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“Allzeit bereit” – Männer beim Flirten
“Allzeit bereit” – Männer beim Flirten (Kategorie: Flirtblog)
Ein bisschen Zurückhaltung, gepaart mit einem Schuss Unnahbarkeit und einer Dynamik zwischen Nähe und Distanz - das macht interessant.

"Gehen wir zu Dir oder zu mir?" – Viele Männer fallen beim Kennenlernen gerne mal mit der Tür ins Haus. Das wissen Frauen – und sind davon in der Regel wenig beeindruckt.

Liebe Leserin, lieber Leser – waren Sie mal auf einer Uniparty? Ich kann Ihnen sagen: Der gute Beobachter kann an einem solchen Abend die ganze Palette der Psychologie des Flirts unter die Lupe nehmen.

Dabei wird schnell klar: "Eindeutiger" werden die – im nüchternen Zustand weitgehend verdeckten – Flirt-Absichten, je näher das Ende der Party rückt. Enthemmt vom Alkohol werden eindeutige Angebote von männlichen Singles an so gut wie jede Studentin in Reichweite formuliert. Das Ganze kann sehr eindeutig werden. Ich habe schon Unifeten erlebt, da mussten irgendwann die weiblichen Gäste einen wahren Spießrutenlauf absolvieren. Aber nicht nur Unipartys sind für diese Art von männlichem Verhalten prädestiniert.
Es ist offenkundig, dass das männliche Geschlecht im Allgemeinen beim Flirt eher sexuelle Anspielungen macht als das weibliche. Das hat mit Sicherheit gesellschaftliche Gründe, die uralt sind (Sie wissen ja: Männer, die viele Frauen abschleppen, werden weniger sozial sanktioniert als diejenigen Damen, die einen hohen Männerverschleiß haben.) Auf der anderen Seite stehen auch evolutionäre Ursachen bei diesem Geschlechtsunterschied im Raum. Männer müssen entsprechend wenig in das Unternehmen "Fortpflanzung" investieren, nämlich nur einige Minuten oder gar nur ein paar Sekunden (soll es geben). Die Sexualpartnerin muss sich im "schlechtesten" Fall neun Monate und länger mit den Folgen des kurzen Vergnügens auseinandersetzen. Daher müssen Frauen wählerischer sein als Männer. Das nur am Rande.
Doch wie dem auch sei: Viele männliche Singles sind dem Irrtum verfallen, dass sie einen "maskulinen" und imposanten Eindruck auf ihre Gesprächspartnerin machen, wenn sie markante Abschlepp-Sprüche ablassen. Mal unter uns, liebe männlichen Leser: Frauen, die mit den Herren der Schöpfung flirten, wissen – in den meisten Fällen – sehr wohl, was in ihrem Gesprächspartner vor sich geht und welche Motivation sie in manchen Fällen verfolgen.

Sagen wir mal so: Es ist für den weiblichen Flirt nicht sehr spannend und reizvoll, wenn sie nach 15 Minuten hört: "Baby, Du siehst so heiß aus – gehen wir zu mir oder zu Dir?" Im Gegenteil: Gerade wenn "Mann" den Spieß rumdreht und sich ein bisschen unnahbar gibt – dann hat plötzlich nicht er, sondern seine Gesprächspartnerin etwas zu verlieren. Und das bedeutet: Sie muss nun ein Ziel erreichen, ja sogar darum kämpfen.

Ein bisschen Zurückhaltung, gepaart mit einem Schuss Unnahbarkeit und einer Dynamik zwischen Nähe und Distanz – dies sind Variablen, die interessant für den anderen sind. Warum? Weil es genau dem Verhalten von vielen Singlefrauen auf dem Partnermarkt entspricht. Und dies ist nicht aus Zufall auch für das männliche Geschlecht interessant (siehe oben). Denn für beide Geschlechter gilt: Wer eine Langzeitbeziehung sucht, wird von offensichtlichen sexuellen Nuancen beim ersten Flirt abgeschreckt.

In Hinsicht auf ein kurzfristiges Abenteuer sieht die Sache natürlich anders aus.


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