1. Frage:
    Gefragt am: 31.08.2010, 20:26 von
    Wie schützt ihr eure minderjährigen Kinder im Internet? Tipps?
    Mein Sohn und Schwiegersohn sind beide IT-Spezialisten, haben im Privaten sicherlich den ihnen möglichsten Schutz eingebaut. Meine Tochter hat Zweifel/Angst; will keine unnötigen Verbote, möchte nichts falsch machen, die Kinder nicht in Heimlichkeiten 'hinein treiben' - hat Angst! Wir fragen uns: Wie 'überwachen' andere Eltern das Internetverhalten ihrer Kinder? Klar, trotz Vorsichtsmaßnahmen, gibt es keine 100 %ige Sicherheit. - Was tun, damit Kinder Kontrolle nicht als mangelndes Vertrauen sehen? Es ist doch auch kaum möglich, immer und jederzeit 'hinter' den Kids zu stehen und zu sehen, was sie da tun? Kinder halten sich ja auch nicht immer an Gespräche, Aufklärung und Verbote! Die Neugier siegt doch meistens. - Das wissen wir ja auch alle aus unserer eigenen Kindheit noch (wenn auch ohne Internet). - Ab welchem Alter erlaubt oder habt ihr euren Kindern Zugang zum Internet gewährt? Würde mich über Tipps freuen und bin gespannt. - Danke! (meine Enkel sind w12/m9).
    Antworten:
  2. #1 Gast
    31.08.2010 21:09
    mhh, das ist eine sehr gute Frage. Mein Sohn (7 Jahre) darf und kann noch nicht alleine ins Internet, aber spielt online manchmal, wenn ich daneben sitze. Ich erkläre ihm aber jetzt schon immer, dass er niemals irgendwo seinen richtigen Namen eingeben soll, da dies gefährlich werden kann. Natürlich auch keine anderen persönlichen Daten. ich habe heute zufällig einen Bericht gesehen, über eine Frau, die sich im Internet als 14-jährige ausgibt und tatsächlich andauern von anderen"Jungen" (= ältere Männer) angeschrieben wird. Sie trifft sich dann mit diesen Männern, die ziemlich übnerrascht sind, dort eine erwachsene Frau vorzufinden und fragt sie, warum sie vorhätten, sich mit einer Minderjährigen zu treffen. Vielleicht sollte man die Kinder und Jugendlichen mit solchen Vorfällen direkt konfrontieren (heute ist auch gerade ein Mann zu 5 Jahren verurteilt worden, weil er eine 14-jährige, zu der er über das Internet KOntakt aufgenommen hat, vergewaltigt hatte), damit sie verstehen, dass es eine reale Gefahr ist. Dann sollte über AUSPROBIEREN vorgeführt werden, was man alles im internet über eine Person mit relativ wenigen Angaben herausfinden kann. Auch sollte ein Nickname gemeinsam gewählt werden, der keine Rückschlüsse auf den namen, Wohnort o.ä. zulässt.
    Und dann ist es - wie früher - immer noch wichtig, den Kindern beizubringen, dass sie einem sagen WO sie hingehen, wenn sie weggehen, weil das dann die realen gefahren sind, ide sich aus Internetbekanntschaften ergeben.

  3. 31.08.2010 21:39
    offene Aufklärung der Kinder ist letztlich alles was man machen kann. Sich zeigen lassen, was die Kinder machen und eine Basis schaffen, dass die Kinder mit einem sprechen, wenn ihnen was komisch vorkommt und es Probleme gibt. Vertrauen ist wichtig und das man den Kindern vermittelt egal was sie angestellt haben, sie können mit allem zu einem kommen

  4. 31.08.2010 21:45
    Ja, das ist eine gute Frage, Angeline! Ich habe zwar keine Kinder, aber wenn ich welche hätte, wüsste ich schon, wie ich vorgehen würde.

    Viel Arbeit nimmt einem ein intelligenter Router ab. Bei meiner Fritz!Box kann ich für jeden Client
    (=Computer) festlegen, an welchem Tag er von wann bis wann ins Internet darf. Es ist klar, dass die Kinder nur ihre eigenen Computer benutzen dürfen. Damit kann man schon mal die Zeitdauer festlegen, die die Kinder ins Netz dürfen.

