in Beziehung treten", sich austasuchen und miteinander und voneinander lernen. Aber dafür müssen beide bereit sein.
Soll man tatsächlich alles, was man sich "erarbeitet" hat, aufgeben? Weiss man wirklich, was mit einer neuen Beziehung in 1 Jahr, in 5 Jahren ist? Nein. Ich finde, man hat (wenn keine Gewalt oder ähnliches im Spiel ist) sogar die Pflicht, es zu versuchen! Man trägt Verantwortung, auch gegenüber eventuell vorhandener Kinder! Es ist so einfach, alles hinzuwerfen. Sich zu ändern ist sehr schwierig. Aber wenn man seine Fehler kennt und einsieht, dann ist es doch möglich. Jeden, den man fragt, sagt "ich habe Zeit verschwendet". Meiner Meinung nach ist es keine Verschwendung. Die meisten sind mehr als verletzt, wenn man sich trennt, aber es gibt einen Weg zurück. Warum gibt es auch in der heutigen Zeit Ehen, die glücklich sind? Keine Ahnung? Ich sehe eine Chance in jeder getrennten Beziehung oder Ehe für einen Neuanfang. Warum nicht?
zurück zum Ex, war mein größter Fehler den ich bisher begangen habe. Ich hatte mich im Sept. 2004 nach selischer und häuslicher Gewalt von ihm getrennt. Er war damals 65 J., ich 60 J. Kranken – Frauenhaus – Wegzug. Anzeige von mir gegen ihn, wegen Körperverletzung – Verurteilung – Jagdscheinverlust – Geldstrafe.
Er "warb" immer wieder um mich, "versprach" mir wieder den Himmel auf Erden. Wir lebten ab da getrennt, sahen uns ab und zu, machten gemeinsam Urlaub. Ich ließ mich "betölpeln", denn ich liebte ihn wirklich aufrichtig. Habe mich nun endgültig getrennt. Tut zwar immer noch sehr weh, denn ich schäme mich so für diesen Mann, dass ich ihn liebte und für ihn so viel gegeben habe. Ich habe endlich begriffen, dass ich ihm die zweite Chance umsonst gegeben habe. Er hat mich wieder reingelegt, denn er wollte nur seinen Jagdschein wieder haben, nicht unsere Beziehung retten.
Rückeroberung… befinde mich in dieser Situation und frage mich wieso hier immer nur Frauen über Männer klagen.Meine noch Ehefrau verhält sich so wie hier die Frauen über die Männer klagen… Sie wiederholt auch ständig ihre Fehler… 4 Jahre Beziehung 2 Jahre Ehe und gegenseitiges Erziehen hat nix gebracht … wenn keiner bereit ist freiwillig am eigenen Verhalten was zu ändern, dem anderen zu liebe, dann bringt jede Rückeroberung absolut nix… Ich habs 3 mal versucht und 3 mal hat es nicht geklappt. Das was gefehlt hat ist die Einsicht und die ständigen Schuldzuweisungen… Das kann doch keine Liebe sein…. Zeitverschwendung pur, aber dazu gehört eine gehörige Portion Lebenserfahrung, um das zu erkennen ..
Also liebe Frauen im Forum, nicht nur die Männer sind böse, auch die Frauen, die es immer wieder schaffen, den Partner zur weissglut zu bringen, statt bedachter, toleranter und harmonie schaffender zu sein als die Männer.
Ja, ich gebe den meisten Recht, die von einer 2.oder mehr Chancen-Pleite schreiben, denn am Anfang strengt sich jeder an und dann verfällt das "neue" Leben, wieder in das selbe Muster.
Ich selbst habe schon zweimal erlebt, dass mich der Freund betrogen hat und dann geschworen, es nie wieder zu tun, aber kaum wieder eine Chance gewittert, war die nächste im Bett. Nicht nur, dass man betrogen wird, nein auch noch belogen in der Beziehung.
Nun bin ich verheiratet – ihm zuliebe in sein Land übersiedelt und alles hinter mir gelassen – mit finanziellen Einbußen (Wohnung etc.) und stehe momentan vor der Entscheidung mich zu trennen. Aber ich weiß nicht wohin, hab wenig Mittel, meine Möbel sind alle integriert und mein Mann würde mich (so mein Empfinden) lieber heute als morgen gehen sehen. Seine Argumente einer Trennung sind für ihn schon von Anfang an klar gewesen. Da bleibt die Frage, warum war ich dann überhaupt interessant für ihn und warum wollte er mich überhaupt heiraten???? Da gibt es leider keine Antwor darauf. Das ist schon ein böses Spiel mit den Gefühlen anderer Leute unter dem Deckmantel der Liebe oder?? Antworten wie z.B. wollte nie zu zweit sein, ich genüge mir allein oder unbedingt Sex mit einer Frau, die noch nicht verheiratet war – das sind Worte, die tun schon sehr weh und nun was tu ich – wieder alles zurück lassen – neu anfangen – wann, wie… alles schwierig – wenn man weiß, dass man anfangs schon was falsch gemacht hat, das anscheinend nicht zu kitten geht. Warum will der Mensch jemanden zurückerobern???? Wenn der Partner schon sagt, die Chance ist schon vertan???
Vielleicht hat jemand einen guten Rat – danke
@ Sabrina;
ja Trennungen sind sehr schmerzhaft, ich erlebe gerade Gleiches und wäre sogar bereit diese Frau wieder an meine Seite zu lassen. Allerdings darf man sich der Realität nicht verschließen. In meinem Fall sind 2 Kinder aus 1. Ehe hier und sie erlebt nach 3 Jahren Singleleben gerade die Scheidung von ihrem Mann. Ich glaube, da hat man keine Chance und die Dinge, die in der langjährigen Ehe passiert sind, standen bei uns an der Tagesordnung. Da hilft es auch nicht, wenn man sich körperlich wahnsinnig anziehend findet.
Letztendlich glaube ich, dass beide Partner Veränderungen zulassen, Chancen nützen und offen miteinander kommunizieren und bei Problemen nicht sofort auf Tauchstation gehen.
Alles Gute, auch wenn der Schmerz groß ist.