1. Frage:
    Gefragt am: 18.03.2010, 10:32 von Gast
    Wie gelingt es, eine vernünftige Beziehung zwischen neuem Partner und Kind (4 Jahre) aufzubauen?
    Folgende Situation: Nach der Trennung vom Kindsvater war ich 2 Jahre lang alleinerziehend. Nun habe ich seit 2,5 Monaten einen neuen Partner, mit dem sich auch schon eine sehr enge Beziehung entwickelt hat bis hin zum gemeinsamen Zusammenleben. Mein Sohn ist natürlich eifersüchtig und kämpft mit allen Mitteln gegen meinen neuen Partner. Zum Anfang waren es nächtliche vorgeschobene Krankheiten, um zu uns ins Bett zu kommen (dem wir nicht nachgeben), Gewalttätigkeiten gegen ihn, grundloses Schreien wegen Kleinigkeiten usw. Danach betitelte er ihn mit Schimpfworten. Nachdem ihm das nun alles nichts gebracht hat, da von uns nicht geduldet, ist die neueste Masche, ihn komplett zu ignorieren. Er antwortet nicht auf Fragen und redet überhaupt nicht mit ihm, Gespräche werden demonstrativ nur mit mir begonnen. Dabei ging es zwischenzeitlich schon ganz gut und wenn er nicht da ist, fragt er, wann er denn wiederkommt und freut sich, wenn ich ihm sage, wann.
    Antworten:
  2. #1 Gast
    18.03.2010 11:57
    Ergänzungen von der Fragestellerin wegen Platzmangel im ersten Feld:

    Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht und wie habt Ihr diese Probleme gemeistert? Wie lange kann diese Ablehnungsphase dauern? Meinem Partner liegt sehr daran, ein gutes Verhältnis zu meinem Kind aufzubauen.

    Zum leiblichen Vater haben wir übrigens seit einem halben Jahr überhaupt keinen Kontakt mehr - daran möchte ich auch nichts ändern.

    Ich bitte darum, von Kommentaren abzusehen, die von einer Beziehung mit einer ehemaligen Alleinerziehenden abraten! Die Argumente gegen einen Partner mit Kind sind in anderen Threads ausreichend dargelegt worden.

  3. 18.03.2010 11:58
    Nun, leider hast Du offensichtlich schon zu Beginn der neuen Partnerschaft grundlegende Fehler gemacht und dem Kind nicht klar vermittelt, wie es sich zu verhalten hat und wovor es keine Angst zu haben braucht. Jetzt ist es für eine einfache Lösung schon fast zu spät. Da hätte man anders anfangen müssen!

    Überhaupt deuten Gewalttätigkeiten auf ein erhebliches Erziehungsdefizit hin. Auf so etwas kommen gut erzogene Kinder gar nicht. Schimpfwörter, Ok, aber auch da müsste ein paar weniger Ermahnungen und deutliche Konsequenzen ausgereicht haben. Du hast offensichtlich die Erziehung vernachlässigt.

    Vielleicht musst Du einfach mal, jenachdem wie vernünftig Dein 4-Jähriger schon ist, ein ganz erwachsenes Wort mit ihm sprechen. Ihm sagen, dass Du den Mann liebst und mit ihm zusammenbleiben wirst, und es Dir weh tut, dass der Kleine sich so verhält. Bitte ihn, sich anständig zu verhalten und setze klare Grenzen.

  4. #3 Gast
    18.03.2010 11:58
    Schwierig. Ihr seit erst seit 2,5 Monaten ein Paar und wohnt schon zusammen? Da wäre ich ja als Erwachsene schon etwas überfordert mit der Situation. Ein 4 jähriger tut sich da sicherlicher noch schwerer, wenn er mehr oder weniger unvorbereitet von einem Moment auf den anderen die Mama mit einem für ihn noch nicht vertrauten Mann teilen muss. Vielleicht wäre es besser gewesen, dem Kind mehr Zeit zu geben, den Mann kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.
    Frag doch mal deinen Kinderarzt. Der kennt deinen Sohn doch sicherlich ganz gut und hat vielleicht den ein oder anderen Tipp parat.
    Ansonsten würde ich sagen, solltest du alles versuchen, dass sich dein Sohn nicht ausgeschlossen fühlt, und ihm besonders viel Zuneigung und Aufmerksamkeit geben.
    Viel Glück

  5. #4 Gast
    18.03.2010 12:07
    # Frederika:
    ich bitte um Erfahrungen von Menschen, die eine solche Situation gemeistert haben.

