1. Frage:
    Gefragt am: 30.05.2010, 21:01 von Gast
    "Wir können ja demnächst mal .... "
    Wenn ein Mann einer Frau (Kennenlernphase) keine konkreten Vorschläge für Aktivitäten macht, sondern per Mail/ schriftlich in dieser Art formuliert "Wir können ja demnächst mal ... eine Radtour machen/ wandern/ ins Theater gehen o.ä." - wie ist das zu interpretieren? Erwartet er als Gegenreaktion einen Terminvorschlag bzw. eine Konkretisierung? Oder muss man die Aussage gar nicht wortwörtlich nehmen nach dem Motto "Weiß doch eh' jeder, dass das nicht Ernst gemeint ist"? Wenn er es Ernst meint, wieso bleibt Mann dann so vage? Und wenn er es nicht Ernst meint, wieso macht "Mann" dann überhaupt solche Vorschläge?
    Antworten:
  2. 30.05.2010 21:14
    Der Satz "Wir können ja demnächst mal ..." ist ja bewusst vorsichtig formuliert, also gehe ich davon aus, dass er sich noch unsicher ist, wie er auf dich wirkt nach den bisherigen Dates.

    Dadurch, dass er Ort und Zeit unspezifiziert lässt, möchte er zunächst mal abchecken, ob du grundsätzlich Interesse daran hast, ihn überhaupt wiederzusehen. Wenn du ihm das signalisierst, dann wird er schon konkreter werden. Sollte er zumindest. Und sonst machst du das halt.

  3. 30.05.2010 21:53
    Ganz einfach: Er ist unsicher und macht einen Vorschlag, so daß Du ohne Gesichtsverlust sowohl ja als auch nein sagen kanst. Das ist doch ideal!

    Richtige Antowrt: "Oh ja, dazu hätte ich auch Lust! Vielleicht schon am nächsten Wochenende? Ich wollte schon lange mal zu X rausradeln..."

    Er hat Dir einen Ball zugespielt, den Du zurückspielen musst. So geht es nun mal! Das sieht sehr gut aus!

  4. #3 Gast
    30.05.2010 22:17
    Stimme #2 zu, sieht sehr gut aus. Wenn er das schriftlich geäußert hat, ist das auch keine Floskel oder so. Sei doch froh, dass der Mann nicht gleich mit der Tür ins Haus fällt. Der grübelt umgekehrt genau wie Du. Langsam steigern und rantasten. Sag ihm, dass Du Interesse hast und bitte um einen konkreten Vorschlag.
    Ist schon erstaunlich wie die allgemein empfohlenen Signale vom anderen Geschlecht dann doch extrem unterschiedlich gedeutet werden.

  5. #4
    31.05.2010 08:46
    Das kann man wahrscheinlich wieder nicht pauschalisieren, aber ich sehe es eigentlich positiv. Meiner Erfahrung nach ist es ein unverbindlicher Vorschlag - eher vorsichtig gehalten, um herauszufinden, ob überhaupt ein grundlegendes Interesse besteht. Klar gibt´s Floskeln, aber ich denke, von sich aus macht man so einen Vorschlag nur, wenn man wirklich Interesse daran hat.

    Wie Frederika schon geschrieben hat - der Ball ist im Spiel, Du bist am Zug ;-)

  6. #5 Gast
    31.05.2010 09:12
    Ich als Frau (46) würde denken, dass der Mann nur rumeiert und nicht weiß, was er will und nicht viel Selbstbewußtsein hat. Ein Mann, der weiß was er will, der also ein gesundes Selbstbewußtsein hat, macht konkrete Vorschläge, wo Frau ne klare Antwort geben kann und er bei einem Nein auch souverän bleiben und damit umgehen kann.

    Wenn ein Mann sich ein Auto kaufen will, dann sagt er ja zum Verkäufer auch, ich möchte das Auto zu diesem Preis und eiert nicht rum "Ich könnte ja mal demnächst......:" :-).

    Es könnte zwischen den Geschlechtern viel besser laufen, m.E., wenn jeder Mensch eine gute und eindeutige Kommunikationsstruktur besitzen würde.

  7. 31.05.2010 09:34
    @#6: Du wendest das Autobeispiel falsch an.

    Wenn ich mir ein neues Auto kaufen will, dann sage ich irgendwann mal etwa: "Hm, eigentlich wäre es mal wieder Zeit für ein neues Auto." Ich sage aber nicht: "Hm, eigentlich wäre es mal wieder an der Zeit, mir einen Audi A6 FSI quattro 257 kW tiptronic mit 440/3500 Nm * 1/min Drehmoment zu kaufen."

    Letzteres sage ich erst, wenn ich mich schon mit dem Gedanken an einen Autoneukauf angefreundet habe.

    Zurück zu unserem Problem verstehe ich gar nicht, warum man Männern nicht genauso wie Frauen zugesteht, dass auch sie anfangs nicht genau wissen, wie sie zu einem weiblichen Kontakt stehen. Das wäre mal einen neuen Thread wert.

  8. 31.05.2010 10:11
    @#6: Völlig falsche Gedanken! Wenn der Mann gleich platt sagt: "Willst Du nächsten Samstag eine Fahrradtour nach X mit mir machen?", dann ist die Chance einer Absage riesig groß, weil die Frau vielleicht an genau diesem Tag keine Zeit hat, oder lieber wandern als radfahren würde oder das Ziel X blöde findet und so weiter. So ungeschickt kann man doch gar nicht anfangen. Der Mann aus dem Beispiel macht alles richtig, um sich allmählich anzunähern und die Wünsche und Neigungewn abzuchecken: "Hättest Du Lust, demnächst mal zusammen zu radeln oder zu wandern?". Darauf kann die Frau begeistert sagen: "Oh ja, wandern fände ich toll! Wie wäre es gleich mit nächstem Wochenende?".

