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Tipps: Kennenlernen - so klappt es online noch schneller

Offen sein!

Haben Sie auch genaue Vorstellungen, wie Ihr Partner sein und aussehen soll? Ob "groß und dunkelhaarig" oder "gut verdienend und blond" - wenn unser Beuteschema stark festgelegt ist, können wir viel verpassen.

Katja zum Beispiel. Irgendwie wollte es mit der Liebe bei ihr nicht so recht klappen. Ihre Beziehungen scheiterten immer wieder an unterschiedlichen Lebensplanungen und machten sie unglücklich. Aber optisch fand Sie ihre Ex-Partner alle klasse. "Oft finden wir genau die Menschen attraktiv, die ganz anders sind als wir selbst", erläutert Single-Coach Lisa Fischbach. Und das geht in vielen Bereichen leider fürchterlich schief. Das persönliche Beuteschema wird von vielen Faktoren beeinflusst. Oft wird das zum Eigentor: Wenn man an Kriterien festhält, die für das Gelingen einer Partnerschaft eigentlich unwichtig sind. Oder - und das ist noch schlimmer: Wenn man auf einen Typ Mensch fliegt, der einem nicht gut tut. Das Beuteschema umfasst nämlich nicht nur Äußerlichkeiten. Natürlich ist es vollkommen legitim, gewisse Ansprüche zu haben. Doch der Blick über den Tellerrand muss sein. Hier ein paar Tipps, wie das Kennenlernen online noch leichter wird.
Katja ist das beste Beispiel: "Eigentlich war er gar nicht mein Typ", sagt sie über ihren neuen Freund Sven (39). "Ich mochte ihn zwar, aber es hat anfangs kein bisschen gefunkt." Zudem entsprach er gar nicht ihren Suchkriterien, denn er ist ihr mit seinen 1.80 Meter eigentlich zu klein. Außerdem hatte Katja für sich Raucher ausgeschlossen. So tauchte Sven zwar nicht in ihren, Katja aber in seinen Partnervorschlägen auf ? und so ergab sich der Kontakt. Sven war es auch, der nach dem ersten Treffen nicht locker ließ und sie unbedingt wieder sehen wollte. So entwickelte sich langsam aber sicher aus Sympathie eine echte Liebe. Mit Happy End: Die beiden sind inzwischen über ein Jahr verheiratet. Das Laster Rauchen will er sich spätestens mit dem ersten Nachwuchs abgewöhnen ?

Nicht nur im Umkreis suchen

Ein weiteres Erfolgsbeispiel für erweiterte Suchkriterien ist Ludwig (56). Er sucht bei ElitePartner acht Monate lang nach einer Partnerin - immer im Umkreis seiner Heimatstadt. "Mit einer eigenen Firma zieht man schließlich nicht einfach um", erklärt er. Doch dann erweiterte er eher spaßeshalber seine Suchkriterien und ausgerechnet Hanna (50) aus Oldenburg tauchte in seiner Liste auf. Ihr Profil gefiel ihm und er schrieb sie einfach mal an. So entwickelte sich ein reger Mailverkehr, aber Ludwig tat sich schwer: "Die Entfernung hat mich abgeschreckt." Zum Glück blieb Hanna hartnäckig. Mit Erfolg: Seit ein paar Monaten lebt sie bei ihm im Süden.

Auf den zweiten Blick

Wenn nicht gleich der Blitz einschlägt: Wagen Sie einen zweiten Blick! Vielleicht zeigen sich beim ersten oder zweiten Treffen Gemeinsamkeiten, die Sie erst übersehen haben. Beherzigen Sie unsere Tipps! So gehts mit dem Kennenlernen online noch schneller.

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12 Kommentare (älteste zuerst)

Hans-Joachim Ad (28.07.08 16:16)