    Mutmaßungen von jemanden, der keine Kinder hat und zu einer "Patchworksituation" ohnehin absolut negativ eingestellt ist, brauche ich nicht.
    Ich beschäftige mich sehr viel mit Kindererziehung, auch aus beruflichem Interesse, und mein Kind bekommt sowohl klare Grenzen als auch klare Ansprachen, immer wieder.

  6. #5 Gast
    18.03.2010 13:07
    Ich kann nur zu Deinem Verhältnis zu Deinem Kind etwas sagen. Du siehst in Deinem Kind Deinen ehemaligen Mann. Daher lehnst Du das Kind in der jetzigen Situation etwas mehr ab, als vorher.
    Keinen Kontakt zu seinem leiblichen Vater zu haben, mag für Dich zwar unproblematischer sein, aber für Dein Kind ist das nichts.
    Alles ist nur ein Machtkampf um Zuwendung und Liebe!

  7. #6 Gast
    18.03.2010 13:09
    @4 diesmal muss ich Frederika aber verteidigen <MOD: ... Kommentare zu anderen Threads entfernt. Beim Thema bleiben!>

    doch in diesem Fall - liebe FS - du hast extrem viele Fehler gemacht in der Anfangsphase. Sein halbes Leben verbringt dein Kind nun ohne Mann im Haus und dann setzt du ihm holterpolter innerhalb von 2,5 Monaten einen neuen Mann in sein Leben, in seine Wohnung, in sein Umfeld, er muss seine Mama teilen - er muss sein Wohnzimmer teilen - und dann soll er einfach ruhig dasitzen und sagen: Toll Mama, dass du einen neuen Partner liebst? - sorry, so weltfremd kann nur eine Mutter sein, die dringend einen Mann braucht, aber das Kind nicht in die Überlegungen mit einbezieht.. Du hättest dem Kind mal aus meiner Sicht mind. 1/2 Jahr oder länger die Chance geben sollen, den Mann überhaupt kennen und mögen zu lernen. Nicht Friss oder Stirb. Mich wundert die Verhaltensweise deines Sohnes nicht - mal davon abgesehen, wie die allg. Erziehung sonst war. Das kann ich nicht beurteilen.

    Du hättest mal vorher darüber nachdenken sollen. Diese gemachten Fehler und die tiefen Wunden bei deinem Kind kannst du nicht mehr rückgängig machen - du wirst jetzt noch mehr Zeit und Gedulb benötigen, um mit Liebe und Verständis deinem Sohn zu zeigen, er ist noch immer wichtig, doch es gibt nun auch noch einen anderen Mann in deinem Leben. Ich weiß nicht, ob ich dir dabei viel Spaß oder mein Beileid wünschen soll.

  8. #7 Gast
    18.03.2010 13:21
    ergänzend zu 6 - ich war damals bei der Trennung 37 und mein Kind 6 - und alles ging glatt mit viel Geduld und Vertrauen stärken. Das Kind hat aber auch einen hervorragenden Draht zum Vater - das empfinde ich als sehr wichtig. - du darfst deinem Kind, nur weil du es nicht willst, den Vater nicht vorenthalten.

  9. 18.03.2010 13:23
    @#4: Sorry, hier dürfen sich alle zu den Fragen äußern und ganz oft ist bei diesen Themen eine Außensicht wesentlich hilfreicher als die Innenansicht einer Leidensgenossin.

    Die Erziehungsfehler sind offensichtlich, mannigfach und ursächlich. Daran geht kein Weg vorbei. Du hast die Situation extrem verbockt und dadurch das Dilemma verursacht.