    Also am interessanten an diesem Thread ist eigentlich, wie sehr sich die Geschlechter und ihre Erwartungshaltungen wieder durch kleinkarierte Interpretationen das Leben schwer machen. Kommunikation hat nur dann Erfolg, wenn der andere auch verstehen will. Und das Interesse des Mannes ist ganz eindeutig, sogar sehr geschickt vorgebracht. macht Euch doch um Himmels Willen das Leben nicht so schwer!

    (Kurz zum Autobeispiel: Falscher kann man es nicht machen! Wenn man gleich verkündet, ich hätte gerne das Modell X zum Preis Y, dann nehmen sich doch beide quasi die Möglichkeit, elegant und ohne Gesichtsverlust zu verhandeln. So dumm darf ein Autokäufer auf keinen Fall sein. Ganz im Gegenteil würde man eher sagen: "Ich interessiere mich für einen SUV. Was hat Nissan da zu bieten?" und dann kann der Verkäufer seine Vorteile erzählen und so weiter. Dann sagt man vielleicht "Oh ja, interessant! Ich komme bestimmt noch mal auf Sie zurück! Etwas oberhalb meiner Preisvorstellungen ist das ja!" und nächstes Wochenende kommt man dann wieder, und zwar mit akkuratem Wissen über die Konkurrenzausstattung und deren Preise, und schon bekommt man Zusatzausstattung oder Preisnachlässe.)

  9. 31.05.2010 10:34
    Kommunkation in "Deutschelande".. ^^

    Der Mann macht dir einen Vorschlag was man machen "könnte". das ist komplett normal und steht als Vorschlag im Raum, das KANN natürlich auch bei eher unsicheren Personen zum Dauerzustand werden und KANN auch auf fehlende Enthscheidungsfreude hinweise, meistens jedoch ist das einfach nur höfliches Abklopfen ob du ebenfalls Interesse für diese Aktivität hast..

    Anders ist es bei festen Terminen die man nur dann wahrnehmen kann. Einfachstes Beispiel: "kommte am Sonntag zu Avatar 3D mit? Das ist die Letzte Vorstellung.."


    m36

  10. #9 Gast
    31.05.2010 10:38
    Ich (w) stimme #1 zu.
    Dein Date checkt ab, ob du grundsätzlich bereit bist; wenn du ihm das signalisierst ("Ja, das fände ich schön! Ein guter Vorschlag"), dann kann er konkreter werden und wird es tun, wenn ihm daran liegt.

    Auf einen solchen eher unspezifischen Vorschlag eines Mannes gleich eifrig zu reagieren mit: "Oh ja, sehr gern! Wie wäre es am nächsten Wochenende? Samstag um 10:32 kann es losgehen. Soll ich mit einem gepacktem Picknickkorb bei dir vorbeikommen? Magst du Hähnchen oder lieber Hirtensalat?" ist ein bisschen viel.

    Okay, ich hab sowieso übertrieben; aber ihr wisst, was ich meine.

    ThomasHHs Rat ist richtig. Er ist, soweit ich weiss, ein MANN. Frauen, hört doch auf ihn! Wenn ihr seine Beiträge aufmerksam lest, könnt ihr viel darüber lernen, wie die meisten Männer ticken.

  11. #10 Gast
    31.05.2010 10:40
    Interessant die Antworten. Schade ist, dass hier gleich wieder abgewertet wird, in dem von Kleinkariertheit gesprochen wird.

    Mann könnte ja wie folgt fragen:

    ICH würde gerne mit die eine Radtour, Essen gehen etc. machen. Hast du Lust dazu? Wennn Frau dann anwortet: Ja, gerne, dann kann Mann nachfragen, Wann sie den Zeit dafür hätte und Frau kann wieder sagen, dann und dann und Mann kann überlegen und bestätigen, ob es bei ihm auch passt oder nicht. Das ist für mich eine Ping-Pong Kommunikation, die klar und unmissverständlich ist, wo keine Möglichkeit der Fehl-Interpretation m.E. möglich ist.

    <MOD: Diffamierung anderer Beiträge nicht gestattet.>

    zu Thomas HH:

    Überlegst du dir, wenn du eine Frau erobern willst, genauso wie du dein Autokauf beschreibst? "Eigentlich wäre es mal wieder an der Zeit......" So gehst du an ein Date heran? Und was soll Frau mit einem Mann, der nicht genau weiß, wie er zu dem weiblichen Kontakt stehen soll? Das ist für mich ein Zeichen von Unsicherheit und ich mag mich nicht mit Menschen treffen, egal ob Date oder Freunde, die sich unsicher sind, ob sie sich mit mir nun verabreden wollen oder nicht.

    Zu dem Auto-Beispiel: Ich überlege und informiere mich natürlich VORHER über die Preise, Vorzüge, Rabatte etc. ehe ich mich für den Kauf eines Autos entscheide :-).

    Hier wird davon geschrieben, dass man Kommunikation auch verstehen soll. Wie soll man aber Kommunikation verstehen, wenn sie nicht klar und eindeutig ist?

  12. 31.05.2010 12:55
    Puh, ich bin wirklich entsetzt, wie man Probleme herbeiredet, wo gar keine sind.