Die riesige Auswahl an Partner(innen)vorschlägen, fordert dazu heraus, nach persönlichen Vorstellungen zu ,,sieben“. Meine Erfahrungen haben mich dazu veranlasst, Witwen (Dauertrauer und Vergleichen), Junggesellinnen (brauchen t wirklich einen Mann), überzeugte Atheistinnen (sind sich selbst letzte Instanz), Sexbesessene (verfehlen meine ganzheitlichen Vorstellungen von einer Liebesbeziehung), unter 52- und über 65-Jährige (ich mag gern ,,in meiner Generation" bleiben), Golferinnen und Seglerinnen (mir zu zeitaufwändige Hobbies), über 175 cm Große (auch anderweitig noch so überragende Frauen scheinen sich kaum etwas sehnlicher zu wünschen, als von einem Mann zumindest an Körpergröße überragt zu werden), jene, die es nicht einmal geschafft haben, ihr ,,Sie über sich" halbwegs vollständig auszufüllen, Dominas, Anbeterinnen, Damen mit meinem hohen Botschaftsvolumen schier hilflos ausgesetztem Intellekt, meiner großen Liebe der deutschen Sprache erkennbar nie Teilhaftige, meiner Art von Humor deutlich Abgewandte und länger als durchschnittlich eine Woche um eine mail-Antwort Ringende meinem Horizont entzogen, ohne sie abwerten zu wollen. Für andere gelten da gewiss völlig andere Auswahlkriterien.
Allerdings bin ich kein Prinzipienreiter, und wer den Kontakt zu mir sucht, trifft auf meine uneingeschränkte Zuwendungsbereitschaft. Gegebenenfalls schützt die Erkenntnis, dass der Weg zum nur einmal möglichen wechselseitigen ,,Ja“ halt keine Sprintstrecke ist, vor Enttäuschungen, wenn ,,es doch nicht passt“.
Übrigens: Mit meiner ersten mail-Partnerin kommuniziere ich noch immer regelmäßig. Nachdem wir uns wechselseitig über eine schwere Zeit hinweggeholfen haben, hat es für ein Liebesverhältnis doch nicht gereicht. Aber ihr neuer Lebensgefährte und sie sind mir großartige Freunde geworden, die ich nicht verlieren mag - wie weitere Menschen, die mir wichtig geworden (und geblieben) sind.

Sylvia (11.08.08 14:50)

Wenn der komplete erste Absatz keine Prinzipienreiterei ist, was genau bitte ist er dann ? Menschen, aufgrund jeweils eines einzigen Kriteriums in vorgefertigte Schubladen zu packen und das noch ins Netz zu setzen lässt sich an Selbstgefälligkeit wohl kaum überbieten. Oder hat sich da jemand lediglich am Sarkasmus eines Harald Schmidt ( in dessen Bestzeiten..) versucht und ich habe es nicht bemerkt?!?

Jasmin (14.09.08 10:30)

Den ersten Text von Hans - Joachim finde ich sehr aufschlussreich, unglaublich aus welcher Perspektive Männer die Sache mit der Liebe und Partnerfindung sehen. Wirklich erheiternd.... Ich bin also nicht die einzige die ähnlich denkt...

Peter (22.02.09 23:35)

Meine Damen, jetzt haben Sie es dem Hans-Joachim aber gegeben. Kriterien anwenden und Vorurteile haben - da hat frau doch Mann wieder einmal demaskiert. Aber - wie wäre es, wenn Sie ihre Weise mit den paar Buchstaben im Profil so viel besser umzugehen, einmal einstellen würden? Ich verspreche auch, ich kommentiere es nicht wieder - es sei denn, sie forderten mich ausdrücklich dazu auf.

Rica (01.03.09 11:32)

Ich finde den Beitrag von Hans-Joachim wirklich gut. Gleicht diese Einstellung doch meiner. Es sind keine Vorurteile und ist auch keine Prinzipienreiterei. Es ist Erfahrung. Wie jeder damit umgeht, ist doch ihm selbst überlassen. Ich muss gestehen, so eine ehrliche Aussage macht einen Mann für mich erst attraktiv. Und mal ehrlich - ist eine Verurteilung dieses Beitrags nicht total mit Vorurteilen behaftet?

Karin (11.09.09 14:37)

Ist Hans Joachim inzwischen eigentlich vergeben? Oder hat sich doch eine gefunden, die seinen knallharten Auswahlkriterien entsprochen hat?? Ich kann ihn aber gut verstehen. Es ist sicher eines jeden Recht, seine Erfahrungen umzusetzen in die Kriterien der weiteren Partnersuche. Dass H-J diese ehrlich (und humorvoll-selbst-ironisch) preisgibt, ehrt ihn, finde ich. Im Übrigen mache ich es selber so...also ebenfalls ganz ehrlich: es gibt gewisse K.O. Kriterien, da kann Frau Fischbach sagen was sie will!!

Frank (19.11.09 16:29)

Es wäre hilfreich nach PLZ/Umkreis/Entfernung suchen zu könen, denn Bundesländerweit ist für mich, der an der Grenze von BW zu Hessen und RP lebt schwirig, weil viel BW-ler 300 km weit weg sind, und ich also BW, Bay, Hessen, RP mit in die Suche aufnehmen muss und dann 100000 Ergebnisse bekomme....

