1. Frage:
    Gefragt am: 27.08.2011, 09:52 von Gast
    Wie schreckt man sexuell zudringlich Männer am Arbeitsplatz ab?
    Wir haben einen Chef, der ständig Anmerkungen bezüglich der Brust macht. Ferner kann man absolut kein Kostüm tragen, da er dann die Schultern versteift, den Hals streckt und die Augen hervorquillen; Er klotzt und schaut provokant - um es kurz zusammenzufassen.
    Die jüngeren Kolleginnen trauen sich nicht etwas zu sagen.
    Einige Frauen haben schon zu ihm gesagt, dass es jetzt reicht. Aber er reagiert nicht.
    Bei einem Kunden (wir arbeiten in der IT Branche) analysierte er sogar die Brüste der Frauen, ob diese schwanger seien.
    Geht es noch peinlicher?
    Merkt ein Mann nicht, wenn er sich selbst blamiert?
    Wie kann man das abstellen?
    Wie hält man diesen Mann auf Distanz?
    w40
    Antworten:
  2. #1 Gast
    27.08.2011 13:08
    Einfach ne Sammelklage machen, alle Frauen die es betrifft zusammen zu einem Anwalt.

    Dann sit das ganze ganz schnell beendet.

  3. 27.08.2011 14:06
    Wenn es mehrere Frauen gibt, dann gibt es geringere Probleme, die Belästigungen und Anzüglichkeiten nachzuweisen. Deswegen wäre der beste Weg der Gang zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht, der dann die Thematik gegenüber dem Arbeitgeber professionell aufgreift. Der muß ja solange es gerichtlich nicht zu klären ist, nicht offenlegen, in wessen Namen er handelt - so können die jungen Kolleginnen auch Zeuginnen sein.

    Auf welche Art von Brüsten steht er denn ? Weil wenn er zB kleine Brüste mag und über große Brüste herzieht dann ist das ein "Kompliment" für die Frau mit kleinen Brüsten und zugleich eine Beleidigung der Frau mit großen Brüsten.

    Wenn wirklich wahllos über jede Frau hergezogen wird, dann sollten sich die Frauen zusammentun und sich per e-mail austauschen was er wo sagt.

    Oder noch heftiger:

    Er sagt "knackige brüste" und glotzt.

    Die Frau (A) sagt nüchtern und trocken: "so verhält sich nur einer, der noch nie geil gef***t hat."

    Das mailt sie ihren ebenfalls betroffenen Kolleginnen.

    Er glotzt nun bei Frau B. Frau B sagt "Frau A hat doch schon gesagt, daß sich nur der so verhält, der noch nie geil gef***t hat"

    Und so weiter. Das macht ihn schnell zum Gespött im Betrieb.

  4. #3 Gast
    27.08.2011 16:11
    Die Kolleginnen sind überwiegend frisch von der Uni oder haben wenig berufliche Erfahrung, d. h. sie trauen sich nicht gegen ihn vorzugehen.
    Was ist wenn ihnen nicht geglaubt wird, sie die Firma verlassen wollen oder müssen und der g* Chef ein Arbeitszeugnis schreiben wird...

  5. #4 Gast
    27.08.2011 16:12
    Mal eine ergänzende Frage:
    Sind hier Männer, die auch Frauen auf eine solche Art und Weise belästigen?
    Wenn ja, wüßte ich gerne, was ihr euch dabei denkt?
    Seid ihr euch bewußt, wie schrecklich das für eine Frau ist?