    @#11 an mich: Du hast nicht verstanden, worin die Unsicherheit des Kontakts der Fragestellerin genau besteht. Sie besteht darin, dass er nicht genau weiß, ob sie sich mit ihm noch einmal treffen will oder nicht. Sie besteht aber möglicherweise gar nicht darin, dass er nicht genau weiß, ob ER SELBST noch was von ihr will. Verstehst du den Unterschied?

    Du monierst, dass Kommunikation nicht klar und eindeutig ist? Nun ja, wie gerade erläutert, ist sich der Kontakt der Fragestellerin nicht klar darüber, ob sie ihn nochmal wiedersehen möchte. Das liegt mit Sicherheit daran, dass SIE IHM das zu schlecht kommuniziert hat. Also wenn hier überhaupt jemand einen Kommunikationsfehler gemacht hat, dann sie, aber nicht er.

  13. #12 Gast
    31.05.2010 17:44
    #12

    Mein Gott, bist du aber schnell entsetzt :-).

    Ich sehe es nicht so, dass SIE schlecht kommunuiziert hat. Er hat angefangen, er ist sich nicht sicher, (du schreibst ja selber von seiner Unsicherheit), ob sie sich mit ihm treffen will, deswegen fragt er nur "halbherzig=unsicher" an, was letzendlich bei mir als halbherzige Anfrage ankommt. Er überträgt unbewußt seine Unsicherheit auf sie, was sie dann letztendlich dazu veranlasst, sich zu fragen, ob er wirklich und ernsthaftes Interesse hat.

    Auch wenn er nicht weiß, ob sie sich mit ihm verabreden will, ist es seine "Pflicht" ihr zu signalisieren, dass er 100% will.

    Stell dir mal vor, SIE ist sich nicht sicher, ob er es wirklich ernst meint, oder nur so eine "Anfrage" stellt, wir könnten demnächst mal....... Ich habe leider die Erfahrung gemacht, wenn ich auf so eine Anfrage klar reagiert habe, dass dann letztendlich die Verabredung seitens des Mann nicht zustande kam, weil sein Hamster Kinder bekommen hat oder so. Eigentlich mir mein Bauchgefühl schon vorher gesagt, dass er eigentlich nicht richtig interessiert ist.

    Wenn jemand richtig interessiert ist, dann formuliert er/sie die Anfrage oder den Verabredungswunsch so, dass es bei dem Anderen auch als fester und gut überlegter Wunsch ankommt.

    Du schreibst doch selber, dass er nicht genau weiß, ob ER SELBST noch was von ihr will. Das merkt Frau an der ART, WIE er fragt. Was soll ich mit einem Mann, der nicht weiß, ob und was er von mir will?

    Andersrum an dich als Mann: Was spricht dagegen, wenn er so fragen würde, wie ich es vorschlage? Klare und sichere Anfrage haben eine viel höhere Chance eine klare und sichere Antwort zu bekommen. Verstehst du den Unterschied :-)?

    Ich verstehe nicht, dass Menschen sich verabreden, obwohl der/die Andere sich selber unsicher ist, ob man die Verabredung will oder nicht. Das spürt man doch, dass der Andere unsicher ist. Und wie schon gesagt, ich mag mich nicht mit Menschen treffen, die sich nicht sicher sind, was sie von mir wollen.

    Wie würdest du dich fühlen, wenn eine Frau dir so eine halbherzige, aus Unsicherheit, weil sie nicht weiß und sich nicht sicher ist, ob sie dich mehr kennenlernen will oder nicht, Verabredung vorschlägt?

    Außerdem müsstest du doch wissen, dass Frauen und Männer einen unterschiedlichen Kommunikationsstil haben.

    Darf ich dir das Buch von Deborah Tannen empfehlen: Du kannst mich einfach nicht verstehen.

    Da wird genau erklärt, wo die Unterschiede in der Kommunikation zwischen Weiblein und Männlein liegt.

  14. #13 Gast
    31.05.2010 18:18
    @13
    Kennst Du noch "Was bin ich?" mit Robert Lembke?
    Die Situation ist ganz ähnlich: Man(n) will auf eine bestimmte Sache hinaus, bei zu vielen "Nein"-Antworten verliert man aber. Also muss anfangs mit möglichst allgemeinen Fragen eingegrenzt werden.
    Wer auf zehn Fragen nach konkreten Treffen mit konkreter Uhrzeit und konkreter Aktivität jedes mal ein "Nein!" bekommt wird aufgeben, auch wenn das "Nein" dreimal auf die Lokalität, viermal auf die Uhrzeit, einmal auf die Aktivität und zweimal auf Heuschnupfen gemünzt war. Ist jedoch die Frage "Wollen wir einmal wieder etwas gemeinsam unternehmen?" mit "Ja!" beantwortet, dann ist "Nein, ich mag keine Restaurants" kein Beinbruch.

    Also: Ein "Ja" von mir zur Unsicherheitsthese von #1 und #2. Insbesondere, weil ich auch so handle.
    m,34

  15. #14 Gast
    31.05.2010 20:51
    Kann sein, dass er unsicher ist: entweder über Deine Einstellung zu ihm (und um sich da vorzutasten, fragt er so vage an) oder in Bezug auf seine eigenen (entstehenden) Gefühle. Letzteres wäre eher nicht so schön, dann könnte es sein, er ist und bleibt ein Unentschlossener. Kannst Du nur rausfinden, indem Du erst mal positiv reagierst... kannst ja auch so was sagen/schreiben wie: ja, gerne - was schlägst Du denn vor? Oder: Ja gerne - was hälst Du von...? Und wenn er darauf positiv reagiert (aber ohne "Terminvorschlag"), kannst Du sagen: Prima - hast Du einen Vorschlag, wann wir das machen können?