    In diesem Alter muss man auf Kinder sehr geschickt eingehen und den Mann als Bereicherung vermitteln und das Kind aktiv in die neue Situation einbeziehen. Gewalt oder grobe Beleidigungen gegenüber Erwachsenen ist absolut inakzeptabel und immer Folge eines schweren Erziehungsfehlers. Das darf und muss man sogar sagen -- egal ob es Dir nun gefällt oder nicht.

  10. #9 Gast
    18.03.2010 14:11
    Liebe Fragestellerin

    Versetze Dich doch mal in die Lage Deines 4-jährigen Sohnes. Papa weg. Mama hat neuen Mann. Der wohnt ganz schnell zu Hause. Erstmal muss er damit klar kommen, das er den Papa nicht mehr sieht. Dann soll er sich super-schnell auf einen neuen Mann im Haus einstellen. Er wird einfach vor vollendete Tatsachen gestellt. Wie es ihm damit geht, fragt keiner.

    Was soll ein 4-jähriger da machen? Mit Dir ein vernünftiges Gespräch führen? Was ist Dein Kind für Dich? Ein Anhängsel, was alles mitmachen muss? Jemand, den man nicht ernst nehmen muss?

    Er kann sich doch nur durch nicht adäquates Verhalten bemerkbar machen. Unter Deinen geschilderten Umständen finde ich sein Verhalten total normal und durchaus nachvollziehbar.

    Du hast ihn einfach überfahren. Kinder sind auch Menschen. Was er jetzt braucht, viel Liebe und Anerkennung, Verständnis von Dir und Deinem Partner.

    Die kleine Kaktee

  11. #10 Gast
    18.03.2010 14:14
    Sorry, ich (m/44) weiß eigentlich viel zu wenig über Deine Situation, aber das was Du bisher geschrieben hast finde ich schon schlimm genug.

    Mit zwei Jahren hat ein Kind schon ein sehr gutes Gespür dafür, dass es da neben der Mutter auch noch einen Papa gibt, der mit Sicherheit auch eine ganz besondere Rolle im Leben des Kleinen eingenommen hat. Es ist absolut Deine Sache den Mann aus deinem Leben auszublenden. Den Vater aus dem Leben deines Kindes zu entfernen ist aber eben nicht Deine Sache!

    Du hast alle Signale deines Kindes nach Deiner (!) Aufmerksamkeit ignoriert. Der Kleine merkt, dass Du durch Deine neue Beziehung weniger Zeit für ihn hast. Der will Dich nicht ärgern mit "vorgeschobenen Krankheiten" oder "grundlosem Schreien". Das sind einfach seine Möglichkeiten auf sich aufmerksam zu machen.
    So wie Du Dich verhalten hast sieht er in Deinem neuen LG eine Beeinträchtigung und keine Bereicherung.

    Ich bin (nur) ein entsorgter WE-Papa. Allerdings gab es bei allen Streitigkeiten so gut wie kein Problem beim Kindesumgang.
    Als ich meiner Tochter (ebenfalls 4) meine neue Freundin präsentierte war sie einfach nur neugierig. Und ja, es gab natürlich auch für sie Veränderungen durch die neue Konstellation bei mir zu Hause. Sie durfte plötzlich nicht mehr alles (jaja, ich habe sie schon die 4 Tage im Monat verwöhnt), aber wir haben sie in unser Leben mit einbezogen. Mal basteln die *kleine und die große Frau* (wörtlich) mal was für den Papa, mal machen papa und xxx das Frühstück (ja, auch im Bett) für yyy und mal darf xxx ganz allein bestimmen was Papa und yyy mit ihr den ganzen Abend spielen.
    Es klappt wunderbar.

