- Frage:
Wollen Männer wirklich Distanz oder ist es die Angst vor der Nähe?Hallo, mir fällt beim Lesen der Profile immer wieder auf, dass nach meinem Eindruck die meisten Männer ein ausgeprägtes Distanzbedürfnis haben (maximaler Ausschlag in der Rubrik "Profile im Vergleich"). Da kommen mir zwei Fragen: 1. Stimmt das wirklich oder ist es "nur" die Angst vor Nähe, liebe Männer? 2. Wozu wollt ihr dann eine Beziehung? Oder wollt ihr gar keine Beziehung, sondern nur eine Frau? Ich merke, dass mich das bereits abschreckt zu schreiben. Sehe ich das zu eng oder sollte man das Ergebnis des sog. wissenschaftlichen Tests ernst nehmen? Na gut, das sind jetzt mehrere Fragen, aber alle zusammenhängend...Antworten: -
zu 1: beides
zu 2: wozu beziehung, wenn ich eine frau habe ? an der BEZIEHUNG sind v.a. frauen interessiert.
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1. Nein, das fällt mir nicht auf. Es gibt ebenso viele Frauen wie Männer, die eine Partnerschaft mit Nähe und Zusammenhalt wollen. Es gibt natürlich auch viele, die eher Distanz und Unabhängigkeit suchen. Aber pauschale Geschlechterhäufungen kann ich nicht entdecken.
2. Bitte verwechsel die dämlichen Ergebnisse des Psychotests nicht mit dem wirklichen Wunsch der Teilnehmer. Die Analyse trifft bei ganz vielen nicht zu -- ob das nun an schlecht ausgefüllten Fragebögen oder einem unzureichendem Test liegt, ist egal. Fakt ist, Matchingpunkte und Analyse ignoriere ich, weil sie einfach ganz oft nicht passen.
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Das "maximale" Distanzbedürfnis wird wahrscheinlich aus Antworten zu Fragen der folgenden Art berechnett: Wenn Sie ein Buch gelesen haben, wollen Sie dann, dass der Partner es auch liest? Mancher sagt aber vielleicht nur deswegen "nein", weil er die eigenen Lesepräferenzen seiner Partnerin nicht aufzwingen will. _Wenn_ sie das Buch aber (freiwillig) lesen will, dann würde er sich sehr gern mit ihr darüber unterhalten.
Soll heißen: Im Zweifel würde ich einen Menschen lieber direkt kennen lernen als auf die automatisierte Auswertung eines zwangsläufig sehr kurz geratenen Fragebogens zu vertrauen.
Meine Meinung.
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Auf Tests, die alle auf kurzen und persönlichen Aussagen beruhen, würde ich nicht zu viel geben. Welche Bedeutung irgendwelche Prozentzahlen haben, ist mir schleierhaft. Und ein Nähe- Distanzbedürfnis haben alle im wechselnden Maße. Ich bin eine Frau und muss auch nicht permanent betreut werden, will sagen: auch ich als Frau habe das Bedürfnis nach etwas Distanz. Das macht das ganze doch auch spannend. Erst beim echten Kennenlernen stellt sich heraus, ob diese Bedürfnis bei beiden gleich harmoniert.
Also: lieber selber schreiben, treffen, reden und so weiter.
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Ich habe da auch so meine Zweifel...
Ich (w) stehe genau auf der Mitte zwischen Nähe/Distanz. Die Männer, die ich kennenlernte, die ganz weit rechts bei Distanz standen, fingen bei mir irgendwann mal an zu klammer und die, die weit links bei Nähe standen, wurden irgendwann mal sehr unnahbar!!!
Also, was könnte man daraus schließen????
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@3: Guter Beitrag!
Ich habe denselben Effekt bei Autarkie/Versorgung. Ich stehe auf Anschlag bei Versorgung, aber habe mir von einem Freund zu Recht die Ermahnung anhören müssen, dass ich mir nicht helfen lasse.
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Jo, vielleicht sieht man sich selbst auch nicht objektiv und da ist eben der Wunsch Vater des Gedanken. Sprich eben genau andersherum. So auch schließlich meine Erfahrung.
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... da tun sich einige folgefragen auf ...
- wie ist distanz in diesem test definiert?
- welches theoretische konstrukt wird da mit welchen fragestellungen operationalisiert?
- ist überhaupt "distanz" gemeint und nicht in wirklich "autonomie"?
es soll doch bitte niemand meinen, dass mit ein paar lausigen fragen ein auch nur ansatzweise zuverlässiges psychogramm zu erstellen wäre. hinweise auf die wissenschaftlichkeit der methodik bedeuten ja immer nur, dass ein paar psychologische tests zugrunde gelegt werden. keinerlei hinweise darauf, unter welchen bedingungen die inventare gelten, ob die konstrukte kombinierbar sind etc. ABER: das prinzip ist natürlich auch rechtfertigung für höhere monatsbeiträge ....