  16. #15 Gast
    31.05.2010 21:36
    Mann oh Mann, ich wundere mich auch, was hier wieder herbeigeredet wird. Der arme Mann hat einfach sein Interesse daran geäußert, demnächst mal mit der FS einen Ausflug machen zu wollen (ohne gleich mit der Tür ins Haus zu fallen) und schon wird die Formulierung auseinander genommen, wie ein feinmechanisches Uhrwerk. So eine Formulierung ist doch völlig in Ordnung.
    Wirklich kein Wunder, dass es für viele so schwierig ist ein passendes Pendant zu finden, wenn sie ihre neu gewonnenen Kontakte aus kleinkrämerischen Gründen gleich wieder zum Scheitern verurteilen. Das nennt man dann auch "im Keim ersticken"!
    w/54

  17. #16 Gast
    01.06.2010 13:18
    #16 ich stimme dir vollständig zu..... sind wir hier auf einer Platform zum Kennenlernen oder im PEN-Club, wo über die stilistischen Feinheiten eines Essays zu "urteilen"ist? ....

    Mein Gott der (vermutlich junge) Mann hat eine offene Frage gestellt, die von der FS "passend" beantwortet werden kann, Punkt. Die Frage ist weder unhöflich noch eine "Anmache" .....

    Sind wir alle schon so "verkorkst", dass diese einfache Frage zum "Aufreger" bei EP wird?

    Liebe FS und ähnliche denkende Damen, lasst euch doch ein bisschen mehr ein und ihr werdet mehr vom Leben haben ......und wahrscheinlich auch schneller einen netten Kerl kennenlernen.

    <MOD: Signaturen sind nicht mehr gestattet. Bitte registrieren Sie sich!> m49

  18. #17 Gast
    01.06.2010 17:08
    Sorry, dass sind für mich unpassende Antworten. Ich bin die Frau, die sich nicht mehr mit unsicheren Männern verabreden will. Das habe ich früher gemacht und letztendlich ist es doch nicht zu den Verabredungen gekommen, weil Mann doch zu unsicher war.

    Ihr geht m.E. auf meine Vorschläge gar nicht ein, könnt eure Ansichtsweise nicht begründen und schreibt nur lapidar, dass Frau das so hinnehmen muss, wie Mann fragt. Warum eigentlich? Warum wird hier von Kleinkrämerei gesprochen, wenn nur klare und sichere Verabredungswünsche gewünscht werden. Mit Freunden verabredet man sich doch auch nicht so unsicher.

    zu #16 Du weißt doch gar nicht, ob der Mann wirklich Interesse hat, sich zu verabreden. Warum fragt er dann so unsicher? ThomasHH schreibt doch, dass der Mann anscheinend sich nicht sicher ist, ob er sich mit der Frau treffen soll oder nicht.

    Ich finde nicht, dass man durch das nähere Beleuchten der Art und Weise, WIE man WAS sagt bzw. fragt, jegliches Kennenlernen im Keim erstickt. Es hat nämlich eine sehr große Aussagekraft, wie man was sagt. Müsste eigentlich jedem Menschen bekannt sein.


    Eine gute und klare Kommunikation ist doch heute so wichtig, auch im Berufsleben, da kann man doch auch nicht rumeiern und unsicher sein.

    Mir scheint eher, dass die Männer, die hier "entsetzt" sind und sich gleich in einem PEN-Club fühlen, mit einer so feinen Kommunikation nicht umgehen können. Mir scheint, dass diese Männer nicht mal verstehen, was gemeint ist und werten andere Ansichten als verkorkst, kleinkrämerisch etc. ab. Das ist tatsächlich kein guter Stil, andere Leute abzuwerten.

    Dagegen finde ich den Beitrag von #15 eine gute Alternative, weil hier konkrete Vorschläge gemacht werden und sich nicht über anders Denkende "aufgeregt" wird.

  19. #18 Gast
    01.06.2010 17:44
    #16@18FS
    Du stellst eine Frage und erwartestet darauf die für dich passenden Antworten, die du dir vorher schon selbst gegeben hast? Na ja...

    Du schreibst:
    "zu #16 Du weißt doch gar nicht, ob der Mann wirklich Interesse hat, sich zu verabreden. Warum fragt er dann so unsicher? ThomasHH schreibt doch, dass der Mann anscheinend sich nicht sicher ist, ob er sich mit der Frau treffen soll oder nicht."

    Gegenfrage: Muss der Mann das denn soo genau wissen? Er will es ja, er weiß es auch, aber er stirbt auch nicht, wenn du nein sagst. Grund: Er kennt dich noch kaum und erst sehr kurz. Ich finde das völlig normal. Gibst du solchen Männern oder besser Formulierungen auch mal eine Chance, würdest du sicher den ein anderen doch sehr interessanten Typen dahinter entdecken.

    Sorry, aber ich bin wirklich immer wieder erschrocken wie intolerant und strikt viele an die Partnersuche herangehen. Aber vielleicht ist das auch eine Generationsfrage.
    w/54

  20. #19 Gast
    01.06.2010 23:49
    @FS (bin 14)
    Wenn die Antworten nichts für Dich sind, dann hast Du es ja einfach: Schiess den Kerl in den Wind und warte auf einen selbstsichereren, den ndieser wird es Dir sowieso nicht mehr recht machen können, egal was er tut. Am besten an der Theke in einer Bar Deiner Wahl, da wirst Du am ehesten mit konkreten Aktivitätsvorschlägen selbstsicherer Kerle konfrontiert...