    Einen Schutz vor Inhalten würde ich erst mal nicht einbauen. Ich würde ohne einen Verdacht auch erst mal keine Nachforschungen anstellen, welche Seiten sie so aufrufen.Ich bin der Meinung, dass auch Kinder ab einem bestimmten Alter eine gewisse (eingeschränkte) Privatsphäre genießen dürfen.

    Sollte sich aber ein Verdacht ergeben (z. B. komische schlüpfrige Bemerkungen mit Bezug zu Web-Sites), dann würde ich zunächst in den temporären Dateien der Browser nachschauen, ob mir da was verdächtig vorkommt. Falls die Chronik gelöscht wurde und weitere Spuren beseitigt worden sind, gibt es von mir zunächst mal ne Standpauke! :) Ich würde dann einen Proxy auf dem Rechner installieren. Jegliche Kommunikation nach draußen läuft dann nur noch über den Proxy, der alle aufgerufenen IPs mitloggt und mir turnusmäßig per Mail zuschickt. Finde ich dann immer noch Sites mit zweifelhaftem Inhalt, dürfen sie den Computer eine Zeit lang nicht mehr benutzen.

  5. #4 Gast
    01.09.2010 00:32
    @Thomas hier #1.
    Das Problem ist ja gar nicht, dass man den Kindern misstraut, sondern, dass sie geschützt werden müssen vor Usern, die die Naivität der Kinder ausnutzen und damit gefährden. Die Kinder gehen eben häufig zu sorglos mit ihren Daten um und haben zudem zuviel vertrauen in die Richtigkeit der präsentierten Inhalte.

  6. #5 Gast
    01.09.2010 00:54
    Soweit ich weiß gibt es leider keinen Schutz, man kann nur einstellen das die Kinder zum Beispiel auf keine Seiten zugriff haben auf denen Gewalt- Sexuelle- Brutale- Inhalte zu sehen sind. Das macht man mit irgendwelchen Filtern die solche Seiten dann herausfiltern und abblocken. Die Inhalte dieser Seiten sind in Verschlüßelungen enthalten und die Filter, die diese Seiten rausfiltern sollen, lesen diese Schlüßel. Aber letzendlich kann ein Seitenanbieter genau diese Schlüßel geschickt verstecken und prompt kann man dann trotzdem solche Seiten ansehen. Also im Grunde genommen landet man dann dennoch auf solchen Seiten, obwohl man ja eigentlich den Zugriff sperren möchte. Mal so rein "Laienhaft" erklärt.

  7. #6 Gast
    01.09.2010 07:14
    Habe eine ganz einfache Überwachung herausgefunden.

    PC's sind nicht im Zimmer, sondern im Wohnzimmer. So kann jederzeit ein Blick auf den Bildschirm gemacht werden.
    Das Ding stöhrt mich und könnte auf den Mond geschossen werden. Aber es zwingt mich auch meinen Kinder den Gebrauch zu begleiten.
    Die Gefahr im Internet, lauert in der Einsamkeit der Zimmer.
    Wenn die Jugentlichen auf der Suche sind, finden sie alles was sie wollen. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen sind schneller umgangen, als installiert.
    Vertrauen gegenüber den Jugentlichen ist auch sehr wichtig.
    Und sind wir mal ehrlich, der TV liefert ebenso alle Brutalitäten.

  8. 01.09.2010 09:04
    @#4: OK, das ist natürlich noch ein weiterer Aspekt. Kinder verfügen ja nicht über kritische Daten wie etwa Bankverbindungen, Kreditkartennummern usw. Diese können sie also nicht weitergeben, insofern besteht schon mal Sicherheit.

    Was jetzt zum Beispiel dubiose Kontakte zu Männern in Chatrooms angeht, so würde ich auch hier eine zweistufige Lösung vorschlagen. Ich würde auf jeden Fall Clients installieren, die jede Konversation mitprotokollieren. Zunächst mal fragt man das Kind einfach, was es so am Rechner treibt und mit wem es sich unterhält in Chat-Rooms. Hat man Zweifel an der Richtigkeit der Aussagen, wertet man die Log-Files aus.

    @#5: Diesen "Schutz" kannst du vergessen. Da gibt es ganz einfache Möglichkeiten, den Zugriffsschutz auf bestimmte Seiten zu umgehen. Darauf kommt buchstäblich jedes Kind. Ich sage jetzt mal nicht, wie es genau geht.