  12. #11 Gast
    18.03.2010 14:57
    Liebe FS
    Ich verstehe sehr gut, daß Du Antworten von Leuten hören willst, die ERFAHRUNG mit solchen Situationen haben.
    Ich (m, 43) habe keine Kinder, habe aber schon die Kinder meiner Schwester betreut. Ich habe mit im Haus gewohnt und im Familienbetrieb (Gastronomie) ausgeholfen.
    Nach einem halben Jahr gab die Tochter, 3, ihren Widerstand auf.
    Wenn man konsequent ist kann man auch ein extrem eigensinniges Kind dazu bringen, seinen Widerstand aufzugeben. Das ist eine Frage der Konsequenz, der Zeit und das Kind sollte nicht zu alt sein.
    Etwas vorsichtig soll man aber sein. Das Kind soll nicht gezwungen werden, seinen Charakter zu ändern.
    Ich würde mir auch nichts aus Ratschlägen machen wie etwa, daß ein Kind ein natürliches Recht an seinem biologischen Vater hat usw.

  13. #12 Gast
    18.03.2010 15:43
    Ich muss mich doch sehr wundern über etliche Schreiber hier:

    Woher wisst Ihr eigentlich genau, dass die Fragestellerin den Vater ihres Sohnes ausblendet und das nicht er sich selbst ausgeblendet hat?

    Ferner zeugt es von Stil, wenn die Fragestellerin um Meinungen von Menschen bittet, die diese Erfahrungen persönlich gemacht haben, sich zurückzuhalten, wenn man diesem Personenkreis nicht angehört!

    Liebe Fragestellerin,

    ich war in einer ähnlichen Situation, zum Zeitpunkt der Trennung vom damaligen Partner, war mein Kind in etwa so jung, wie Deines - ca. 2 Jahre. Mein Partner hat sich vollständig zurückgezogen und ich habe das akzeptiert.

    Mein Kind hat sich übrigens nach der Trennung von seinem Vater, meinem Partner, bei der es zwei Jahre jung war, an ihn nicht mehr erinnnert. Er spielte praktisch für mein Kind keine Rolle und er hat ihn nicht vermisst.

    Ich denke, mit Deiner neuen Beziehung ist alles etwas schnell gegangen, Dein Kind konnte sich noch nicht an die neue Situation gewöhnen. So etwas braucht Zeit, Geduld und Verständnis.
    '10, Absatz 2 stimme ich hier zu.

    Wie lange so etwas dauern kann? Bei mir und meinem Knaben gab es nach behutsamer Vorbereitung - wir sind nach einem dreiviertel Jahr zusammengezogen, eine etwas unruhige Phase von ca. drei Monaten.

  14. #13
    18.03.2010 16:53
    Es ist natürlich nicht immer sehr freundlich wie Frederika die Dinge beschreibt, aber in der Sache hat sie dieses Mal wahrscheinlich recht.
    Nach gut zwei Monaten mit einem Partner eine Patchworkfamilie zu gründen überfordert Kinder ganz erheblich. Von der Gefahr einer weiteren Trennung ganz zu schweigen.
    Du kannst jetzt nur versuchen, den Kleinen ganz besonders mit einzubeziehen und ihm die Aufmerksamkeit zu schenken, die er braucht. Vielleicht auch einen "Mama-Sohn-alleine-Tag" einzuführen, an dem er sich eine Unternehmung wünschen darf.
    Am Thema Gewalt und Beschimpfungen musst Du auch dringend arbeiten, da das auch ein neuer Partner nur sehr begrenzt aushält.

  15. #14 Gast
    18.03.2010 18:14
    Es ist immer wieder traurig zu lesen, wie selbstverständlich es für einige Alleinerziehende ist, dass der Vater des Kindes nícht anwesend ist. Kein Wunder das Väteraktivisten und Initativen in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Das die Schreiber hier im Forum danach fragen, zeugt für mich von einer guten Refelektion der Verhältnisse.
    Die Motivation auf solche Fragen nicht zu antworten, kann ich nicht verstehen.