    Aber ich fürchte, Du hast die Antworten 1, 2, 3, 5, 8, 9, 10, 14 und 16 nicht richtig verstanden:
    Der Mann will, gibt Dir aber aus taktischen Gründen die Chance, erst mal grundsätzlich "Ja" zu sagen bevor Du wegen Differenzen in der Feinplanung "Nein" sagen musst. Das ist nicht unbedingt Zeichen von Unsicherheit. Aber wie schon gesagt: Wenn Du es unbedingt so deuten willst, dann tue dem Kerl den Gefallen und lass ihn ziehen. Es wird sowieso nichts daraus werden.

  21. #20 Gast
    02.06.2010 09:14
    zu #19

    Du schreibst hier von Intoleranz und striktem Vorgehen, aber gehst ja selber so vor, wenn du meine Art der Herangehensweise, die auf praktischen Erfahrungen berufen, selber intolerant "bewertest" und sogar noch erschrocken darüber bist. Es gibt im Leben doch mehr als nur eine Sichtweise und Herangehensweise. Mich erschrickt :-), dass du andere Sichtweisen gleich als intolerant hinstellst.

    Drehen wir mal das Thema:

    Wie würde Mann reagieren, wenn Frau ihm so eine unsichere Antwort auf seine unsichere Frage gibt? Muss die Frau denn sooo genau wissen, ob sie sich mit dem Mann auf seine unsichere Anfrage hin verabreden soll? Ich denke, dass dann beide denken, dass der Andere kein Interesse hat. Sicherlich schade.

    Warum soll Frau auf unsichere Formulierungen eines Mannes Rücksicht nehmen?, anders rum gilt das auch. Warum soll Frau sich mit einem Mann verabreden, der, wie du und Thomas HH schreibt, sich nicht sicher ist, ober er sich mit der Frau treffen soll oder nicht?

    Du schreibst, dass Frau dem Mann eine Chance geben soll. Die Frau kann ihm m.E. wenig Chancen geben, wenn er nicht mal selber weiß, was er will. Eine Frau ist doch nicht dazu da, in so einem Fall, die "Beziehungsarbeit" zu leisten.

    Mein Motto ist: Wer viel gibt, bekommt viel, wer Unsicherheit signalisiert, wird auch dementsprechend behandelt. Oder: Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus :-)

  22. #21 Gast
    02.06.2010 11:03
    #19@ FS
    Ich habe nicht dir persönlich striktes Vorgehen und Intoleranz vorgworfen, sondern diese Worte auf die Summe einiger Aussagen in diesem Thread und auch in anderen Threads bezogen.
    Im Übrigen schließe ich mich den Worten von #20 an. Du darfst natürlich deine Meinung haben und dementsprechend handeln. Nachvollziehen kann ich es dennoch nicht.
    Viel Glück auf deinem, diesem Weg.

  23. #22 Gast
    02.06.2010 11:10
    zu #20

    Ich bin #18

    Du schreibst, dass der Mann aus taktischen Gründen so unklar und nicht direkt fragt? Warum taktiert er? Traut er der Frau nicht zu, dass sie klar ja oder nein sagen kann?

    Wenn ein Mann klar fragen würde, gebe es auch eine klare Antwort, jedenfalls von mir :-).

    Taktierende Fragen sind für mich unklare Fragen, auf die ich gar nicht klar antworten kann. Eins bedingt ja das Andere.

    Es ist immer wieder schade hier zu lesen, wenn man anders tickt, das man dann gleich abwertend angeschrieben wird, als sachlich zu bleiben. Spricht m.E. für wenig Toleranz und Respekt Andersdenkenen gegenüber.

  24. #23 Gast
    02.06.2010 12:19
    zu #22 und zu #20

    So kommen wir und auch die FS nicht weiter. Du denkst und handelst anders als ich, stellst das klar, ist an sich auch i.O., aber es wird nicht konkret auf meine Fragen eingegangen. Dagegen gibt es irgendwelche abwertende Empfehlungen "...mich an die Bar stellen etc.....", als das ganze Thema ernsthaft von anderer Seite zu durchleuchten und sich zu überlegen, was man mit seinen Zeilen eigentlich genau ausdrückt.

    Beispiel:

    "Der Mann gibt dir, aus taktischen Gründen, erstmal grundsätzlich die Chance "Ja" zu sagen, bevor du wegen Differenzen in der Feinplanung "Nein" sagen musst."

    Wieso soll mir ein Mann die Chance geben, JA zu sagen? Wiese Chance? und Taktik? und dann doch nein sagen, wegen Differenzen?

    Mir muss kein Mann ne Chance geben und taktisch vorgehen. Er soll wissen was er will, nett und direkt fragen und dann muss er sehen (wie ich im umgekehrten Fall auch), welche Antwort er bekommt.

    zu #22

    Egal, wenn du mit deinen Zeilen von Intoleranz und striktes Vorgehen gemeint hast. So oder so ist es nicht korrekt, wenn andere Menschen anders denken, ticken und handeln, so bewertet zu werten. Ich habe an dich auch nichts von Vorwurf geschrieben. Ich vermisse bei deinen Zeilen Sachlichkeit, und es scheint dir nicht bewußt zu sein, dass du und auch Andere hier auf einer persönlichen Ebene doch teilweise abwertend schreibst/en.