    @#6: Hört sich eher nach einem Totschlagargument an. Um die gängigen Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, muss man schon sehr beschlagen sein. Wenn Kinder das schaffen, dann sind sie IMHO auch nicht besonders gefährdet, den Gefahren im Internet zu erliegen. Und eines ist ohnehin klar: Ein Kind darf keine Admin-Rechte auf seinem Rechner bekommen und kann daher auch keine Software auf regulärem Wege installieren.

  9. #8
    01.09.2010 09:53
    ich habe es immer so gehalten - "Vertrauen ist gut, (diskrete!) Kontrolle ist besser.
    deshalb stimme ich #6 zu - wenn der PC im allgemeinen Lebensraum steht (gilt übrigens auch für TV!) hat man immer so nebenbei ein Auge auf das was läuft.

    Und am besten ist auch in diesem Fall Kommunikation!
    Sagt euren Kindern, was es alles gibt (altersangemessen), warum es solche Dinge gibt und vor allen, daß keinem im Internet keinem daran gelegen ist, daß es IHNEN gut geht, sondern daß die Menschen, die solche Dinge einstellen, immer irgendeinen Vorteil daraus ziehen wollen.

    Das Internet sollte wie ein Werkzeug betrachtet werden - man kann es, wenn man richtig damit umgehen kann!, für Dinge nutzen die nützlich sind oder es kann Verletzungen zufügen.

  10. #9 Gast
    01.09.2010 10:14
    Bester Schutz: Daneben sitzen und mitmachen.

  11. #10 Gast
    01.09.2010 11:40
    Der beste Schutz ist und bleibt eine gute Aufklärung.
    Was nützt es euch, wenn ihr PC-Verbot aussprecht, daneben sitzt, irgendwelche Sperren einbaut? Nichts, denn die Kinder werden auch im echten Leben, da draußen irgendwo mit dem Bösen konfrontiert.
    Wie in anderen Bereichen auch, kann man seine Kinder am besten schützen, indem man mit ihnen altersgerecht spricht und sie auf die gefahren hinweist.
    Wenn ich Angst habe, meine Tochter könnte von einem bösen Mann angesprochen werden, nützt es doch auch nichts, sie zu hause einzusperren. Ich muss ihr erklären, was da los ist und wie SIE sich schützen und wehren kann.
    So mache ich es im Internet auch. Ich erkläre meinen Kindern, welche Gefahren auf sie lauern.

    Ich bin Lehrerin (meine Schülerinnen sind zwischen 15 und 20 Jahre alt) und bekomme in Gesprächen immer wieder mit, dass Mädchen den ganzen Blödsinn im Chat wirklich glauben. Das macht mir Sorge und dagegen muss man etwas tun, gegen die Gutgläubigkeit der Kids.
    Bei uns an der Schule gibt es ein öffentliches Internetcafe, denn die Schüler müssen für die Schule auch mal online recherchieren. Es gibt nicht genügend Sicherungen um gegen alle Gefahren aus dem Netz Sperren einzubauen.

    Also - es hilft wirklich nur Aufklärung.

  12. #11 Gast
    01.09.2010 12:00
    Mein Kind ist fast 15, es hat keinen eigenen PC, muss an meinem Notebook sitzen, das hat den Vorteil, dass es Notebook Verbot gibt, wenn es rumzickt (Mädel) und ich eine gewisse Kontrolle darüber habe, was sie macht. Das klappt wunderbar :-).

    Andere Eltern aus ihrer Klasse haben sich schon beschwert, dass ihr Kind bis spät in die Nacht am PC sitzt (Schulzeit)... ich habe nur gesagt, dass ich zum Glück ein Notebook habe und diesen meinem Kind notfalls wegziehen kann, wenn es sich nicht lösen kann :-). Die Eltern haben mir nur mit großen Augen angeschaut... (selber schuld, wenn sie ihrem Kind schon mit 12 Jahren einen eigenen PC kaufen)

    Mein Kind hat auch keinen eigenen Fernseher im Zimmer und wird ihn auch nie bekommen, solange es mit der Schulausbildung nicht fertig ist. Außerdem hat sie ein gutes Hobby, wo viel Geld reinfliest, so dass sie sich zwischen eigenem PC und gemeinsames Notebook entscheiden musste. Sie hat sich für ihr Hobby entschieden, ein Glück :-).