  16. #15 Gast
    19.03.2010 02:33
    Liebe FS,

    ich schließe mich Samira an: wahrscheinlich ist es zu schnell gegangen und der Kleine hat Angst, der neue Mann nimmt ihm seine Mama (immerhin seine einzige Bezugsperson!) weg. Du mußt ihm klarmachen, daß an Deiner Liebe zu ihm nicht zu rütteln ist und die Liebe zu einem Mann etwas ganz anderes ist. Nimm Dir, auch wenn Dein neuer Partner da ist, ab und an Zeit nur für Deinen Sohn und schenke ihm Deine ungeteilte Aufmerksamkeit.
    Wutausbrüche, Hauen und Schimpfworte kommen bei Kindern in der Trotzphase öfter vor. Mein Sohn hat auch die ganze Bandbreite auf Lager - uns das ohne Patchworkpapa.
    Vielleicht unternehmt ihr mal was Tolles zu dritt? Einen schönen Tagesausflug? Irgendeine Veranstaltung, wo passende Sachen für Kinder geboten werden und wo der neue Partner als "tapferer Vater und Ritter" glänzen kann? Das kann ein Abenteuerspielplatz sein, eine Ritterburg, ein Mittelalterfest, ein tolles Fußballspiel usw.
    Ansonsten bleibt nur noch, die stärkeren Nerven zu haben. Und das ist nicht einfach.

    Constanze

  17. #16 Gast
    19.03.2010 10:40
    @ Frederika:

    aus deiner Antwort erkennt man ganz deutlich, dass du keine Erfahrung mit Kindererziehung hast.Sicher hat du recht, wenn du sagst, dass das Kind keine wünschenswerten Reaktionen zeigt. Das weiß die Mutter aber schließlich selbst, sonst hätte sie hier nicht nachgefragt.
    Ein vierjähriges Kind , auch wenn es ziemlich verständig sein sollte, kann überhaupt nicht die Tragweite begreifen, wenn ihm die Mutter erklärt, jetzt mit dem Mann zusammenbleiben zu wollen. Da nützt es wenig, wenn die Mutter "ein erwachsenes Wort" mit ihm spricht.
    So weit und abstrakt kann ein kleines Kind nicht denken.
    Es wird nur spüren, da ist jemand Anderes, der Zeit und Gefühle meiner Mama beansprucht. Damit kommt es erst mal nicht klar.

    Ich meine, du liebe FS, hast zu früh beschlossen, mit dem Mann zusammen zu leben. Erst 2,5 Monate sind doch gar kein angemessener Zeitraum, um auch für dich selbst festzustellen, dass der Mann der Richtige ist. Ihr Erwachsenen seid noch voll in der ersten Zeit des Hormonüberschwangs. Da sieht man noch nicht klar, um Entscheidungen solch immenser Tragweite treffen zu können. Hier liegt m.M. nach dein entscheidender Fehler. Auch dein Kind kann sich auf eine solch rasant schnelle Änderung nicht einstellen.
    Viel besser wäre es, ihr Alle würdet euch Zeit nehmen mit einem behutsamen Kennenlernen. Dann kann sich auch dein Kind auf den neuen Partner in deinem Leben so nach und nach gewöhnen und wahrscheinlich wäre es bei langsamer Annäherung gar nicht erst zu solchen
    Reaktionen gekommen. Wie willst du deinem Kind klarmachen, wenn deine Beziehung, was wir nicht hoffen wollen, nach 1 Jahr wieder scheitert und der Mann verschwindet?
    Kommt dann ein nächster Partern auch wieder so schnell in dein Leben ?

    Versuche dich doch mal in die Lage deines Kindes zu versetzen, stelle dir mal vor, wie es dir ergangen wäre im gleichen Alter.

    Jetzt ist es eigentlich schwer, die situation befriedigend für Alle zu lösen. Ihr braucht sehr viel Geduld und der neue Mannn muss sich sehr inteisiv auch mit dem Kind beschäöftigen, so dass es merken an, der Neue ist eine Bereichung für euch Beide.