  6. #5 Gast
    27.08.2011 16:27
    Liebe Fragestellerin,
    was Du hier beschreibst, ist Sexismus in seiner übelsten Form! Dieser "Chef" vermeint, über das weibliche Geschlecht seiner Angestellten Witze oder obzöne und entwürdigende Bemerkungen machen zu dürfen und die jungen Kolleginnen getrauen sich nicht ihm die Stirn zu bieten! Im allgemeinen Verständnis entspricht dies einer Diskriminierung wegen des Geschlechts.
    Ganz dringend solltest Du jetzt einen Anwalt für Arbeitsrecht konsultieren. Am besten hälst Du bereits ein Protokoll bereit, in dem Du über mehrere Wochen hinweg, mit Datum und Uhrzeit, ggf. anwesenden Zeugen, die verbalen und nonverbalen Äußerungen oder gar versuchte Körperkontakte Deines "Chefs" dokumentierst. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist nach dem AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) ein Straftatbestand der nicht ungeahndet bleiben darf. Rund 40% aller weiblichen Arbeitnehmerinnen waren schon einmal im Laufe ihres Berufslebens davon betroffen.
    Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten diesen Patriarchen zu zähmen.
    Zum einen steht Dir nach §13 des AGG ein Beschwerderecht zu. Ebenso steht Dir ein Zurückbehaltungsrecht zu, d. h. Du kannst dem Arbeitsplatz unter Fortzahlung der Bezüge fern bleiben, solange das diskriminierende Verhalten Deines "Chefs" andauert.
    Langfristig gesehen würde ich den Arbeitsplatz wechseln, im gegenseitigen Einvernehmen und nicht ohne eine ordentliche Abfindung bzw. Schadensersatz/Schmerzensgeld für die erlittene Diskriminierung. Bespreche das strategische Vorgehen mit Deinem Anwalt, dessen Kosten, also auch außergerichtliche Kosten, selbstverständlich von Deinem Chef zu tragen wären.
    Habe den Mut Dich zu wehren, die gesetzlichen Grundlagen dazu stehen Dir zur Verfügung und sei insofern Vorbild für Deine jüngeren Kolleginnen. Nur so kann es in kleinen Schritten gelingen sexueller Belästigung Einhalt zu gebieten.

  7. #6 Gast
    27.08.2011 18:50
    Falls dieser "Chef" selbstständig seine geigene Firma leitet, dann könntet Ihr ihn gemeinsam in den Ruin treiben. Das sollte, auch wenn sein Rest - Verstand schon in seine Hose gerutscht ist, dem Spatzenhirn klar sein. Ich stimme "Gast" von 16.27 voll zu. M 54J

  8. 27.08.2011 19:56
    Es wird ja nocht einen Vorgesetzten geben oder ist er Inhaber. Ihr musst auf alle Fälle Klage erheben und Grenzen aufzeigen. Das ist sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und stellt einen Straftatbestand dar. Mir ist schleierhaft wie jemand so was mitmacht ohne sich zu wehren und klare Grenzen zu setzten.

  9. #8 Gast
    27.08.2011 20:55
    @2
    Wie kommst Du darauf zu philosophieren, ob der Chef kleine oder grosse Brüste bevorzugt? Das ist doch vollkommen uninteressant! Oder glaubst Du das die Frau mit den kleinen Brüsten ( dein Beispiel) das in irgendeiner Weise als Kompliment auffasst? Das empfinde ich als sexistisch.

  10. #9 Gast
    29.08.2011 12:00
    Gibt es einen Betriebsrat?
    Hat dieser belästigende Vorgesetzte selbst einen Vorgesetzten?

    Das dürften die ersten und sinnvollsten Ansprechpartner sein.
    In einem Fall habe ich es schon erlebt. dass ein Vorgesetzter eine Mitarbeiterin belästigte und diese es nicht wagte, sich zu wehren oder jemanden zu informieren. Irgendwann bekamen andere Kolleginnen das mit und informierten den Unternehmensinhaber. Dieser sorgte sofort dafür, dass der belästigende Vorgesetzte keine Möglichkeit mehr hatte, irgendeine Mitarbeiterin zu belästigen. Er war aber auch schockiert darüber, dass die betroffene Dame so wenig Vertrauen zu ihm und in die Unternehmenskultur hatte, dass sie sich nicht selbst an ihn gewandt hatte.

  11. #10 Gast
    30.08.2011 09:43
    @2 strange

    Der erste Absatz Deines Beitrages ist ja vollkommen in Ordnung, aber dann wird es seltsam.....

  12. #11 Gast
    07.09.2011 20:53
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Mal eine ergänzende Frage:
    Sind hier Männer, die auch Frauen auf eine solche Art und Weise belästigen?
    Wenn ja, wüßte ich gerne, was ihr euch dabei denkt?
    Seid ihr euch bewußt, wie schrecklich das für eine Frau ist?
    Ja ich kenne das Verhalten auch von Frauen, Männern gegenüber, egal ob es begrabschen ist, was wenn Frauen es machen IMMER unter den Teppich gekehrt oder ins Lächerliche gezogen wird!
    Oder anzügliche Bemerkungen, die gibt es von Frauen Männern gegenüber doch auch on Mass.
    Nur da wird meiner Meinung mit zweierlei Maßen gemessen.
    :/

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