    In der Schule (Gym) wurde das Thema Internet Sicherheit gut behandelt, meine Tochter hat mir davon erzählt, wir haben uns intensiv darüber unterhalten und ich habe ihr auch erzählt, was alles pasieren kann und an welche Regeln auch ich mich als Erwachsener halten muss.

    zu #9

    Dein Vorschlag finde ich absolut quatsch. Wie sollen Kinder lernen, dass man ihnen auch in gewisser Weise vertrauen können muss, genauso wie sie uns vertrauen müssen. Das Thema muss nur regelmäßig besprochen werden und dem Alter entsprechend angepasst werden.

  13. 01.09.2010 12:06
    Der Ratschlag, sich neben das Kind zu setzen, um überprüfen zu können, was es sich im Netz anschaut, ist doch nicht wirklich zielführend. Das Kind ist eben auch mal eine Zeit lang alleine oder bei Freunden. Es hat auch sein eigenes Zimmer, in dem üblicherweise der Computer steht. Diesen Ratschlag kann man also gar nicht oft praktisch umsetzen. Und darüber hinaus ist er trivial, darauf wäre Angeline auch selbst gekommen.

    @#10: Eine gewisse Aufklärung ist ohnehin Pflicht, bevor man irgendwelche Verbote und technische Sperren einbaut. Und nur weil Kindern auch draußen das "Böse" lauert, bedeutet das ja nicht, dass man das Böse nicht zumindest im Internet abzuwenden versuchen sollte. Und auch wenn das nicht zu 100% gelingt, so kann man doch zumindest 80% anstreben. Darüber hinaus sind die Gefahren im Internet für Kinder weniger offensichtlich als draußen. Dass man nicht zu fremden Männern ins Auto steigt, auch wenn diese einem Süßigkeiten anbieten, versteht ein Kleinkind wohl. Aber dass es gefährlich wird, wenn man sich emotional zu sehr in Chats reinsteigert, das verstehen ja sogar manche Erwachsene nicht.

    Im Übrigen stößt auch die Aufklärung an ihre Grenzen. Beim Thema Pornographie und R*chtsradikalismus im Netz kann ich mit dem Kind ja nicht zusammen einschlägige Seiten aufrufen und dann sagen: "So, und diese Seiten rufst du jetzt bitte nie auf; schon gar nicht, wenn ich nicht dabei bin!" Dann wird das Kind das nämlich schon aus Neugierde erst recht tun.

  14. #13 Gast
    01.09.2010 12:37
    @11: Aber man kann mit dem Kind zusammen diese Seiten aufrufen und es darüber aufklären, warum das, was die Rechtsradikalen da verzapfen, Blödsinn ist. Oder dass die Mädchen, die da auf der Pornoseite zu sehen sind, ihr Leben lang darunter zu leiden haben werden, dass dort Videos über sie veröffentlicht sind. Dass sie höchstwahrscheinlich (haben einige anonyme Studien zumindest mal ergeben) nur deswegen da mitmachen, weil sie als Kinder oder Jugendliche mal vergewaltigt wurden und nun ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität haben.

    Dass die Verschwörungstheoretiker auch nur mit gefälschten Beweisen und Meinungsmanipulation arbeiten, um Spendengelder für ihre "Revolution" abzukassieren.

    Dabei kann man sich auch gleich noch ein wenig selbst weiterbilden.

  15. 01.09.2010 15:15
    Zuerst einmal Danke für die bisherigen Antworten. Ich hoffe, es kommen noch mehr. - Leider mußte ich meinen Text oben ein paar Mal kürzen und konnte nicht so ausführlich erklären, was ich gemeint habe.

    Danke auch an dich, Thomas, für deine fach- u. sachlichen Beiträge. Ich bin ganz sicher, dass meine Jungs von der technischen Seite nichts ausgelassen haben, was möglich ist, um die Kinder (besonders meine Enkelin, J., unser L. spielt noch lieber Fußball :-) ) zu schützen.

