
Nun, diese Woche reden wir, aus gegebenem Anlass wie man so schön sagt über Trennungen direkt, nachdem man zusammen gezogen ist. Der Autor dieses Artikels hält sich zurzeit für sehr nah am Thema.
Er hat gerade am Tag des Einzugs mit seiner Freundin ... na ja ... sie sind nicht mehr zusammen. Ich sitze hier, sie nicht. Ich denke, sie hat Schluss gemacht.
Der, der geht, macht halt immer Schluss. Es sei denn, man hat ihn rausgeworfen. Richtig? Zumindest das ist leicht und klar zu trennen bei Trennungen nach dem Zusammenziehen.
Was passiert da eigentlich? Schließlich passiert das häufiger als man denkt. Nähe, Illusionen, Realitätscheck? Freiheit weg? Stress da? Die täglichen Marotten des anderen? Ja! Nein! Zu viel von allem, denke ich. Zu wenig von den Dingen, die das Ganze zu einer guten Erfahrung machen. Übermäßige Nähe verstärkt halt auch einfach alles ins Unerträgliche, was man vorher gar nicht so sehr als Problem sah. Und dass man einer Situation nicht mehr entkommt, kann ja durchaus dazu führen, dass man plötzlich zum ersten Mal darüber nachdenkt. Ich habe dabei die irrsten Geschichten gehört: Ein Paar zieht nach zehn Jahren eine Woche auf Probe zusammen. um später diesen Schritt konsequent zu gehen - und trennt sich dann für immer. Besser fand ich die Juristin, die ein Jahr im siebten Himmel schwebte, mit ihrem Engel zusammenzog und dann nach 24 Stunden begann, aus Jurabüchern eine Mauer im Zimmer zu ziehen, daraus wieder zwei Wohnungen zu machen. Ich selbst habe es selten bis zum Einzug geschafft. Der Gedanke war schon ein Killer. Wahrscheinlich schaltet der Wunsch nach gemeinsamer Zukunft, den Teil des Verstandes, der für konstruktive Kritik zuständig ist, einfach aus. In jedem Falle ist der Schritt, der eigentlich der nächste sein sollte, oft der letzte.