
Kann man Liebe kaufen? Ja, klar! Liebe ist wie eine Dienstleistung für die man ständig zahlen muss, oder sie wird nicht mehr erbracht.
Das Problem mit Liebe ist, dass sie keine höhere Macht ist, die unantastbar und unbeeinflussbar über allem schwebt. Menschen lieben Menschen. Aus allen möglichen Gründen. Ich kenne Frauen, die die Männer lieben, die sie schlagen und Männer, die ihre Frauen lieben, weil sie gut im Bett sind, die ihnen ansonsten aber fürchterlich auf den Keks gehen.
Dass jemand einen anderen liebt, weil der Geld hat, einen aushält und einem einen Lebenswandel finanziert, den man sonst nie und nimmer bezahlen könnte, ist nicht weit hergeholt. Im Gegenteil: Das ist Realität. Es ist nicht mal der schlechteste Grund, zu lieben, der mir einfällt. Bitter wird esaber , wenn das Geld ausgeht. Man muss sich mal verdeutlichen, was für Menschen das sind, die einen anderen wegen seines Geldes lieben. Nicht gerade tiefe Wasser. Meist sind es junge und attraktive Frauen und Männer. Nicht gerade fleißig. Nicht produktiv. Im besten Fall egozentrische Künstlertypen. Im schlimmsten Fall einfach nur Faulpelze. Die lieben das Leben, das man ihnen bietet. Sie lieben all die Dinge zum Spielen. Sie lieben einen, weil man für all diese Dinge steht. Und dann kommt die Krise: Das Geld ist weg. Ratet mal, wer dann auch nicht mehr lange da ist?
Das erlebe ich recht häufig zurzeit. Ich denke mir immer, dass diese Leute mal von mir beneidet wurden, weil ihr Leben so einfach war. Doch so eine Liebe ist vergänglich. Das wissen wir ja inzwischen aus zahlreichen Zusammenhängen. Trotzdem denke ich, ist es das Bitterste, zu erwachen und zu erkennen, dass man nur des Geldes wegen geliebt wurde und nie mehr wert war, als das Kreditvolumen der American Express hergegeben hat
Da ist man fast froh, nicht reich zu sein...