    Mich hat die Angst meiner Tochter (und meine!) so nachdenklich gemacht. Wie bewußt sind wir Erwachsenen uns der Gefahr wirklich? So nach dem Motto: 'Schlimm, aber das passiert UNS doch nicht'...?

    Wir alle wissen doch, wie das Internet Handlungen und Meinungen beeinflussen kann, sind doch selbst nicht frei davon (kann man sehr gut in sämtlichen Erwachsenenportalen beobachten - auch hier)!

    Wir sind uns ja auch einig, dass es ein echte Sicherheit nicht gibt. Deshalb wollte ich wissen, wie andere mit diesem Risiko umgehen (oder ob es einfach verdrängt wird). Es geht doch hier um unsere Kinder und die Straffälle häufen sich doch rapide.

    Meine Tochter und mein Schwiegrsohn haben (so weit ich das sehe) ein liebevolles, fürsorgliches, vertrauensvolles und gesundes Eltern-Kinder-Verhältnis zu den beiden, wobei die Grenzen auch ganz klar sind.

    Gerade deshalb, haben die beiden auch Angst, durch große Verbote u. ä. dieses Vertrauen zu mindern. Man kann einfach nicht wissen, was außerhalb der eigenen Welt so passiert. Fernhalten macht sie zu späterer Zeit ggf. aber erst recht zu leichten 'Opfern'. Es ist einfach nicht mehr möglich, die Kinder vom Netz zu isolieren. Aufklärung, gute Unterweisung, auch gemeinsames surfen etc., das alles klappt ja.

    Es ist einfach nur interessant, einmal zu wissen, was andere Eltern tun, wie sie damit umgehen. Es ist ein ernstes Thema unserer Zeit und ich wollte das einfach mal zur Sprache bringen (habe keinen ähnlichen Thread gefunden unter der Stichwortsuche).

    Also, bitte weiter posten, zumindest kann ich meinen Kindern sagen, dass sie nicht alleine mit ihrem unguten Gefühl sind.

    Es ist aber auch wichtig, dass alle, die Kinder haben, sich wenigstens genau über die technischen Möglichkeiten des Schutzes informieren (siehe Beiträge von Thomas). Solltet ihr keine Ahnung haben, informiert euch - für unsere Kinder lohnt sich doch JEDE finanzielle Investition! - Oder seht ihr das anders?

    Übrigens fand ich einige Hinweise hier schon zur Ergänzung der technischen Maßnahmen sehr gut! Ich werde die auch gern weiter leiten an meine Kinder!

  16. #15 Gast
    01.09.2010 20:55
    Als wir Papa noch heimlich die Pornos aus dem Nachttisch geklaut und noch heimlicher wieder zurückgelegt haben, als wir heimlich im Bett bis 3 Uhr gelesen oder uns bei Abwesenheit der Eltern im Fernsehen "unerlaubte" Filme angesehen haben, als wir mit Mutters Putzutensilien und Gartendünger Bombenbasteln versucht hatten, also lange Zeit vor dem Internet, war die Welt noch in Ordnung und die meisten von uns wurden weder Verbrecher noch sind wir ausgenutzt und ausgebeutet worden.

    Sicherlich hätten unsere Eltern damals auch gerne so manchen Schutz eingebaut, ging aber nicht.
    Natürlich bietet das Internet neue und andere Gefahren, aber Mißbraucht, Vergewaltigt, Gelogen und Betrogen wurde schon zu jeder Zeit. Man sollte also durchaus den Kindern den legalen (Music- und Videodownload) moralischen (Pornoseiten, Webmobbing) und unverfänglichen (Sozialnetworks) Umgang mit dem Internet aber auch mit allen anderen Medien beibringen.

    Ein Schutz wäre am allerehesten angezeigt, damit man der GEMA nicht plötzlich Megabeträge für die Downloadwut der Kids bezahlen muss.

    M/46

  17. #16 Gast
    02.09.2010 09:54
    zu #14

    Du machst dir m.E. zu viel Gedanken un dich kann #15 in gewisser Weise beiflichten. Richtig ist es, das Kind aufzuklären, aber ich kenne solche Horrorszenarien, wie du sie beschreibst aus meiner Familie, bei meinen Nichten nicht und bei meinem Kind auch nicht.