    Ist genauso wie die Frage: Was machst du am kommenden Wochende oder dann und dann?

    Dann antworte ich, was ich mache und dann kommt ein Aha und ein Okey und das Gespräch ist beendet.

    Sollte der/die Fragende sich mit mir verabreden wollen, warum fragt er/sie nicht gleich?:

    "ICH möchte mit dir das und das gerne machen, hast du an dem Wochenende oder dann und dann, Zeit und Lust dazu?"

    Muss ich letztendlich die Erkenntniss bekommen, dass aus Unsicherheit und Angst vor Absagen, so "komisch und anstregend und unklar" gefragt wird? Wenn es kein Zeichen von Unsicherheit ist, was ist es dann?

    Es mir Recht machen....., hm, was soll der Spruch? Darum geht es doch nicht. Der fragende Mann will doch mit seiner Art zu fragen, es sich selbst recht machen, dass Frau seine Art zu kommunizieren richtig versteht. Das Argument mit "dem Recht" machen ist also hinfällig :-).

    Richtig ist, dass ich wohl mit so einem Mann auch zukünftig nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen würde, aus Unsicherheit seinerseits und total anderer Kommunikationsstruktur, die ich hier nur zu Diskussion gestellt habe, aber nicht negativ abgewertet haben will.

  25. #24 Gast
    02.06.2010 19:09
    #22
    Liebe FS,
    ich habe niemanden persönlich angegriffen, sondern lediglich meinen persönlichen (sag von mir aus subjektiven) Eindruck, den ich hier bekommen habe, zum Ausdruck gebracht. Das ist ein Unterschied und sollte wohl erlaubt sein.

  26. #25 Gast
    02.06.2010 20:57
    Wohin driftet das noch alles?
    Es ist eine ganz normale Frage bzw. Feststellung eines Mannes, auf die eine Frau antworten kann: Gerne, dazu habe ich auch Lust.
    Schwupps, es wird ein Termin ausgemacht (oh ja, Termin klingt so unpassend .....) und man trifft sich.
    Andersherum kann die Frau ihm auch eine Absage erteilen (wenn er ihr nicht so gut gefällt).
    Die Grundschulzeit: Frage "Willst Du mit mir gehen?" Antwort "Ja, Nein, Vielleicht" ist vorbei!

  27. #26 Gast
    02.06.2010 23:09
    @24 (bin die #20 - dachte, Du wärst Die FS...)
    ich formuliere hier gerne ein wenig pointiert, da kann man besser eine Richtung zeigen, als mit weichgespülten, dafür alltagstauglicheren Formulierungen. Daher das Beispiel mit der Bar. Das ging nicht gegen Dich, sondern eher gegen den Männertypus, von dem dort schnell konkrete Aktivitätsvorschläge (ja, genau solche) zu erwarten sind...

    Aus Deinen Äusserungen schliesse ich, dass jeder Vorschlag eines Mannes der weniger enthält als Die Aufforderung, dass Du Dich mit ihm zu einem Zeitpunkt A an Ort B zu gemeinsamer Unternehmung C treffen sollst von Dir als Unsicherheit und damit NoGo gewertet wird. Damit schiesst Du Dir aber selbst ins Bein, dene:

    Da der Mann nicht weiss, ob für Dich die Faktoren A, B und C alle passend sind, geht er ein erhebliches Risiko ein: Angenommen, für A, B und C besteht jeweils die Chance von 50%, dass es Dir passt. Wenn er Dir dann den o.g. Vorschlag unterbreitet dann bleibt für die Kombination 3x"Ja" nur noch 12,5% Chance. Er wird also zu 87,5% eine Absage kassieren obwohl Du zwar grundsätzlich etwas mit ihm unternehmen willst, sondern nur, wegen falscher Zeit/Ort/Unternehmung. Das kann er aber aus dem "Nein" nicht herauslesen. Wenn er hartnäckig ist, dann probiert er es vielleicht noch maximal zwei Mal. Danach dann schliesst er: "Die will nichts von mir."
    Wenn er dagegen nur fragt: " Unternehmen wir irgendann irgendwo irgendwas?" Bekommt er vod Dir zu der Frage eine klares "Ja" oder "Nein". Bei "Nein" erübrigen sich die peinlichen Abfuhren auf weitere Versuche, bei "Ja" kann er auch öfters nachfragen.
    Ist das so kompliziert nachzuvollziehen?
    Und vor allem: Was ist nicht konkret an der Frage: "Wollen wir einmal etwas zusammen unternehmen?"
    Kennedy hat ja auch nur gesagt: Wir werden zum Mond fliegen! - und nicht gleich ein Lastwagenkonvoi technischer Zeichnungen angeschleppt. Trotzdem war das Wichtigste klar.


    Das "Recht machen" war darauf gemünzt, dass Du und ein solcher Fragesteller offensichtlich inkompatible Kommunikationsstile und insbesondere Geschlechterrollen pflegt. Du erwartest ein Mann, der alles vorbereitet und Dich vor weitgehend vollendete Tatsachen stellt so dass Du nur noch zustimmen oder ablehenen musst (und kannst). Er dagegen will die Frage kooperativ klären.
    Das wird niemals passen. In Deinen Augen wird er immer ein entscheidungsunfähiges Weichei sein, in seinen Augen Du passiv und fordernd, womöglich sogar ein leicht eingeschnapptes Prinzesschen.
    Und das wird beiden nicht gerecht.

