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WM 2010 - Flirten beim Public Viewing

WM 2010 - Flirten beim Public Viewing

Die WM versetzt Millionen Menschen in eine euphorische Stimmung, sie ist somit geradezu ein Gute-Laune-Magnet. Gerade beim obligatorischen Public Viewing lässt es sich gut flirten.

Na, liebe Leserin, lieber Leser - schon das große Deutschland-Fan-Paket bestellt? Einige von Ihnen bestimmt.
Sie haben sicher auch noch die Bilder des "Sommermärchens 2006" vor Augen, als Millionen Menschen die Spiele der Nationalmannschaft enthusiastisch verfolgten und mitfieberten. Public Viewing wurde damals riesengroß geschrieben.
So auch dieser Tage. In allen Klein- und Großstädten (sowieso) sind an zentralen Plätzen große Leinwände aufgebaut, vor denen sich zahllose Fußballbegeisterte versammeln. Aber die Fans schauen auch in Gaststätten die WM-Spiele. Gute Laune ist dabei immer mit im Gepäck.

Und da bekanntlich bei (fast) jeder Sport-Massenveranstaltung die Glückshormone beim Anpfiff ebenfalls mit "am Start" sind, so ist auch das Phänomen Flirt nicht weit. Die Rahmenbedingungen für einen netten Small Talk sind geradezu ideal, sowohl in Gaststätten als auch bei Open Air-Veranstaltungen.
Da Gemeinsamkeiten in der Regel verbinden, das heißt, schon mal tendenziell einen zusagenden Eindruck begünstigen, darf man sich Outfit-technisch an die Gepflogenheiten anpassen. Keine Angst, Sie müssen nicht aussehen wie Poldi oder Schweini. Aber einige Accesoires stehen Ihnen sicher gut zu Gesicht; vielleicht ein Deutschlandtrikot.

Schon vor Spielbeginn können Sie Ausschau nach einem netten Flirt halten. Bestellen Sie an der entsprechenden Adresse einfach ein paar Drinks, packen Sie diese auf ein Tablett und drehen Sie eine kleine Runde. Sticht Ihnen jemand ins Auge, verlieren Sie keine Zeit. Steuern Sie einfach die Gruppe an, in der er (oder sie) steht. (Bekanntermaßen sind Fußballfans gruppentechnisch organisiert.)
Ein Eröffnungssatz wie "So, lasst uns mal auf das Spiel anstoßen" oder "Ihr seht ein bisschen durstig aus, das darf nicht sein" wird seine Wirkung meistens nicht verfehlen. Er passt ja ins Ambiente. Und schon hat man eine Basis geschaffen, auf der man aufbauen kann. Während Sie mit den anderen anstoßen, dürfen Sie bei derjenigen Person, die Sie optisch anspricht, ein bisschen länger den Blickkontakt halten. Und: lächeln nicht vergessen.

Es spielt nach meiner Erfahrung übrigens keine Rolle, ob der von Ihnen angesprochene Vertreter des anderen Geschlechts Fan von Ihrer Mannschaft oder der des Gegners ist (zumindest vor dem Spiel). Im letzteren Fall ist eine Intensivierung des Flirts leichter möglich, da man sich gegenseitig ein bissen necken kann. Sie wissen ja, was sich - in unserem Zusammenhang - mag, neckt sich auch.

In Hinsicht auf die geschlechtsspezifischen Eigenarten, die oft zu beobachten sind, ist zu empfehlen: Nicht während des Spiels und Flirts andauernd fachsimpeln (wenn Sie ein Mann sind); nicht permanent fragen, wieso der Schiedsrichter gerade jetzt gepfiffen hat (wenn Sie eine Frau sind) - beziehungsweise: Keine existenziellen Fußballfragen stellen, etwa: "Was ist denn eigentlich Abseits?" Genießen Sie lieber die Emotionen...