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Ich hatte auch einen hohen Distanzwert - damals auch gerechtfertigt, weil ich nicht um jeden Preis eine Beziehung haben wollte, sondern nur eine auf Augenhöhe. Alle anderen konnten mir getrost gestohlen bleiben. So bin ich auch sehr distanziert in die Beziehung gegangen - eigene Erfahrungswerte aus zwei wirklich langjährigen Beziehungen im Gepäck. Ich habe dies dann meinem LG auch erklärt - und ihm ging es - auch aufgrund seiner Erfahrungswerte genau so. Ich denke, das war damals ehrlich und für den anderen planbar - heute sind wir sehr nah beieinander und wir wollen uns ein Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen. Nur von Anfang an klammern (wäre ja auch Nähe) ist ebenso falsch wie oberflächlich dahinvegetieren und nicht offen und ehrlich sein. Das gesunde Mittelmaß, abgestimmt auf die Bedürfnisse und Wünsche des Partners ist wohl das Richtige.
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Diese üblichen Psycho-Tests kann man nicht ernstnehmen. Dafür fehlt schlicht der nötige Tiefgang und die Fragen sind viel zu oberflächlich gestellt.
Wer sich für eine Persönlichkeitsanalyse interessiert, muß sich schon viel Zeit nehmen und diese funktioniert auch nur unter genau definierten Rahmenbedingungen. Es kann z. B. ohne weiteres passieren, daß man dieselben Fragen unbewußt zu einer anderen Tageszeit anders beantwortet, was zwar nicht gleich das Gesamtergebnis verändern muß, aber die Einflußfaktoren wie Tageszeit, Tagesform werden berücksichtigt. Hinzukommt, wie eine Frage formuliert wird, um eine bestimmte Antwort zu erhalten. Wie wird die Frage aufgefaßt?
Ich hatte mich mal aus Interesse eines solchen wirklich professionellen Tests unterzogen. Das sind weit über 200 Fragen, die sich immer mal zwischendurch in anderen Zusammenhängen wiederholten. Wenn man diesem Test alle paar Jahre wiederholt, erkennt man u. U. leichte Verschiebungen.
Ein Test kann also nie eine umfassende allgemeingültige Aussage treffen.
Es gibt ein paar grobe Anhaltspunkte für eine Selbsteinschätzung, wofür man keinen Test benötigt. Jeder weiß selbst, in welche Richtungen er tendiert und wie er sich in bestimmten Situation reagiert. Das Gegenüber hat möglicherweise dazu Assoziationsmuster, die falsche Rückschlüsse auf die antwortende Person zulassen könnten. Das hängt eben von den Erfahrungen des Empfängers ab.
Aus diesem Grunde sind so ein paar undifferenzierte Ankreuztests Quatsch. Die beste Analyse ist immer noch die die umfassende Selbsteinschätzung unter fachlicher Betreuung. Der Betreuer achtet dabei auch auf Reaktionen, Ausdrucksweise, Sprechweise, Temperament etc..
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Ich habe mich hier auch vor wenigen Wochen angemeldet (ohne Premium-Status) und ich muß sagen, daß ich heute nicht mehr weiß, wie hoch mein "Distanzwert" angeblich ist.
Ich kann mit Distanz sehr gut leben, da ich jemand bin, der die Nähe nicht unbedingt benötigt. Wenn man sie hat, ist es wunderschön, aber so direkt brauchen, um mich bestätigt oder sonstwie zu fühlen, eben nicht.
Hieraus können eben die berüchtigten Mißverständnisse entstehen.
Es ist ein Unterschied, ob man Distanz braucht oder ob man problemlos mit Distanz leben kann. Wenn man Letzteres kann, bedeute das NICHT, daß man keine Nähe benötigen könnte. Das eine schließt das andere nicht aus.
Oder anders ausgedrückt:
Ich brauche keinen, der den ganzen Tag um mich herumschwirrt. Sollte das dennoch der Fall sein, ist es auch schön.
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Ich habe das Gefühl das viele "Distanz" damit verwechseln, dass jemand (w/m) einfach keine Nähe braucht/will, Aber das ist falsch.
Ausnahmslos jeder Mensch egal ob Man oder Frau hat das Bedürfnis nach Nähe. Das wird mit in die Wiege gelegt.
Das Distanz-Bedürfnis ist nur eine Folge von seelischer Störung verursacht durch negative Erfahrungen aus der Vergangenheit, Kindheit, Eltern-Kind-Beziehung, Ehe, Partnerschaft, Traumata, Misshandlung und vieles mehr.
Menschen die auf Distanz gehen wünschen sich meist nichts sehnlicher als eine glückliche Beziehung. Aber durch vergangene negative Erfahrungswerte ist die Psyche, die Seele gestört. Es kommt zu Panikattaken, Verlustangst, Angst wieder enttäuscht zu werden. Um dem aus dem Weg zu gehen, gehen diese Menschen lieber keine Beziehung ein. Sie haben einfach zu viel Angst negativ empfundenes nochmal zu erleben
Niemand geht auf Distanz weil er alleine sein will. Ausser es besteht grundsätzlich kein Interesse an der Person, weil es halt einfach nicht passt.
Distanz-Probleme können meiner Meinung nur durch fachliche therapeutische Beratung in den Griff bekommen werden. Ab einem Alter von 25 Jahren kann diese Therapie sehr lange dauern.
Männer gehen wesentlich seltener zu einer Therapie, weil sie denken, dass sie damit Schwäche zeigen und dies aus ihrer Sicht natürlich unmännlich ist was aber ein völlig falsches Denken ist.
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