  28. #27 Gast
    03.06.2010 08:54
    zu #27

    Es gibt nicht nur schwarz und weiß. Danke aber erstmal für deine vielen Zeilen.

    Nein, nein, ich erwarte gar nicht, dass der Mann alles vorbereitet. Ich wünsche mir nur eine konkrete und klare Frage, die wie folgt und ich wiederhole mich (leider) sein könnte:

    Ich würde gerne mit dir was an einem der kommenden Wochenende, (Abende etc.), was (Ausflug, Wanderung, Essen gehen, Kino... )unternehmen. Hast du Lust und Zeit dazu?

    Diese Art zu fragen beiinhaltet für mich nicht konkrete Termine und Forderungen seitens des Mannes. Er sagt nur, was er möchte, sich wünscht und wartet nun auf eine Antwort von der Frau. Diese hat den Vorteil, weil er ja nach Lust und Zeit fragte, gezielt darauf einzugehen und zu sagen, ja sie würde gerne mit ihm und leider hat sie dann erst Zeit oder sie hat sogar schon bald Zeit oder sie sagt ihm komplett ab, was leider auch passieren kann. Der Mann hat also mit einer Frage alle notwendigen Dinge klären können und erspart sich m.E. sogar noch das Nachfragen, wenn Frau hoffentlich so taff ist, diese Frage auch vollständig zu beantworten.

    Diese Art des Mannes zu fragen hat für mich ein große Form von Respekt, eigener Souveränität und keine Anforderung an mich, sondern nur seinen Wunsch.

    Ich glaube nicht, dass ich den inkompatiblen Fragestil habe, sondern eher, dass die meisten Menschen zwischen den Kommunikationsstilen, Kommuniaktionsformen und Kommunikationsinhalten (WIE man WAS) sagt, nicht differenzieren können. Und deswegen verwundert den Kopf über meine Art zu denken schütteln.

    Dir ist doch bewußt, dass dieses WIE man WAS sagt, an der letztendlichen Aussage eines Satzes erhebliche Änderungen ergeben kann?

    Als Beispiel: eine negative Kommunikationsform, die wir hier alle tagtäglich lesen, aber eigentlich gar nicht wissen, dass einige Schreiber (egal ob Mann oder Frau) hier, sehr abwertend über Frauen/Männer schreiben, überhaupt nicht sachlich bleiben können, sehr schnell auf eine unangenehme persönliche Ebene herab rutschen, schwarz-weiß denken bzw. schreiben, und das alles gar nicht merken und wahrnehmen.

    Ja, da gebe ich dir Recht, wenn ein Mann mich so "unsicher" fragen würde, würde ich nach meinen vielen persönlichen Erfahrungen aus der Vergangenhei,t mich heute nicht mehr mit ihm verabreden. Früher war ich genauso, wie du und die meist Anderen hier es vorschlagen. Das hat nichts gebracht, weil die Verabredungen letztendlich zu 90% vom Mann aus dann nicht zustanden kam, weil wie schon geschrieben, sein Hamster Kinder bekommen hat oder "so". Ich hatte schon die ganze Zeit ein komische Gefühl, dass diese Männer gar nicht so interessiert an einer Verabredung waren (weil ich ja auch andere Beispiele kannte) und letztendlich ist das passiert, was ich geahnt hatte.

    Was mich noch irriertiert ist, dass der Mann fragt: Wollen WIR.... warum spricht er in der WIR Form, wo es überhaupt noch kein WIR gibt? Wenn ICH was will, möchte, wünsche, dann fange ich den Satz doch immer an: ICH möchte gerne das und das oder ICH würde gerne mit dir oder ICH hätte eine Idee......

    Ein Mensch, der nicht in der ICH-Form seine Wünsche, Bedürfnisse, Hoffnungen, Kritik etc. anbringen kann, hat nicht die Kommunikationsform, die ich pflege und gelernt habe und auch weiß, dass sie richtig ist.

    Die Form des Fragens ist in meinen Augen nicht kooperativ!, sondern ein Zeichen von Unsicherheit. Und wenn der Mann meine Art zu kommunzieren dann als fordernd und passiv empfindet, was nicht nachvollziehbar ist, weil es letztendlich gar nicht mehr um die Verabredung an sich geht, sondern, dass ich die Art und Weise des Fragens ablehne, fühlt der Mann sich dann dadurch in seiner gesamten Persönlichkeit abgelehnt? (was widerrum nicht nachvollziehabr ist, denn ein erwachsener Menschen muss zwischen sachlicher und persönlicher Kritik unterscheiden können) und aus diesem Gefühl her, bin ich dann das eingeschnappte "Prinzesschen"?

    Hm, verhält sich so ein Mann im Berufsleben auch so, dass er dann so reagiert, wenn man mit seiner Art der Kommunkation nicht zurecht kommt und hinterfragt?

  29. #28 Gast
    03.06.2010 17:23
    (Ich = #27)
    @28
    Deine Wunschfrage: (Zitat)
    "Ich würde gerne mit dir was an einem der kommenden Wochenende, (Abende etc.), was (Ausflug, Wanderung, Essen gehen, Kino... )unternehmen. Hast du Lust und Zeit dazu?"
    Die von Dir kritisierte Frage, die ein Mann der FS gestellt hat: (Auch Zitat)
    "Wir können ja demnächst mal ... eine Radtour machen/ wandern/ ins Theater gehen o.ä."