  18. #17 Gast
    19.03.2010 11:18
    @16: Da gibt es noch Steigerungen: Papa morgens ausgezogen (weil Ehefrau in rausgeschmissen hat), neuer Lover abends eingezogen, Lover nach 1/2 Jahr wieder ausgezogen - nach ein paar Monaten das nächste Spiel - 2 Wochen Kennen, danach Lover einziehen - und die Kids werden garnicht erst gefragt, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt.
    So ganz langsam kommen jetzt nach vier Jahren die Spätfolgen bei den Kindern zum Vorschein - ein unverantwortliches Verhalten der Mutter - die Leidtragenden sind auf lange Sicht die Kinder! Und der Psychologe und die Schule sollen es nachher richten. Doch Hauptsache der Hormonhaushalt ist im Einklang - was interessiert da die Psyche eines Kindes...

  19. #18 Gast
    20.03.2010 13:07
    Es ist wie so oft sehr, schade, dass die FS sich nicht mehr meldet. Waren es zuviele Antworten, die nicht deinen Vorstellungen entsprachen, weil sie die Wahrheit so unverblümt nach außen kehren? Wäre doch schön, wenn unsere Zeit und unser Gedankengut auch von der FS honoriert würde.

  20. #19 Gast
    20.03.2010 20:47
    #18: <MOD: Üble Diffamierungen anderer Beiträge entfernt. So geht's hier nicht!>

    Ich selbst bin alleinerziehend und habe ähnliche Erfahrungen gemacht, und hätte ich diese Frage gestellt und diese Antworten erhalten, ich wäre sicher in Tränen ausgebrochen wegen dieser vorwürfigkeiten: "Dilemma" "Versuch dich doch mal in die Lage Deines Kindes zu setzen" (das wird sie schon oft genug gemacht haben). Frederikas Antwort #1 trägtm.E. den Subtext "Du! Bist! Schuld! Pech gehabt!".

    So, und nun komme ich zur eigentlichen Frage. Ich denke, es hilft nur, positiv gestimmt zu sein und Deinem sohn immer wieder zu zeigen, dass ihr gemeinsam den längeren Atem habt, dass er aber immer noch genau so geliebt ist. Eben, was auch schon vorgeschlagen wurde, ganz bewusst Zeit nur für euch. Und Vertrauen darin haben, dass das Kind die Situation irgendwann akzeptieren wird, aber keine schnellen Wunder erwarten.

    ich selbst bin momentan in einer ähnlichen Situation, nach sieben Jahren ohne Partner und einem im Ausland abwesenden Vater meines Kindes habe ich einen großartigen Partner gefunden; unsere Beziehung war auch sehr schnell sehr eng, das macht sich nun auch bemerkbar, indem mein Sohn manchmal rebelliert. Wir sind aber zuversichtlich, dass er zunehmend merkt, dass sich nicht "alles" plötzlich verändert hat und er die Liebe von mri noch genau so hat wie vorher und jetzt eben noch eine andere, männliche dazukommt.

  21. #20 Gast
    20.03.2010 22:58
    <MOD: Diskussion der Moderation gelöscht>

  22. #21 Gast
    21.03.2010 11:22
    Oh, die Antworten hier bestätigen mein Unbehagen gegenüber vorschnellen Liasonen mit möglicher Menschenzeugung.

    Ganz so einfach scheint das lockere Patchworken also selbst in Kreisen der bildungsnahen Elite nicht zu sein?

    Den hormonellen Rausch der (kurz darauf flugs auseinanderrennenden) Erwachsenen haben dann später die Kinder auszubaden?

    Hilfe!

  23. #22 Gast
    21.03.2010 12:45
    Hallo,

    ich finde auch, dass das viel zu früh war mit dem Einzug Deines neuen Partners. Dass da dein Kind rebelliert, ist doch klar. Ich bin auch alleinerziehend und habe meinen Kindern meinen vor zwei Jahren potenziellen Partner erst nach einem halben Jahr vorgestellt.

