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Kategorie | Herr Leyendecker über die Liebe und andere Unklarheiten


Alphaweibchen
Alphaweibchen (Kategorie: Herr Leyendecker über die Liebe und andere Unklarheiten)
Alphaweiber sind ein Kulturgut! Etwas, das jede Frau prinzipiell gut findet, weil sie sonst als unemanzipiert gilt. Und nun die Frage: Wie finden wir Männer sie?

Oh ja, so was gibt es: Das weibliche Gegenstück zum Alphamann. Das Alphaweib. Und sie sind auf dem Vormarsch. Bundeskanzlerinnen, Ministerpräsidentinnen und Frauenquoten. Ich selbst kann eine von ihnen meinen Mentor nennen.  Sie sind in der Regel so hart wie Männer und manchmal sogar noch härter. Denn eigentlich sind wir Männer ja gar keine Monster. Für die Bewunderer der Alphaweiber aber schon. Ja, die Alphaweiber haben nämlich keine individuellen Verehrer. Männer finden sie oft eher weniger prickelnd, weil sie sich nicht gerne klein fühlen neben ihnen. Alphaweiber sind aber ein Kulturgut! Etwas, das jede Frau prinzipiell gut findet, weil sie sonst als unemanzipiert gilt.

Alphaweiber sind zurzeit einfach irre Hip – und Männern angeblich ein Dorn im Auge. Ja, man denkt wir hätten ein Problem mit ihnen. Jetzt mal ehrlich, dass ist ziemlicher Blödsinn. Als würden Männer Konferenzen abhalten, um unisono Entscheidungen, die für drei Millionen Männer gelten, zu treffen. Kommt schon! Tatsächlich  weiß ich es persönlich immer zu schätzen, wenn eine Führungsstruktur weiblichen Anteil hat. Von mir aus darf auch der Chefsessel weiblich sein. Wobei meiner Erfahrung nach Frauen genauso genial oder völlige Versager auf diesem Posten sein können. Die Regeln des Spiels gelten halt für alle. Da wird die Bildzeitung, Alice Schwarzer und der Papst nix dran ändern. Erfolg wird honoriert, Versagen bestraft.

Das hier ist aber kein Karriereblog. Deshalb natürlich die Frage: Wie finden wir denn Alphaweiber? Na ja, nicht so toll. Als Partnerin, meine ich. Warum? Es gibt da ein Problem. Zum einen haben wir Männer dieses Ego-Problem. Das ist jämmerlich und dumm, aber es ist halt so. Aber da hört es sicher nicht auf. Alphaweiber, wie auch Alphamännchen, sind selten daheim. Macher machen halt. Den ganzen Tag. Und witzigerweise gibt es wohl viele Frauen, die das okay finden. Aber halt nicht so viele Männer. Ich würde jetzt gern was Positiveres sagen, aber wahrscheinlich wollen wir einfach bemuttert werden. Drittens und das ist ziemlich traurig: Alphaweibchen mögen oft keine Männer. Und wenn doch, dann sind sie so oberflächlich wie ihre männlichen Pendants.

Sie müssen sich gegen "uns Männer" durchsetzen. Das ist oft ihr Anspruch. "Wir Männer" werden dabei witzigerweise immer durch denselben Kerl repräsentiert. Nämlich mich. Jede Bitte, abgelöst zu werden, um mal ne normale Beziehung führen zu dürfen, wird vom Rest der Männlichkeit ignoriert.
Wenn man Alphaweibchen privat trifft, haben sie dieses ständige Gefühl einen überflügeln zu müssen. Und ich knutsche nicht mit jemandem rum, der eigentlich gerne Armdrücken gegen mich machen würde. Und wie beim Alphamännchen ist dieses Geltungsbedürfnis ein Resultat von Angst. Eine offensive Verteidigungsstrategie. Sich offensiv zu verteidigen heißt aber leider auch, Krieg zu führen. Geschlechterkampf nennt sich das und sorry, ich bin Pazifist. Wer Krieg sucht, soll dass bitte nicht im Schlafzimmer tun.

Tja und all dies zusammen macht Alphaweibchen halt schwierig als Partnerin. Aber wisst ihr was? Das sind jetzt alles irgendwie Verallgemeinerungen. Mit etwas Humor, Charme und Witz schmilzt man auch deren Herz. Denn wisst ihr was?

Alphaweibchen sind auch Menschen.

Cool, oder?


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4 Antworten zu “Alphaweibchen”

  • pianissimo sagt:

    Ich habe mal einem männlichen Alphatier ganz tief in die schönen Augen geschaut und da hielt er mir folgenden Vortrag: Auf der Weide geht der stärkste Bulle zum stärksten weiblichen Tier, mit ihr werden Junge gezeugt. Dass der stärkste Bulle mit dem schwächsten Tier Junge zeugt, no way! Heißt,das Alphamännchen will das Alphaweibchen,wenn er es ernst meint.

  • A sagt:

    Ich find den Artikel ziemlich entwertend. Allein die Bezeichnung “Alphaweiber”.
    Noch vor kurzem hieß es bei Herrn Leyendecker, es gäbe keine Alphafrauen. – Und Alphamänner seien die größten.
    Nun sind angeblich plötzlich “Alphaweiber zurzeit einfach irre Hip”. Ich glaube, so Möchtegern-Alphafrauen sind für Herrn Leyendecker noch halbwegs erträglich, über sie kann er sich wenigstens stellen. Und wenn gar nichts anderes mehr hilft, kann man sie “Emanzen” schimpfen.

  • Gerhard sagt:

    Es gab Zeiten des Matriarcharts und in einigen Kulturen auch noch heute. Was kann daran denn schlecht sein, wenn endlich eimal die Zeiten von Krieg, kämpfen etc, etc. für immer und ewig vorbei sein werden. Ein Mann, wenn er denn ein richtiger ist, sollte doch damit fertig werden! Gerhard.

  • goldiluxxx sagt:

    Ich stimme pianissimo vollkommen zu! Als Alphaweib (?!) moechte ich gerne einen Alphamann an meiner Seite haben. Einen, der genauso viel Mann ist wie ich Frau. Geht doch.