    Von daher gehe ich wahrscheinlich gelassen mit dem Thema um und mache mir nicht so/zu viele Sorgen. Denn gerade Eltern/Erwachsene, die sich zu viele Sorgen machen und zu viel kontrollieren, können damit mehr Schaden anrichten.

    Ich lese und denke, dass in deinem Fall ein sehr guter technischer Schutz vorhanden ist, die Kinder sind aufgeklärt, man bleibt im Gespräch und mehr Schutz und Sicherheit gibt es nicht.

    Muss man wissen, was außerhalb der Welt so passiert? Muss man sich um alles einen Kopf machen und jedes Problem zu ernst nehmen und auf sich zu beziehen? Da kann man ja kirre werden davon.

    Mir scheint, dass das Thema Angst in euer Familie eine große Rolle bei dem Thema spielt. Eine gesunde Portion Vorsicht, Hinterfragen und Schutzmaßnahmen sind angebracht, aber mir scheint beim Lesen deiner Zeilen, dass euer Maß einfach nicht mehr gesund ist, sondern zu sehr vom Angstgefühl geprägt ist. Das ist aber kein gutes Vorbild für die Kinder.

  18. #17 Gast
    02.09.2010 16:06
    Späestens ab 13 findet sich ein Freund der unbeobachtet ins Internet darf und dann wird geschaut was das Zeug hält...

    Wie in allem ist Kommunikation/Diskussion/Gespräche miteinander der einzig gute Weg.

  19. #18 Gast
    02.09.2010 17:55
    Dear Angeline,
    deine Kinder machen es schon richtig. Das wichtigste ist Kommnikation zwischen den Eltern und den Kinder. Mein Sohn 11J sitzt allein vor dem PC und geht auch allein ins WWW (Allerdings steht der PC in der Wohnküche. Wir haben es zum Glück leicht da der Junge Gewaltdarstellungen total ablehnt. Er hat sogar mal den Kontakt zu einem Mitschüler (Freund mag ich in dem Zusammenhang nicht schreiben) abgebrochen weil der ihm Gewaltvideos gezeigt hat.
    Und lasse dich nicht von den Medien, insbesondere dem privaten TV verrückt machen. Da geht es um Quote und Quote erzielt man mit Sensationen und Kinder und Internet, da lassen sich immer wieder tolle Sache aufbauschen.
    Und noch was: Hinter jedem zweiten Kind, dass vom Klettergerüst fällt steht ein Erwachsener der ruft: "Pass auf" oder "fall nicht runter". Das Gleiche gilt für Kinder und Internet. Frage die Kinder nicht aus und überwache sie nicht Spreche mit Ihnen und lass dir erzählen was sie gemacht haben / erlebt haben. Gebe nicht deine Unsicherheit weiter, die Kinder sollten achtsam sein, nicht ängstlich.
    Und natürlich sollten die technischen Schutzmöglichkeiten genutzt werden.
    Ich arbeite übrigens in der IT, bin Fachinformatiker.

  20. 02.09.2010 21:44
    Ein paar Punkte wurden noch nicht angesprochen in diesem Thread:

    Viren, Trojaner, schadhafte Software und der Besuch von Abzocker-Web-Sites.

    Auf technischer Seite helfen hier natürlich Virenscanner, ein stets im Hintergrund laufender Guard und eine gute Firewall-Lösung. Der Rechner der Kinder sollte besser keine Verbindung zu den anderen Rechnern im lokalen Netz aufbauen dürfen, nur andersrum.

    Über die Gefahren des Downloads schadhafter Software kann man Kinder nur aufklären. Ausführbare Dateien sollten nur im Beisein der Eltern runtergeladen und ausgeführt werden und das am Besten auch nur in einer virtuellen Umgebung wie beispielsweise VMWare. Davon kann man zuvor ein Backup machen und falls man sich wirklich mal einen Virus oder Trojaner einfängt, kann man einfach die Umgebung wieder neu aufsetzen und braucht nicht das ganze Betriebssystem neu zu installieren.

  21. 02.09.2010 22:42
    @ #16:

    Nett von dir, dass du dir Gedanken machst. Danke.

    Aber, ich habe hier von unseren Erwachsenengesprächen berichtet. Natürlich sind das Gedanken, die wir uns ohne Wissen der Kinder machen. Die Eltern verhalten sich genau so, wie es die meisten hier auch tun. - Wachsam!