    1. wollte ich erstmal wissen, ob er und ich zusammen klar kommen, denn bevor man das nicht richtig weiß, kann man auch für den Partner nicht richtig Partei ergreifen.
    2. will ich nicht, dass meine Kinder einen Mann kennen lernen, der evlt. ein halbes Jahr später schon gar nicht mehr das ist und dann?! Der nächste bitte? Und wenn es dann 10 x nicht klappt, wie sollen die Kinder beim 11. glauben, dass der auch da bleibt? (war jetzt etwas übertrieben) Ich wünsche Dir zwar, dass Deine Beziehung ewig hält, aber ein wenig Vorsicht ist angebracht und wenn ihr denkt ihr passt perfekt zusammen, dann kann man doch trotzdem erst langsam anfangen mit dem kleinen was gemeinsam zu unternehmen... Enten füttern, Tierpark, bei uns kann man super Rehe füttern gehen. All das kostet nichts, macht den Kids total viel Spaß und er hätte Deinen Partner positiv kennen gelernt.

    @Frederika - ein 4jähriger testet noch seine Grenzen. Da kann es schon mal vorkommen, dass er auch versucht mit Gewalt vorzugehen, und dann muss man richtig reagieren um ihm zu zeigen, dass dies überhaupt nicht geht. Da muss man aber nicht sofort von groben Erziehungsfehlern sprechen. Mein Sohn war z. B. als kleiner Pimpf schon ein richtiger Wutknochen. Der hat sich mit acht Monaten auf den Boden gelegt und mit seinem Kopf vor Wut auf den Boden geschlagen, weil seine ältere Schwester aus dem Zimmer gehen konnte und er so schnell nicht hinterherkam. Manche haben ein hohes Potential mit Gewalt vorzugehen und manche weniger. Das hat nichts mit schlechter Erziehung zu tun.

  24. #23 Gast
    21.03.2010 23:24
    Ich stimme Samira #13 zu. Mein Sohn war fünf als ich nach einjähriger Trennung von seinem Vater eine neue Beziehung einging. Das war zunächst eine Wochenend-Beziehung und mein Sohn hat sich relativ gut eingewöhnt.

    Wichtig aus meiner Sicht ist, daß das Kind auch immer wieder Zeit mit der Mutter allein verbringt. Das Kind muß merken, daß ihm nichts weggenommen wird. Die Mutter muß dem Kind das Gefühl vermitteln WICHTIG zu sein und nicht fünftes Rad am Wagen, weil Mutter gerade frisch verliebt....

    Wünschenswert und wichtig für das Kind ist auch der Kontakt zum Vater. Ich habe den Kontakt immer unterstützt. Für mich war und ist es wichtig, daß mein Sohn ein gutes und entspanntes Verhältnis zu seinem Vater hat. Ich habe ihm immer wieder altersgerecht erklärt, daß sein Vater und ich nicht zusammen leben können. Der neue Partner ist aber nicht automatisch der neue Vater - oder gar der "bessere". Davor sollte man sich in acht nehmen. Der leibliche Vater, den das Kind zu Ehezeiten ja erlebt hat, hat immer einen herausgehobenen, besonderen Status für das Kind. Es wird daher jeden Mann an Mutters Seite als Konkurrenten oder sogar Verdränger des Vaters ansehen !!!!

    Die Mutter braucht viel Geduld und Einfühlungsvermögen für ihr Kind um ihn ( den Sohn in diesem Fall) an die neue Situation zu gewöhnen.
    Ich habe meinen Partner immer korrigiert, der zunächst der Auffassung war, das Kind würde sowiese an erster Stelle stehen bei der Mutter. Ich vertrete die Auffassung, daß es dem Kind letztlich zum Vorteil gereicht, wenn ich mich in einer harmonischen Beziehung befinde und das bedeutet in der Konsequenz, daß ich auch mal möglicherweise vordergründig zu" Ungunsten "des Kindes meinen eigenen und den Interessen meines neuen Partners nachgehe. Damit hat man als Mutter oft eine Sandwich-Position zwischen den Erwartungen des Partners und denen des Kindes ( besonders ungünstig, wenn der Partner kinderlos ist ).

    Ich wünsche der FS viel Geduld und glückliches Gelingen !