Lilli (07.01.10 19:15)

Jedem das Seine :). Menschen mit allzu fester Weltanschauung sind eher selten offene Gesprächspartner. Ich fände es sehr sinnvoll, wenn man bestimmte Ausschlußkriterien eingeben könnte, die es bisher noch nicht gibt, wie "Hunde" oder "will Kinder". Wenn beides definitiv nicht in Frage kommt, entfallen etwas 95 % aller Partnerschaftsvorschläge.. die nichts als Zeiträuber sind. Eine gutes Neues Jahr Ihnen alle!

max (24.01.10 21:03)

hört ihr euch eigentlich mal selber zu? "akademiker und singles mit niveau" muss ja nicht sofort heißen, dass man hochgestochen daherlabern muss. lasst euch alle mal den spruch "ich weiß, dass ich nichts weiß" durch den kopf gehen.ein bisschen mehr bescheidenheit, wenn ich bitten darf.

Martina Römer (31.01.10 01:29)

Hallo,
ich finde die Vorschläge von Frank und Lilli klasse. Mir geht es als Nordhessin ähnlich mit Niedersachsen und Co., während Südhessen so weit weg liegt...
Ja und die Ausschlusskriterien. Bis ich mal kapiert habe, dass die Männer um die 50, die in meinem Alter sind, alle Kinder haben wollen und eine Dreißigjährige suchen... Als ich in einer E-mail mal vorschlug, meine Auswahlkriterien mit denen der Vorschläge abzugleichen, ich also keine Vorschläge mehr von Männern bekomme, die nicht nur nicht auf meiner Schiene laufen, sondern in einem komplett anderen Verkehrsystem (z.B. Flugzeug), wurde mir erwidert, das sei so gewollt und es hätten sich auf diese Weise schon ganz spannende Kontakte ergeben. Ja, kann ich mir gut vorstellen: Bruchlandungen und Entgleisungen...
Liebe Grüße
Martina

Rainer, München (08.02.10 14:48)

Ich bin seit einem Monat hier an Bord, meine anfängliche Euphorie hat beträchtlich nachgelassen. Daß mann/ frau erst einmal lernen muss die ganze Bandbreite der Kriterien - ähnlich wie bei einer Bewerbung - richtig zu lesen und zu deuten, ist offensichtlich und unausweichlich.
Parameter werden von Individuen individuell rezipiert, interpretiert und dann reproduziert, da wird logisch keine allgemeine Gruppengültigkeit entstehen. Ob ich mich in jemand verliebe, ist nicht abhängig davon, ob sie raucht oder im Urlaub gerne nach Venedig fährt. Das einzige was gar nicht geht, ist ein Pferd im Schlafzimmer, ich habe eine massive Allergie……...
Das was der/ die eine meint, wird nie so beim anderen ankommen….. Macht auch nix, ist ja sehr spannend, die daraus resultierende Reibung.
Für mich stellen die Schleierfotos, obwohl ich da natürlich gar nix erkenne, irgendwie ein wichtiges Auswahlkriterium da. Rein bauchmäßig.
Was mich sehr stört: Auf meine persönlichen, freundlichen und immer sehr spezifisch aus der Schau des Profils abgeleiteten Kontaktanfragen bekomme ich sehr wenig Antworten.
LG,
Rainer

K aus Köln (15.02.10 14:52)

Ich gebe Rainer aus München absolut recht. In ein Internetprofil kann man sich nicht verlieben. Respekt, Freundlichkeit, Zeit und Neugierde sind, zumindest nach meinen Erfahrungen, bei den Erstkontakten sehr wichtig. In unserer Zeit der Internetchats, flüchtigen Onlinekontakten, Bloggs, Twitter, unzähligen Partnerportalen kommt die persönliche, freundliche und verbindliche Sprache leider zu kurz. Ich bin nun mittlerweile länger hier an Bord und merke, je persönlicher und spezifischer der Kontakt aufgenommen wird, um so geringer ist die Resonanz. Als Mittvierzigerin ist mir die zum Teil flappsige Sprache befremdlich. Ernsthaftigkeit, Respekt, Charme und Witz zeigen sich nicht im Standardprofil. Nur im realen aktiven Leben kann sich eine Freundschaft oder sogar Liebe entwickeln, dazu sollte man ruhig geduldig vielen "Profilen" und damit Menschen eine Chance geben, zu zeigen, wie wertvoll sie wirklich sind. HG Kerstin

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