    Auch 'Angst' ist evtl. besser mit Unsicherheit/Bedenken zu ersetzen. Den Kindern geht es gut, sie haben eine ganz normale Kindheit, innerhalb und außerhalb der eigenen 4 Wände.

    Da ist nichts ungesund. - Damit das auch so bleiben kann, sprechen wir unter uns über diese Dinge, ohne die Realität aus den Augen zu verlieren.

    Wir nennen das Verantwortung und ich kann nicht erkennen, was daran ungesund sein soll.

    Nochmals Danke @ alle für die Beiträge. Es erstaunt mich aber auch etwas, dass - im Vergleich zu anderen Themen - doch relativ wenig Reaktionen kommen.

  22. #21 Gast
    03.09.2010 17:05
    Das wichtigste ist, dass du mit deiner Tochter offen redest. Du musst ihr die Gefahren im Internet aufzeigen. Sie muss das Gefühl haben, dass sie zu dir kommen kann, wenn sie etwas verstörendes im Internet findet.

    Viele Kinder gehen aus Scham nicht zu ihren Eltern, weil sie Angst haben etwas falsch gemacht zu haben. Dabei reicht heut ein (ungewollter) Klick und man landet auf einer Pornoseite o.ä.

    Kinder sollen und dürfen heute das Internet erkunden, aber eben mit einem gesunden Maß an Vorsicht. Schau doch mal bei Klicksafe. Die haben viele Materialien für Eltern.

    Alternativ kannst du natürlich auch eine Kindersicherung für den PC installieren. Die meisten Software bietet Listen mit kindgerechten Webseiten, auf der deine Tochter beruhigt surfen kann. Hab in einem anderen Forum gesehen, dass man die Software von Dolphin Secure 1 Jahr gratis testen kann. Probiers aus: http://www.dolphinsecure.de

  23. 04.09.2010 19:57
    @#20: Tja, Angeline, Threads zum Thema Familie und Kinder erregen grundsätzlich nicht so viel Aufmerksamkeit. Das liegt wohl daran, dass hier doch viele Singles unterwegs sind und da sind solche Themen natürlich gedanklich weit weg.

    Wenn du Aufmerksamkeit erregen willst, stell man einen Thread zum Thema Intimrasur ein oder wie wichtig das Auto eines potenziellen Partners ist. :)

  24. 04.09.2010 20:15
    @ ThomasHH:

    :-) Schon OK, verstehe! Aber nicht ICH wollte hier Aufmerksamkeit erregen. Es war einfach ein Thema, das wir in der Familie besprochen haben.

    Es sind ja auch jede Menge Singles mit Kindern hier. Aber die meisten Antworten sind doch auch recht sinnvoll.

    @ #21:

    Es handelt sich hier nicht um meine Tochter, sondern es geht um meine Enkelkinder. Ich habe berichtet, was meine Kinder tun, um sie zu schützen und wollte nur mal so hören, wie andere Eltern das machen.

    Es existiert kein wirkliches Problem oder aktueller 'Fall' - und wir wünschen uns, dass das auch so bleibt.

  25. #24 Gast
    17.09.2010 11:33
    Also meiner Meinung nach sollten Kinder nicht ohne Schutz im Internet surfen…denn die Liste der Gefahren ist lang. Allerdings sollte man nicht wahllos alle Internetseiten sperren, sondern mit dem Kind darüber reden welche Seiten eventuell noch nicht geeignet sind und warum das so ist.

    Ich habe mal die Kindersicherung von Kinkon getestet und ich muss sagen: ich bin begeistert! Eine ganz simple Lösung, die aber sehr effektiv ist! Schaut euch das ganze mal an, man kann 30 Tage lang kostenlos testen! Man muss sich nur registrieren, einen Client auf dem PC des Kindes installieren und kann dann Internetseiten, die man für sinnvoll hält, freigeben! Andere Internetseiten bleiben für das Kind gesperrt!

  26. #25 Gast
    05.10.2011 14:08
    Pimpf ist eine Software die verhindert, dass Kinder auf Pornografische Webinhalte zugreifen können. Sie lässt auch keine Ausdrücke zu.

    Hier: http://download.chip.eu/de/Pimpf-Internet-Schutz-fuer-ihr-Kind_101050796.html

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