    Sorry, ich kann keinen wesentlichen Unterschied erkennen. Beides sind Vorschläge zu gemeinsamer, nur grob spezifizierter Freizeitaktivität ohne konkrete Zeit- und Ortsvorgabe.

    Aber aufgrund Deiner Kritik an dem Wort "Wir" glaube ich langsam zu verstehen, was Dein Problem ist: Kann es sein, dass Du Dich vereinnahmt fühlst, wenn jemand einen Vorschlag nicht ausdrücklich als auf seinem Mist gewachsen kennzeichnet und explizit klar macht, dass Du noch zustimmen musst?
    Wie kommunizierst Du dann mit Frauen, bei denen diese indirekte Ausdrucksform sogar noch verbreiteter ist als bei Männern? ("Schatz, willst Du mal wieder den Mülleiner runterbringen?")

    "Wir" in dem Kontext der Frage oben (Wir könnten ja mal...) wird wohl so gut wie niemand als Anzeichen einer Partnerschaft verstehen. Wenn ein Mann einen anderen fragt: "Gehen wir einen saufen?" senkt ja wohl auch niemand, die beiden seien schwul.

    Ich fürchte, Du machst Dir mit Deiner Art, Kommunikation zu interprätieren nur selbst das Leben schwer.

  30. #29 Gast
    04.06.2010 08:33
    zu # 29

    Das ist es ja was ich meine. Die Menschen können nicht differenzieren. Zwischen den beiden Arten zu fragen gibt es sehr wohl einen Unterschied. Die FS hat doch selber ihre Frage in meine Art zu denken gestellt.

    Echt frech, mir ein Problem zu unterstellen. Wieder ein mir geschriebens "Argument", dass hier viele Leser gleich auf die persönliche Ebene rutschen und den Anderen irgendwas "andichten", was gar nicht da ist.

    Wie ich mit Frauen kommuniziere? Es gibt Frauen, die genauso klar und direkt reden wie ich. Konnte erst gestern eine interessante Erfahrung mit der 16jährigen Freundin meiner 14jährigen Tochter machen, die für mich sehr gut kommuniziert.

    Wenn ich meine Tochter z.B. bitte mir den Müll runter zu tragen sage ich: Würdest du bitte den Müll mit runter nehmen oder Bitte räume das Bad auf, nachdem du geduscht hast oder an eine Freundin: Ich hätte Lust in den nächsten Tagen mit dir ein Bier trinken zu gehen. Wie sieht es bei dir da aus, hast du Lust und Zeit?

    Dazu gibt es ein gutes Buch: "Frauen sind von der Venus, Männer sind vom Mars"... da steht viel über solche Kommunikationsfallen drin, die du beschrieben hast, wo ich dir auch recht gebe und was Männer verstehen, wenn Frau sich so ausdrückt und was Frauen verstehen, wenn Mann sich "komisch" ausdrückt.

    Interssant aber, dass du die Art zu Fragen des Mannes von der FS selbst als indirekte Ausdrucksform deklarierst. Also sind wir doch schon ein Stück weiter, dass es keine direkte Art zu fragen ist :-). Also, warum wird nicht direkt gefragt?

    Deiner Erklärung mit dem WIR kann ich nicht folgen, weil der Vergleich hinkt.

    Das WIR ist in dem Fall der FS noch nicht angebracht und das WIR bei Kumpels, davon gehe ich aus, dass die beiden Männer sich länger kennen, sonst würden sie nicht gemeinsam einen saugen gehen, ist eine ganz andere und sich länger kennende Beziehungsebene. Das hat nichts mit schwul oder nicht sein zu tun, und von daher ist bei den beiden Männern das WIR absolut angebracht, während es in der noch frischen Kennlernphase bei der FS mit derem fragenden Mann m.E. nicht angebracht ist.

    Ich frage ja meinen Chef, den ich jetzt seit 12 Jahren kenne, auch nicht: Wollen wir nicht mal demnächst über eine Gehaltserhöhung sprechen? :-)))))

    Wenn ich fragen würden, dann: ICH würde gerne baldmöglichst mit Ihnen über eine Gehaltserhöhung sprechen. Wann haben Sie Zeit für mich?

    Meine Tochter frage ich z.B.: ICH bitte dich dein Zimmer aufzuräumen, ICH würde gerne mit dir mal wieder einen gemütlichen Abend bei Pizza und Fernseher auf dem Sofa verbringen....usw. .

    Sie sagt zu mir: ICH bekomme noch Taschengeld von dir, ICH habe mich mit ner Freundin verabredet, ist das in Ordnung, wenn ich heute später komme?

    Meine Tochter redet inzwischen nun auch in der ICH-Form, hat gute Freunde, kommt gut in der Schule bei den Lehrern mit ihrem Kommunikationsstil an, war schon stell. Klassensprecher, also sie scheint keine Probleme mit anderen Menschen zu haben, dass sie so ähnlich spricht wie ihre Mama :-).

    Ich stelle aber immer mehr fest, dass meine Art zu Kommunizieren fein und differenziert ist und dass damit viele Menschen meiner Generation, gerade hier bei EP, anscheinend nicht zurecht kommen und irritiert sind, warum ich die Feinheiten, die Unterschiedlichkeiten, so raus höre und erkenne.

    Das du die Unterschiede, WIE man WAS sagt/schreibt (zwischen den Zeilen lesen und zwischen dem Gesagten hören können) und die daraus entstehenden Erkenntnisses und Folgen nicht erkennen kannst, bedaure ich für dich.

    Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die so ähnlich denken wie ich, nur hier bei EP scheinen sie selten vertreten zu sein.

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